Adduktoren und Abduktoren
Sind die Bezeichnungen für bestimmte Paare von Muskeln an der Skelettmuskulatur.
Abduktoren (ab-ducere = weg-führen, lat.) sind Muskeln, die für Spreiz- und sonstige Auslenkungsbewegungen, weg von der Normallage, von Körperteilen zuständig sind.
Adduktoren (ad-ducere = hin-führen, lat.) sind im Gegensatz dazu verantwortlich für das "Zurückholen" eines Körperteils in die Ausgangslage oder Ruhelage, meist in Richtung "Körpermitte".
Diese Muskelarten bilden zusammen immer ein Paar von "Gegenspielern" (Antagonisten), da jede Bewegung bzw. Haltung ja auch wieder rückgängig gemacht werden muss. Die beiden Muskeln brauchen sich auch deswegen gegenseitig, weil eine rein einseitige Anspannung des Muskels meist zu einer unkontrollierten, sprunghaften Bewegung des Glieds führen würde.
Besonders unter diesen Namen bekannt sind die Abduktoren und Adduktoren des Oberschenkels, von denen man des öfteren im Fußball hört ("er hat eine Adduktorenzerrung" etc.), weil gerade dort diese Muskeln für die Querbewegung des Oberschenkels bei Ballpässen, Schüssen etc. benötigt und manchmal überanstrengt werden.
Wenn also "ein Muskel den Arm abduziert", bedeutet es, dass er ihn vom körperanliegenden Zustand "abspreizt" (das macht hauptsächlich der Delta-Schultermuskel).
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