24. November 2009
Von Viola Reinhardt
Schon naht sie wieder, die gewichtszunahmeverdächtige Vorweihnachts- und Weihnachtszeit. Von der Martinsgans über den Adventskalender und den Nikolaus bis hin zu den mehrtägigen Festessen zur Feier von Christi Geburt: Der Herbst und der einsetzende Winter sind traditionell ein Zeitraum, in dem überflüssige Pfunde angesetzt werden.
Das ist kein Zufall, denn betrachtet man unsere Verwandten im Tierreich, so kommt es auch da vor der nahrungsarmen Zeit des Winters zum Ansetzen von Winterspeck. Und auch bei unseren Vorfahren war es nicht anders. Erst durch unsere moderne Überflussgesellschaft, in der es im Winter nicht mehr zu einer Verknappung der Lebensmittel kommt, ist der Winterspeck als Notfall-Nahrungsmitteldepot für die kalte Jahreszeit überflüssig geworden. Nur: Wie bringt man das seinem Körper bei?
Eine der Hauptursachen für das Ansetzen von Winterspeck ist Bewegungsmangel. Der moderne Mensch zieht sich in der kalten Jahreszeit zunehmend in seine Wohnung zurück und bewegt sich dadurch wesentlich weniger als im Sommer. In der Folge geht sein Grundumsatz an Kalorien zurück und er nimmt zu, auch wenn er in dieser Zeit nicht mehr, sondern lediglich gleich viel isst. Also: Rein in die wetterfeste Kleidung und raus aus der Bude! Machen Sie Herbstspaziergänge, sammeln Sie duftendes und farbenfrohes Herbstlaub, gehen Sie Drachen steigen lassen. Die regelmäßige Bewegung an der frischen Luft stärkt das Immunsystem und erhöht gleichzeitig Ihren Grundumsatz an Kalorien und beugt so dem gefürchteten Winterspeck vor. Als nettes Plus der Aktivitäten beugt man übrigens dem gefürchteten Herbstblues vor.
Eine weitere Ursache für den Winterspeck ist natürlich die Aufnahme extrem kalorienreicher Kost. Pfeffernuss und Mandelkern, Plätzchen und Schokoladennikoläuse sind selbstverständlich keine Basis für eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Da hilft nur eins: Sich zu mäßigen und mag es angesichts der vielen Leckereien auch noch so schwer sein!
Wem das allerdings nicht so recht gelingen mag, für den gibt es trotzdem eine beruhigende Nachricht: Das beste Mittel gegen den Winterspeck ist nämlich der Winter selbst! Beim Frieren steigt der Kalorienverbrauch des Körpers drastisch an. Wer also die regelmäßige Bewegung im Freien im Winter beibehält, der kann ganz getrost davon ausgehen, dass sich das Problem mit dem Winterspeck im Laufe der kalten Monate ganz von alleine löst und dass er, jedenfalls bis zum Frühjahr, sein ursprüngliches Gewicht wieder erreichen wird.
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