29. August 2009
Wir riechen im Endeffekt nicht gleichzeitig mit beiden Nasenlöchern, sondern es werden jeweils nur von einem, in einem Wechsel, die Gerüche wahrgenommen und an das Gehirn weitergeleitet. Ansonsten würden wir eine Mischung von Gerüchen wahrnehmen.
Im Normalfall werden vom Gehirn die wahrgenommenen Sinneseindrücke, also das was wir mit zwei Augen sehen, mit den Ohren hören zu einem Eindruck zusammengerechnet. Aber wenn beispielsweise das linke Auge ein anderes Bild als das rechte Auge an das Gehirn weiterleitet, dann funktioniert dies nicht und der Mensch hat dann das Gefühl, als ob er erst das eine und danach das andere Bild sieht und umgekehrt.
So ähnlich ist es auch beim Gehör, wo man zwei verschiedene Töne hört. Anders ist es also bei den Nasenlöchern, wie die Wissenschaftler jetzt herausfanden.
Bei einem Testversuch wurde Freiwilligen gleichzeitig in das eine Nasenloch der Duft einer Rose und in das zweite Nasenloch ein Duft wie Lösungsmittel hineingepustet. Hierbei sagten die Testpersonen, dass sie immer nur einen von den beiden Gerüchen wahrgenommen haben, was aber immer wechselte, doch niemals eine Mischung der beiden.
Im Gehirn werden somit die beiden Gerüche nacheinander wahrgenommen. Aber nicht nur beim Riechen arbeiten die Nasenlöcher im Wechsel, so schwillt die Schleimhaut in dem einen an und das andere übernimmt dann das Riechen und Atmen.
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