19. Mai 2010
Obwohl die Knochen besonders hart sind, können sie dennoch durch verschiedene Verletzungen und Erkrankungen beeinträchtigt werden. Dazu gehören u.a. Frakturen und Osteoporose (Knochenschwund).
Die häufigste Verletzung der Knochen sind Knochenbrüche (Frakturen). Dabei kommt es durch massive Einwirkung von Gewalt oder einen Sturz zum Bruch eines Knochens. Der Knochen ist aber in der Lage während der Heilung durch eine spezielle Knochenbruchbehandlung wieder zusammenzuwachsen. In den meisten Fällen wird der Knochen konservativ, das heißt durch Ruhigstellung mit einer Schiene oder einem Gipsverband, behandelt. In manchen Fällen kann aber auch eine operative Behandlung erforderlich sein, bei der eine Verplattung oder Marknagelung des Knochens vorgenommen wird. Eine Ruhigstellung der Knochenenden ist sehr wichtig, da es sonst zum Ausbleiben der Heilung und dadurch zu einer Pseudarthrose kommen kann.
Eine immer häufiger auftretende Erkrankung ist Osteoporose (Knochenschwund). Diese Erkrankung ist zumeist altersbedingt und macht die Knochen anfälliger für Frakturen. Bei der Osteoporose kommt es zu einer Abnahme der Knochendichte, da die Knochensubstanz und die Knochenstruktur übermäßig schnell abgebaut werden. Durch die Krankheit, die mittlerweile die häufigste Knochenkrankheit im Alter ist, kann es bereits durch harmlose Stürze zu schwerwiegenden Brüchen kommen. Besonders oft treten Brüche der Wirbelkörper, Hüftgelenksnahe Oberschenkelknochenbrüche, Speichenbrüche, Oberarmkopfbrüche und Beckenbrüche auf.
Eine weitere Erkrankung der Knochen ist Osteomyelitis. Dabei kommt es zu einer infektiösen Entzündung des Knochenmarks. Da aber außer dem Knochenmark auch die anderen Knochenteile von der Erkrankung befallen werden, spricht man meist von einer Osteitis (Knochenentzündung). Verursacht wird die schmerzhafte Krankheit, die auch zu Bewegungseinschränkungen und Fieber führt, zumeist durch offene Knochenbrüche oder Kontaminationen mit Bakterien bei Operationen am Skelett. Zur Behandlung werden die Knochen ruhiggestellt und mit Antibiotika behandelt.
Eine besonders schwere Knochenkrankheit ist Knochenkrebs, bei der es zur Bildung eines bösartigen Tumors im Knochengewebe kommt. Dabei unterscheidet man zwischen verschiedenen Formen wie dem Osteosarkom und dem Chondrosarkom, die zu den häufigsten Knochenkrebserkrankungen gehören.
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