Der Sehnerv ist sehr empfindlich. So können Beeinträchtigungen des Nervs zu Sehstörungen führen.
Da der Sehnerv und die Netzhaut Teile des Gehirns sind, können sie sich nach Schädigungen nicht mehr regenerieren. Eine solche Schädigung kann z.B. durch einen Unfall mit schweren Schädelverletzungen entstehen.
Der Sehnerv kann jedoch auch durch Erkrankungen beeinträchtigt werden. Dazu gehört vor allem die Sehnerventzündung (Neuritis nervi optici), die zu einer hochgradigen Sehstörung führt. Im schlimmsten Fall besteht die Gefahr, dass der Sehnerv seine Funktionstüchtigkeit verliert und es dadurch zur Erblindung kommt.
Eine Entzündung des Sehnervs kann durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden. Dazu gehören Erkrankungen des zentralen Nervensystems wie Multiple Sklerose, Vergiftungen oder sich von anderen Körperstellen ausbreitende Entzündungen wie z.B. Nasennebenhöhlenentzündungen oder Augenentzündungen. Man unterscheidet bei Sehnerventzündungen zwischen Retrobulbärneuritis, Neuropapillitis und Neuropathie.
Zu den typischen Symptomen einer Entzündung gehören der Verlust der Sehschärfe, Gesichtsfeldausfälle sowie Kopfschmerzen im Augenhöhlenbereich.
Als Therapie erfolgt oftmals die Verabreichung von Antibiotika oder entzündungshemmenden Kortikosteroiden. In den meisten Fällen ist es erforderlich, die Grunderkrankung zu behandeln.
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