1. Juni 2010
Als Stirnbein (Os frontale) bezeichnet man einen Knochen des Gehirnschädels. Es wird aus zwei Knochenplatten gebildet.
Unter dem Stirnbein (Os frontale) versteht man einen muschelförmigen Knochen, der Teil des Gehirnschädels ist. Er setzt sich aus zwei Knochenplatten zusammen und bildet das frontale Schädeldach.
Das Stirnbein befindet sich im vorderen Gesichtsbereich des Menschen. Gebildet wird es von zwei Knochenplatten, in dessen Mitte die Stirnhöhle liegt. Verbunden werden diese beiden Platten, wie alle anderen Schädelknochen auch, von einer Naht, die man als Schädelnaht (Sutura frontalis) bezeichnet. Darüber hinaus werden sowohl der obere Teil der knöchernen Augenhöhle als auch deren Hinterteil vom Stirnbein gebildet. Unterteilt wird das Stirnbein in zwei Teile, die man als Squama frontalis (Stirnbeinschuppe) und Pars orbitalis bezeichnet. Von der so genannten Stirnbeinschuppe wird das Knochengerüst der Stirn gebildet. Dabei differenziert man zwischen der äußeren, konvexen Fläche (Facies externa) und der inneren, konkaven Fläche (Facies interna). Die äußere Fläche hat eine gewölbte Form. In ihrer Mitte befindet sich die Sutura frontalis. Durch diese wird im Kindheitsverlauf der Knochen in zwei Teile geteilt. Auf den beiden Seiten der Facies externa liegt die Eminentia frontalis, die auch als Tuber frontale bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um eine Erhebung von individuell unterschiedlicher Ausprägung, die besonders bei Kindern vorkommt. Unter der Erhebung liegen die Augenbrauenwülste (Arcus superciliares). Diese werden in der Mitte des Knochens durch die Glabella, die so genannte Stirnglatze, miteinander verbunden. Bei Männern ist die Ausprägung der Augenbrauenwülste deutlich stärker als bei Frauen. Das Ende der Stirnbeinschuppe befindet sich am Margo supraorbitalis, dem Oberrand der Augenhöhle (Orbita). Durch diesen Rand wird die Stirnbeinschuppe von der benachbarten Pars frontalis abgegrenzt. Die konkave Facies interna besitzt an ihrem Oberteil eine Furche, die vertikal verläuft. Diese Furche bezeichnet man als Sulcus sinus sagittalis superioris. An dessen Rändern befindet sich der Ansatz der Hirnsichel (Falx cerebri). Die Knochengrate laufen schließlich zusammen, wodurch die Crista frontalis gebildet wird. Diese endet in einer kleinen Vertiefung, die man als Foramen caecum bezeichnet.
Der andere Teil des Stirnbeins ist die Pars orbitalis, von der das Dach der Nasen- und Augenhöhle gebildet wird. Zusammengesetzt wird die Pars orbitalis aus zwei dünnen Knochenplatten, die fast dreieckig sind. Man bezeichnet diese Platten als Orbitalplatten.
Zwischen den Knochenplatten des Stirnbeins befinden sich die Stirnhöhlen (Sinus frontalis), die mit Schleimhaut ausgekleidet sind und zu den Nasennebenhöhlen zählen.
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