Light-Getränke sind trotz ihres extrem geringen Kaloriengehalts in der jüngsten Zeit häufiger in das Kreuzfeuer von ambitionierten Fitness-Enthusiasten geraten. Zumeist deswegen, weil der künstliche Süßstoff zwar keine Kalorien enthalte, aber trotzdem zu einer Insulinreaktion führen könnte. Das zumindest behaupten einige der Diät-Getränke-Gegner.

Damit liegen sie auch gar nicht so verkehrt, denn die Rezeptoren auf unserer Zunge können offenbar tatsächlich nicht zwischen der Süße von Zucker und Süßstoff unterscheiden, weshalb beide Substanzen zu ähnlichen hormonellen Reaktionen führen. Wie eine aktuelle Studie jedoch nun bestätigt, scheinen die Befürchtungen der Diät-Getränke-Gegner ein wenig überzogen zu sein. Dies berichtet das Fachblatt „American Journal if Clinical Nutrition“.
Wissenschaftler der renommierten Harvard-Universität in Boston haben die Daten von 40389 Männern ausgewertet, die an einer medizinischen Umfrage teilgenommen haben. Die Fragen betrafen den gesundheitlichen Zustand wie chronische Beschwerden oder frühere Erkrankungen und die gängigen Ernährungsgewohnheiten. Bei den Fragen zum Essverhalten mussten die Teilnehmer angeben, wie oft Sie am Tag essen und wie häufig sie Light-Getränke oder normale Limonaden konsumieren. Die Befragung wurde jedes Jahr über den Zeitraum von zwei Dekaden erneut durchgeführt.
Etwas mehr als sieben Prozent der Befragten erhielten im Laufe der 20 Jahre eine Diagnose auf Diabetes. Männer, die am Tag mindestens ein zuckerhaltiges Getränk tranken, erkrankten mit einer 16 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit an Diabetes, als jene Männer, die nie gesüsste Limonaden tranken. Während der Auswertung zeigte sich zudem, dass der Zusammenhang zwischen zuckerhaltigen Getränken und Diabetes bei Limonaden größer ist, als bei Fruchtsäften, die nur Fruchtzucker enthalten.
Männer, die Light-Limonade tranken, sind nur dann an Diabetes erkrankt, wenn andere Parameter wie Blutdruck und Cholesterinwerte erhöht waren, was daraufhin deutet, dass sie zwar Light-Getränke zu sich nahmen, aber ihre Ernährung ansonsten nicht ausgewogen war. Light-Limonade trinkende Männer, bei denen die Blutwerte und das Körpergewicht auf eine gesunde Essweise hinwiesen, sind von Diabetes verschont geblieben.
Dies beweist, dass nur eine ganzheitliche Ernährungsumstellung zu einer dauerhaft guten Gesundheit führen kann. Mit anderen Worten: Es nutzt Ihnen nichts, wenn Sie zur Sahnetorte ein Glas Magermilch trinken.
Die Forscher der Harvard-Universität konnten im Rahmen der Umfrage zeigen, dass gesüßte Getränke nicht ausschließlich durch ihre Light-Version ersetzt werden müssen, damit man gesundheitliche Vorzüge erfahren kann. Wer eine Tasse Kaffee anstelle einer Limonade trinkt, hat ein 17 Prozent geringeres Risiko, an Diabetes zu erkranken.
Ein zulässiger Kritikpunkt bei Light-Getränken bleibt jedoch, dass die künstliche Süße den Appetit anregen und so das Einhalten einer kalorienreduzierten Diät erschweren kann.
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