Ebenso wie der Körper, kann auch die Psyche von zahlreichen Störungen und Erkrankungen beeinträchtigt werden. Diese wirken sich oftmals auf den Organismus aus.
Nicht nur der Körper kann von Störungen und Erkrankungen in Mitleidenschaft gezogen werden, sondern auch die Psyche. Unter einer psychischen Störung versteht man starke Abweichungen im Verhalten und Erleben, wozu das Fühlen, Denken und Handeln gehören.
Eine weit verbreitete psychische Erkrankung sind Depressionen. Rund fünf Prozent der deutschen Bevölkerung leidet unter einer behandlungsbedürftigen Depression, bei der es zu Niedergeschlagenheit und unterschiedlichen körperlichen Störungen wie z.B. Antriebslosigkeit, Verdauungsstörungen und Schlafstörungen kommt.
Es wird vermutet, dass die Neigung zu Depressionen teilweise vererbt wird. Man unterscheidet zwischen unipolaren Depressionen, biopolaren affektiven Störungen, Dysthimie, Zyklothymie sowie Winterdepressionen, die nur in Herbst und Winter auftreten. Als Therapie kommen Medikamente wie Antidepressiva oder eine Psychotherapie in Betracht. In schweren Fällen, in denen Selbstmordgefahr besteht, kann auch eine stationäre Behandlung erforderlich sein.
Ein weiteres psychisches Problem stellen Angststörungen dar. Dabei kommt es bei den Betroffenen zu starken Angstgefühlen, die sogar ihr alltägliches Leben beeinträchtigen, was einen starken Rückzug aus dem Alltag zur Folge hat, da Situationen oder Orte, die die Angst verursachen können, gemieden werden.
Ängste, die bei ganz bestimmten Objekten oder Situationen auftreten, bezeichnet man als Phobien. Ungerichtete Ängste werden dagegen nicht von etwas speziellem ausgelöst. Als soziale Phobie bezeichnet man z.B. die Angst vor anderen Menschen. Bei einer plötzlichen episodischen Angst spricht von einer Panikstörung.
Als Bulimie oder Ess-Brech-Sucht bezeichnet man eine suchtartige Essstörung, bei der der Betroffene die intensiv aufgenommene Nahrung anschließend wieder absichtlich erbricht. Auslöser dieser psychischen Störung ist die krankhafte Angst, zu dick zu werden. Vor allem Frauen zwischen 20 und 30 Jahren werden von Bulimie betroffen.
Eine weitere Essstörung, die vor allem bei jungen Frauen und Mädchen auftritt, ist Magersucht (Anorexia nervosa). Dabei kommt es zu strengen Diäten oder sogar zur totalen Verweigerung von Nahrung.
Zu den schwersten psychischen Erkrankungen gehört die Schizophrenie. Die Betroffenen können dabei nicht mehr zwischen Phantasie und Wirklichkeit unterscheiden. So fühlen sie sich verfolgt oder hören Stimmen. Die genauen Ursachen der Erkrankung, die vor allem zwischen dem 18. und 35. Lebensjahr auftritt, sind nach wie vor unbekannt.
Man vermutet, dass chemische Botenstoffe eine Rolle spielen. Als Behandlung kommt zumeist eine Kombination aus Psychotherapie und Medikamenten wie Neuroleptika und Antidepressiva in Betracht.
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