4. Juni 2010
Von Andreas Hadel
Wenn Sie an Diabetes leiden, wurde Ihnen vermutlich bereits kurz nach der Diagnose gesagt, dass Zucker für Sie ein unumgehbares Tabu ist. Aber für Diabetiker ist der Alltag in Wirklichkeit nicht einfach nur in "erlaubte Speisen" und "verbotene Speisen" aufzuteilen. Es ist auch wichtig, insgesamt eine ausgewogene und gesunde Ernährungsweise umzusetzen. Vermeiden Sie Kohlenhydrate, wann immer es möglich ist. Essen Sie kleinere Mahlzeiten, aber dafür häufiger. Wenn Sie Kohlenhydrate essen, dann wählen Sie sie in möglichst komplexer Form. Vollkornbrot statt normales Mischbrot beispielsweise. Essen Sie Kohlenhydrate gemeinsam mit Proteinen, um die Abgabe in das Blut zu verlangsamen.
Die folgende Liste an Nahrungsmitteln ist keineswegs vollständig und soll nur ein kleiner Wegweiser sein, der in hektischen Situationen hilft, die richtige Wahl beim Essen zu treffen.
Pasta und Nudeln haben einen hohen glykämischen Index, da sie fast ausschließlich aus raffinierten Kohlenhydraten wie weißes Mehl oder polierten Reis hergestellt werden. Diabetiker sollten daher helle Nudeln und Pasta meiden. Vollkorn-Nudeln sind hingegen in Verbindung mit einer ungezuckerten Sauce eine durchaus akzeptable Mahlzeit, wobei die Gesamtmenge an Kohlenhydraten stets im Auge behalten werden sollte.
Weißer Reis steht auf einer Ebene mit Weißmehl und sollte aus den gleichen Gründen nicht von Diabetikern gegessen werden. Er lässt ihren Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen, obwohl Reis viele gesunde Eigenschaften nachgesagt werden. Für Diabetiker ist er trotzdem tabu. Zu weißen Reis gehören Jasmin-, Basmati- sowie Klebereis. Da es sich bei Wildreis eigentlich gar nicht um Reis, sondern um Gras handelt, könnten Sie diese Sorte essen. Allerdings sind die meisten Wildreisprodukte mit normalen Reis vermischt. Eine sichere Option wäre brauner Reis, der auf Grund der noch vorhandenen Schale ihren Zuckerspiegel nur langsam ansteigen lässt.
Zahlreiche Studien haben belegt, dass Koffein einen negativen Effekt auf die Gesundheit von Diabetikern haben kann. Die genauen Zusammenhänge sind noch nicht vollständig erforscht, aber um auf der sicheren Seite zu stehen, sollten Sie koffeinarmen Tee gegenüber Espresso den Vorrang geben.
Unter Weißbrot fallen alle Brote, die mit Weißmehl hergestellt werden. Dazu zählen neben Milchbrötchen auch Tortillas, Tacos, Pitas und Wraps sowie Fladenbrot und noch viele weitere Sorten. Biochemisch betrachtet, kommt Weißbrot einem Dessert aus raffinierten Zucker gleich. Vergegenwärtigen Sie sich, dass Sie mit einem Wrap im Prinzip mehrere Teelöffel Tafelzucker essen, um das gesunde Aussehen des Wraps zu durchschauen. Wenn für Wraps, Taccos und Konsorten Vollkornmehl verwendet wurde, können Sie diese bei ihrer Ernährung berücksichtigen.
Als Diabetiker hat man eine unzählige Menge an "Diabetiker"-Versionen von Standard-Supermarkt-Produkten zur Auswahl. Es gibt Diabetiker-Eis, Diabetiker-Schokolade, Diabetiker-Pudding und noch vieles mehr. Problematisch dabei ist jedoch, dass anstelle des Zuckers entweder Fructose oder künstliche Süßstoffe verwendet werden. In letzter Zeit mehren sich die wissenschaftlichen Hinweise, dass beide Zuckeraustauchstoffe alles andere als gesund sind u.a. zu einer Gewichtszunahme als auch Nierenproblemen führen könnten.
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