25. Mai 2010
Als Prostata oder Vorsteherdrüse bezeichnet man eine exokrine Drüse, die sich unterhalb der Harnblase befindet. Sie stellt einen Teil der Samenflüssigkeit her.
Unter der Prostata, die man auch als Vorsteherdrüse bezeichnet, versteht man eine akzessorische Geschlechtsdrüse. Sie befindet sich unter der Harnblase und umschließt die Harnröhre (Urethra). Zu ihren Aufgaben gehört es, einen Teil der Samenflüssigkeit, die beim Orgasmus ausgestoßen wird, zu produzieren. Ein Pendant zur männlichen Prostata stellt bei Frauen die Paraurethraldrüse dar.
Die kastaniengroße Prostata erreicht ein Gewicht von ca. zwanzig Gramm. Ihr Körper ist fest und sowohl glandulär als auch muskulär. Die Außenform der Vorsteherdrüse ähnelt einer Pyramide. Zusammengesetzt wird die Drüse aus rund dreißig bis vierzig einzelnen Drüsen. Die Ausführungsgänge dieser Drüsen, die man Ductus prostatici nennt, münden rund um den Samenhügel in die Pars prostatica der Harnröhre.
Unterteilt wird die Prostata in drei Zonen. Dies sind die periurethrale Mantelzone, die Innenzone und die Außenzone. Diese Zonen liegen wie Zwiebelschalen auf der Harnröhre. Die kleinste der drei Zonen ist die periurethrale Mantelzone, die die Harnröhre zwischen dem Harnblasenhals und dem Samenhügel (Colliculus seminalis) umgibt. Insgesamt werden von der Mantelzone fünf bis zehn Prozent der Prostatamasse gebildet. Durch die enge Nähe zur Harnröhre besteht die Gefahr, dass es bei einer Vergrößerung des Drüsengewebes zu Entleerungsstörungen der Blase kommt. In der Innenzone, die die Form eines Trichters hat und in der sich ca. 20 bis 25 Prozent der Drüsen befinden, liegt der so genannte Spritzkanal (Ductus ejaculatorius). Während einer Ejakulation fließen rund 70 Prozent des Ejakulat-Volumens durch ihn hindurch. Den Hauptanteil der Vorsteherdrüse bildet die Außenzone, die einen Anteil von etwa 70 Prozent an der Organmasse der Prostata hat.
Für die arterielle Versorgung der Drüse sorgen die Äste der Arteria rectalis media sowie der Arteria vesicalis inferior. Innerviert wird die Prostata durch den Parasympathikus und den Sympathikus. Während die sympathischen Nervenfasern die Kontraktion der Muskulatur stimulieren, regen die parasympathischen Fasern die Tätigkeit der Drüsen an.
Zu den angrenzenden Strukturen der Prostata gehören der Fundus der Harnblase, der Beckenbogen, der Mastdarm (Rektum) und die Schambeinfuge (Symphysis pubica).
Aufgabe der Prostata ist es, den größten Teil der Samenflüssigkeit zu liefern. Das Sekret der Drüse dient als Nährlösung für die Samenzellen. In dieser Lösung befinden sich wichtige Stoffe für die Zellen wie Wasser und Fruchtzucker sowie Säuren, die die Spermien aus der Hodenstarre erwecken. Zu diesem Zweck bekommen die Samenzellen Mineralstoffe wie Magnesium, Natrium, Kalium und Zink. Erst die richtige Mischung des Ejakulats durch die Prostata stellt die Fruchtbarkeit des Mannes sicher. Für die Regulierung der Prostatafunktionen sorgt das Hormon Testosteron.
Darüber hinaus gilt die Prostata auch als männlicher G-Punkt. So ist es möglich durch ihre sexuelle Stimulation einen Orgasmus herbeizuführen.
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