8. November 2011
Der Body Mass Index, kurz BMI, ist eine spezielle Maßzahl, die das Körpergewicht einer Person in Beziehung zu seiner Körpergröße bewertet. Viele halten den BMI für eine Erfindung der letzten Jahre, doch entwickelt wurde diese Formel bereits 1870 von Adolphe Quetelet. Wichtig: Der BMI ist lediglich ein Richtwert, Statur und Zusammensetzung der Körpermasse werden hier nicht berücksichtigt.
Um den Body Mass Index zu errechnen wird die Körpermasse in Kilogramm durch die Körpergröße hoch zwei gerechnet. Der errechnete Wert sollte bei normalgewichtigen Personen zwischen 18,5 und 24,99 liegen.
Anhand des errechneten Wertes kann man auch sehen, ob Untergewicht oder Übergewicht vorliegen. Personen, die einen Wert unter 16 haben, haben starkes Untergewicht, sollten also unbedingt auf eine gute und vor allem regelmäßige Ernährung achten. Mäßiges Untergewicht hat man mit einem Wert von 16 bis 17, leichtes Untergewicht bei einem Wert bis zu 18,5. Menschen, die bei der Errechnung des Body Mass Index eine Zahl zwischen 25 und 30 herausbekommen, haben Übergewicht. Ab 30 leidet man unter starkem Übergewicht, auch Adipositas genannt. Es gibt drei Stadien von Adipositas. Liegt der Wert über 40, so leidet man an starker Adipositas, welche ebenfalls behandlungsbedürftig ist.
Der Body Mass Index berücksichtigt weder Muskelmasse noch die restliche Zusammensetzung des Körpers. Deshalb kann es durchaus zu einem verfälschten Ergebnis kommen, etwa bei Menschen, die viel Sport betreiben und einen hohen Anteil an Muskelmasse haben. Der BMI sollte daher nicht als alleiniges Urteil verwendet werden. Ob man Übergewicht hat oder nicht, hängt alleine vom Fettanteil des Körpers ab.
Der Body Mass Index kann auch für Kinder herangezogen werden. Sind die Kinder unter 25 Monate alt, so wird meist die Länge im Liegen als Bemessungsgrundlage verwendet. Diese kann um bis zu 0,7 Zentimeter länger sein als die Länge des Kindes, wenn es steht.
Auch für Menschen mit fehlenden Gliedmaßen gibt es eine spezielle Berechnung. Wenn eine Amputation vorliegt, so wird vor der Errechnung des BMI die fehlende Gliedmaße zum Körpergewicht dazugerechnet, um zu einem aussagekräftigen Wert zu kommen.
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