5. Januar 2005
Von lotta78
Viel diskutiert wird zur Zeit die Atkins-Diät. Die Meinungen gehen auseinander. Hier einige persönliche Gedanken zu dieser Diät-Form.
Einerseits leuchtet es ein, warum die Atkins-Diät funktionieren muss. Kohlenhydrate sind Energieträger. Führt man dem Körper diese Energie zu, gibt es keine Notwendigkeit mehr, die körpereigenen Fettreserven zu verzehren. Jedes nicht verbrannte Kohlenhydrat wird in den Fettdepots abgelagert. Eiweiß kann nur schwer in Fett umgewandelt werden, es dient vorrangig zur Rekonstitution vebrauchter Körperzellen. Wird dem Körper nicht ausreichend Eiweiß zugeführt (mindestens 1g pro Körperkilo), dann entsteht Hunger, weil die körpereigene Muskelsubstanz abgebaut wird. Viele greifen in diesem Fall zu Kohlenhydraten und wundern sich, warum sie schon eine Stunde später wieder Hunger haben. Kohlenhydrate heben den Blutzuckerspiegel, es wird Insulin ausgeschüttet und eben dieses transportiert das Fett in die Zellen. Gleichzeitig wird in Übermaßen der Glücksbotenstoff Serotonin ausgeschüttet, eine Ursache für "Zuckersucht". An dieser Stelle würde vor allem die Glyx-Fraktion sagen, daß man zwischen "guten" und "schlechten" Kohlenhydraten unterscheiden müsse. Jedoch darf man nicht vergessen, dass im Körper selbst Vollkornbrot zu Zucker abgebaut wird. Und auch vitaminreiches Obst besteht am Ende aus Fruchtzucker.
Ein Grund für die Verteufelung der Atkins-Diät in Deutschland liegt auch in der Macht der "Zucker-Lobby". Würde die Bevölkerung Deutschlands weniger Kohlenhydrate konsumieren, dann wären massive Einbrüche in der Zucker- und Kohlenhydrat-Industrie die Folge. Vielleicht arbeiten sogar öffentliche Institutionen, wie Ernährungsinformationsämter, mit der Zucker-Lobby zusammen. Die Ladenregale biegen sich nur wegen des Überangebots von Nudeln, Reis, Brot etc. Mit der Verteufelung der Atkins-Diät geht die verteufelung von Fett einher, bei gleichzeitiger Favorisierung von Kohlenhydraten.
Auf Fett zu verzichten wäre jedoch in meinen Augen fatal, weil ohne Fett viele Stoffwechselprozesse sich einstellen. Aber welche Nahrung braucht unser Gehirn? Ist die aus der Umwandlung von Fett gewonnene Glucose ausreichend? Ich persönlich denke nein. Ich persönlich kann mich mit ein wenig Glucose bei der Arbeit deutlich besser konzentrieren. Man kann das häufig angeführte Argument der gesundheitlichen Risiken der Atkins-Diät nicht ganz von der Hand weisen. Tatsächlich kann ein erhöhter Eiweißkonsum zu Gicht und anderen Krankheiten führen. Für eine zeitlich begrenzte Diät ist das Atkins-Konzept anwendbar, jedoch stellt es keine Dauerlösung dar.
>> tatsächlich kann ein erhöhter Eiweisskonsum zu Gicht und anderen Krankheiten führen
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