24. März 2011
Die Gefäße der Nieren können durch verschiedene Krankheiten in Mitleidenschaft gezogen werden. Dazu gehören Stenosen und Aneurysmen.
Zu den gefährlichsten Erkrankungen der Nierengefäße gehören die Nierenarterienstenose sowie ein Aneurysma. Während es sich bei einem Aneurysma um eine Aussackung des Gefäßes handelt, kommt es bei einer Stenose zu einer Verengung der Nierenarterie. Auch der Verschluss des Gefäßes ist im Bereich des Möglichen.
Die Hauptursache für Stenosen und Gefäßverschlüsse an der Nierenarterie ist vor allem Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Dabei lagern sich Blutbestandteile wie Blutplättchen (Thrombozyten) oder Cholesterin an der Wand des Gefäßes ab. Manchmal sind Verengungen der Nierenschlagader jedoch bereits angeboren. In seltenen Fällen wird eine Stenose auch durch Gefäßentzündungen oder Verletzungen hervorgerufen. Auch ein Aneurysma der Nierenarterie entsteht vor allem durch Arterienverkalkung. Manchmal sind allerdings auch Gefäßwandschäden der Grund für eine solche Aussackung. Durch bestimmte Risikofaktoren kann das Entstehen von Arteriosklerose und damit auch einer Stenose oder eines Aneurysmas begünstigt werden. Dazu gehören besonders die so genannte Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Übergewicht sowie Alkohol- und Nikotinkonsum.
Entsteht eine Stenose an der Nierenschlagader hat dies zur Folge, dass die betroffene Niere nicht mehr genügend Sauerstoff und Blut erhält. Außerdem kann es durch einen hormonellen Rückkopplungseffekt zu Bluthochdruck kommen. Im schlimmsten Fall droht dadurch ein Schlaganfall. Beschwerden entstehen in den meisten Fällen erst bei einer bereits fortgeschrittenen Mangelversorgung. So wird weniger Urin hergestellt und aus dem Körper ausgeschieden. Stattdessen besteht die Gefahr, dass Ödeme (Wasseransammlungen) entstehen, die sich durch Schwellungen bemerkbar machen. Da die Giftstoffe nicht mehr ausreichend aus dem Organismus ausgeschieden werden, können unterschiedliche Beschwerden auftreten. Darüber hinaus sind dauerhafte Schäden der Nierenfunktion zu befürchten.
Ein Aneurysma der Nierenarterie verursacht zumeist keine größeren Beschwerden, sodass es häufig nur durch die Untersuchung von anderen Organen entdeckt wird. Ist das Aneurysma so groß, dass es auf andere Körperstrukturen drückt, können Rückenschmerzen auftreten. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass sich aus dem Aneurysma Blutgerinnsel lösen, die dann die kleineren Gefäße der Niere verstopfen. Das größte Risiko besteht jedoch in einem Riss des Aneurysmas, denn durch die starken Blutungen, die dabei auftreten, kann der Betroffene sogar innerlich verbluten. In einem solchen Fall muss umgehend eine Notoperation durchgeführt werden.
Um ein Aneurysma oder eine Stenose der Nierenarterie zu behandeln, kommen sowohl konservative als auch operative Behandlungsmaßnahmen infrage. So können bestimmte Medikamente verabreicht oder eine Gefäßaufdehnung mit einem Ballonkatheter vorgenommen werden. In vielen Fällen ist bei einem Nierenarterienaneurysma jedoch eine Operation erforderlich, um gefährlichen Komplikationen entgegenzuwirken. Dabei wird entweder das Hindernis, das die Engstelle verursacht, entfernt oder durch einen Bypass überbrückt.
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