6. April 2011
Von Andreas Hadel
Wenn sich der Hosenbund mal wieder zu stark spannt, schließen wir automatisch eine Reihe von den so genannten bösen Lebensmitteln aus, damit wir so schnell wie möglich den unliebsamen Wabbelschwabbel in der Bauchregion los werden. Zu den Produkten, die bei uns rücklings auf der roten Liste landen, sind unter anderem Dinge wie Kuchen, frittierte Waren und so ziemlich alles, was uns das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Aber zum Glück gibt es ja auch leckere Lebensmittel, die ziemlich gut schmecken und offenbar trotzdem nicht unsere Diätabsichten torpedieren. Doch der Teufel steckt im Detail oder vielmehr auf der Rückseite der Verpackung: der Nährwertanalyse und Kalorienangabe.
Dank einer Mischung aus Fürsorge und Profitstreben entwickelt die Nahrungsmittelindustrie fortwährend Produkte, die laut Werbung ziemlich gut für unseren Körper sein sollen. Doch wie wir bereits wissen, ist nicht immer alles 1:1 wahr, was uns die Werbung verspricht.

Die knusprig geschwungenen kleinen Schleifen werden von uns Abnehmwilligen gern als gesunder Ersatz für Kartoffelchips angesehen und finden deshalb auch regelmäßig pünktlich zur Samstagabend-Show den Weg in unseren Bauch. Obwohl die Brezeln zwar nicht so fettig wie die frittierten Kartoffelscheiben sind, so sind sie alles andere als arm an Kalorien. Brezeln werden aus Weißmehl gefertigt, wodurch sie nicht nur energiereich, sondern auch völlig frei von Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen sind. Auf Grund des hohen Anteils an Einfach-Kohlenhydraten werden die Brezeln auch unheimlich schnell verdaut und locken uns in die lauernde Heißhungerfalle. Ein weitaus besserer Fernsehsnack wäre deshalb ungesüßtes und ungesalzenes Popcorn.
Betrachtet man die Anzeigen für Sportriegel, bekommt man unweigerlich den Eindruck, dass sich unter dem Schokoladenmantel das Geheimnis für einen makellosen Astralkörper versteckt. Zum Teil stimmt das ja auch. Immerhin sind die meisten Riegel mit Eiweißpulver gedopt und liefern dank kurzkettiger Kohlenhydrate in nullkommanix Energie für Muskel schmiedende Workouts. Allerdings ist diese Fülle an Nährwerten auch genau der Grund, warum Sportriegel häufig genauso kalorienreich sind wie Snickers, Mars oder Milky Way. Sportriegel sind daher alles andere als ein Snack, sondern sollten eher als Ersatzmahlzeit oder Teil einer Mahlzeit angesehen werden. Der ideale Zeitpunkt, um einen Sportriegel zu genießen, ist direkt nach oder vor dem Training.
Nachdem der anfängliche Argwohn gegenüber rohem Fisch verflogen ist, hat sich das japanische Nationalgericht auch in deutschen Landen zu einer festen kulinarischen Größe etabliert. Im Grunde genommen gibt es gegen klassischen Sushi auch wenig zu sagen. Die mit Fisch und Gemüse gefüllten Reisrollen sind nahrhaft und bringen pro Portion nur rund 200 Kalorien auf den Teller. Ein Traum für jeden Fitness-Fan. Kritisch ist jedoch, dass sich im Zuge der wachsenden Konkurrenz immer mehr Sushi-Bars dazu veranlasst sehen, mit neuen Rezepten aufzuwarten. Doch die neuen Gerichte sind dabei häufig alles andere als so gesund wie ihre traditionellen Vorgänger. Nun findet man immer häufiger fette Cremes und frittiertes Fleisch in den Reisrollen wodurch diese stolze 500 und mehr Kalorien in die Waagschale werfen. Halten Sie sich daher eher an das traditionelle Sushi, wenn Ihnen ein flacher Bauch lieb ist.
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