18. Mai 2010
Beim ersten Geschlechtsverkehr der Frau kann es zu einem Riss des Jungfernhäutchens kommen. Dies ist jedoch nicht immer der Fall.
Allgemein wird angenommen, dass es bei der Defloration, dem ersten Geschlechtsverkehr, zum Riss des Jungfernhäutchens kommt. Dabei entsteht durch den Riss eine leichte Blutung. In manchen Kulturen gilt dann ein blutiges Laken in der Hochzeitsnacht als Beweis für die voreheliche Keuschheit der Frau. Dies ist jedoch keineswegs ein Beweis, denn bei über der Hälfte aller Frauen kommt es beim ersten Geschlechtsverkehr nicht zu Blutungen. Außerdem reißt das Jungfernhäutchen nicht immer ein.
Des Weiteren kann der Hymen auch durch andere Aktivitäten wie z.B. Masturbation, Gymnastik, Radfahren oder durch Stürze beschädigt werden. Auch durch die Verwendung von Tampons während der Menstruation kann es zu einem Riss des Jungfernhäutchens kommen. Manche Frauen werden sogar ohne Jungfernhäutchen geboren. In einigen Fällen kann der Hymen derart stabil sein, dass er erst durch einen chirurgischen Eingriff, eine Hymenektomie, geöffnet werden muss, um schmerzfreien Geschlechtsverkehr zu ermöglichen. Aufgrund dieser vielen Varianten ist der Zustand des Jungfernhäutchens nicht als Beweis oder Gegenbeweis für die Jungfräulichkeit geeignet.
Die Behauptung, daß das Hymen nicht als Beweis der Jungfräulichkeit gelten könne, weil es anatomische Varianten und Verletzungsmöglichkeiten v...
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