18. Mai 2010
Die Hoden gehören zu den empfindlichsten Körperstellen des Mannes. Daher können sie von verschiedenen Krankheiten und Verletzungen in Mitleidenschaft gezogen werden.
Die männlichen Hoden sind sehr empfindlich. Werden die Hoden bei Schlägereien oder dem Ausüben von Kampfsportarten verletzt, kann es zu stumpfen Traumen und Einblutungen unterhalb der Hodenkapsel kommen. In diesem Fall ist zumeist eine chirurgische Behandlung erforderlich. Kommt es gar zu Verletzungen, bei denen der Hodensack geöffnet wird, wie bei Stich- oder Pfählungswunden, besteht die Gefahr von Hodenentzündungen oder Abszessen, die sogar zu einer Bauchfellentzündung führen können.
Eine Infektionskrankheit der Hoden ist die akute Hodenentzündung (Orchitis). Diese wird zumeist von Viren verursacht und kann in Verbindung mit Mumps auftreten. Aber auch andere Infektionskrankheiten wie Windpocken oder das Pfeiffersche Drüsenfieber führen in manchen Fällen zu einer Hodenentzündung.
Gefährlichste Erkrankung der Hoden ist Hodenkrebs (Hodenkarzinom). Dabei handelt es sich um einen bösartigen Tumor, der vor allem bei jungen Männern zwischen 20 und 40 Jahren auftritt. Als größter Risikofaktor für ein Hodenkarzinom gilt Hodenhochstand im Kindesalter, bei dem sich die Hoden außerhalb des Hodensacks befinden. Als Therapie muss zumeist die operative Entfernung von einem oder gar beider Hoden durchgeführt werden.
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