5. September 2009
Damit sich ein vorhandener Krebs nicht weiter verbreiten kann, entfernen die Chirurgen heute grundsätzlich neben dem eigentlichen Tumor auch befallene Organteile und Lymphknoten sowie auch das in der Nähe liegende Fettgewebe und andere Lymphknoten. Doch genau um die letztgenannten hat sich jetzt unter den Experten eine Diskussion ergeben, ob dies für die Patienten unbedingt von Vorteil sei.
Im Prinzip soll bei den Krebspatienten das Lymphsystem und ihre Funktionen erhalten bleiben, so dass die Chirurgen natürlich versuchen, diese bei der Entfernung des Tumors nicht zu beschädigen. Aber andererseits führte bei Patienten, die Tumore im Enddarm hatten, die gesamte Entfernung des Tumors und auch das umliegende gesunde Fettgewebe dazu, dass das Risiko eines Rückfalls von 30 auf 5 Prozent sich verringerte. Und so werden auch bei vielen Operationen die Lymphknoten entfernt, so dass man Hinweise auf das Stadium der Erkrankung bekommt.
Man glaubt einerseits, dass über das Lymphsystem die Krebserkrankung sich im Körper ausdehnt, doch gibt es auch andere Meinungen, die sagen, dass es nicht nötig sei und zu Nebenwirkungen führen kann und auch die Überlebensrate würde bei der systematischen Entfernung sinken. Eine Fachtagung, wo auch diese Thema erörtert wird, findet vom 30. September bis 3. Oktober 2009 in Hamburg statt.
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