18. Mai 2010
Als Ischiasnerv (Nervus ischiadicus) bezeichnet man einen peripheren Nerv des Beins. Er ist der längste und stärkste Nerv des Körpers.
Beim Ischiasnerv (Nervus ischiadicus), den man auch als Hüftnerv oder Sitzbeinnerv bezeichnet, handelt es sich um einem peripheren Nerv des Beines, der sich aus mehreren Nervenwurzeln zusammensetzt. Der Ischiasnerv ist der stärkste und längste Nerv des Körpers und hat seinen Ursprung im Plexus sacralis (Kreuzbeinnervengeflecht). Außerdem verfügt er über Fasern aus den Rückenmarkssegmenten L4–S3.
Der Verlauf des Ischiasnervs geht über den Rücken und das Gesäß zum Oberschenkel und von dort aus weiter bis zum Fuß. Durch ihn werden der Oberschenkel, der Unterschenkel und der Fuß motorisch und sensibel versorgt. Zu den begleitenden Arterien des Nervs gehören die Arteria comitans nervi ischiadici sowie die Äste der Arteria circumflexa femoris medialis. Oberhalb der Kniekehle (Fossa poplitea) wird der Ischiasnerv in die zwei Unterschenkeläste, den Nervus tibialis (Tibalisnerv) und den Nervus fibularis communis, den man auch als Nervus peroneus communis (Peronäusnerv) bezeichnet, aufgeteilt. Bedeckt wird der Nerv in seinem Verlauf vom Musculus biceps femoris.
Zu den wichtigsten Aufgaben des Ischiasnervs gehört es, Empfindungen des Beins an das Rückenmark weiterzuleiten. Außerdem gibt er auch Befehle des Gehirns über das Rückenmark an die Beinmuskulatur und besonders an den Unterschenkel weiter.
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