18. April 2009
Von Viola Reinhardt
Tag für Tag kämpft man als Frau (und auch so mancher Mann) gegen die Widrigkeiten. Sahnetorte, Schokolade, Pizza und Co. hinterlassen bei den meisten Menschen auf Dauer doch so manche Spur. Hüftringe, Cellulite und ein mehr oder weniger kleines Bäuchlein verdankt man dann dem einen oder anderen Killerangriff der Figurschädiger. Schadensbegrenzung und Abwehrtechniken sind allerdings leichter als man denkt.
Gehört man zu den Schlingern, die innerhalb fünf Minuten den gut gefüllten Teller leer putzen, dann kann der Magen die Meldung "ich bin satt" nicht an das Gehirn weitergeben. Als Folge isst man noch weiter obwohl der Bauch schon voll ist. Gehört man zu diesem Esstyp, dann sollte man es sich angewöhnen mit Zeit und Genuss zu Essen. Zwanzig Minuten benötigt das Hirn übrigens bis es die Meldung erhält "satt". Hilfreich kann hier ein Wecker sein, den man sich zu Beginn des Essens stellt. Nach nur wenigen Wochen wird man ihn kaum noch brauchen, da der Gewohnheitsfaktor eingetreten ist.
Zählt man eher zu den "ich frühstücke nicht"-Typen, dann greift man bis zu fünfzig Prozent mehr zu Süßem und Snacks, da die Leber und der restliche Organismus eine Art Hungeralarm auslösen. Es müssen ja nicht gleich Spiegeleier und Speck zum Frühstück sein, doch schon ein Glas Orangensaft, ein Müsli oder auch ein Vollkorntoast mit fettarmer Wurst oder einem geliebten Aufstrich mobilisieren den Körper und erhöhen die Leistung des Gehirns. Heißhungerattacken bleiben damit auf der Strecke, ebenso überflüssige Pfunde an den Hüften.
Ebenfalls ein Killerangriff stellt das Essen bei laufendem Fernseher dar. Der spannende Krimi oder die geliebte Doku-Soap lenken dermaßen vom Essen ab, dass man sich zuschaufelt und dabei nicht bemerkt, dass man schon lange satt ist. Lieber das Essen in aller Ruhe auf die Sendung davor oder auch danach legen oder diese auf DVD aufnehmen und nach der Mahlzeit ansehen.
Unter der Woche ist man diszipliniert, ernährt sich gesund und kalorienreduziert, aber am Wochenende wird geschlemmt was das Zeug hält? Auch dieser Killerangriff schlägt sich auf das Gewicht nieder, denn der Organismus verzeiht eher kleine, aber immer wiederkehrende Ausrutscher wesentlich besser als Fressorgien von Freitagabend bis Sonntagabend. Besser ist es bei solchen Essgewohnheiten Tag für Tag eine kleine "Sünde" einzulegen und sich nicht alle Schlemmereien zu versagen.
Zucker- und Fertigkostalarm! Für Liebhaber dieser Kategorien stehen die Zeiger der Waage auf Gefahrenstufe 1. Als eine der Killerfallen für eine gesunde und ansehnliche Figur, kann man sich bei solch einer Dauerernährung gleich die Kleider in drei bis vier Nummern größer zulegen. Die Inhaltsstoffe in den Fertiggerichten zeigen versteckte Fettfallen und beinhalten zudem zahlreiche Geschmacksverstärker, die nicht nur unbemerkt dick machen, sondern durchaus auch eine Störung in den Nervenzellen im Gehirn auslösen können, welche die Steuerzentrale für die Hungergefühle sind. Eine überwiegend zuckerreiche Ernährung dagegen spielt mit dem Zuckerspiegel Ping Pong und lässt einen schon nach kurzer Zeit wieder zu neuem Essbarem greifen.
Ist man sich diesen Killerangriffen auf die Figur etwas bewusster, dann kann man mit nur wenigen Tricks und Umstellungen seine Ernährungsgewohnheiten nach zu nach abändern ohne jedoch Verzicht üben zu müssen.
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