18. Mai 2010
Zu den häufigsten Erkrankungen des Herzbeutels gehört die Herzbeutelentzündung. Diese kann Verkalkungen oder eine Verhärtung des Perikards zur Folge haben.
Eine häufiger auftretende Erkrankung des Herzbeutels ist die akute Herzbeutelentzündung (Perikarditis), die durch Verletzungen oder Infektionen entstehen kann. Verursacht wird sie zumeist von Viren. Zu den typischen Symptomen gehört ein stechender Schmerz hinter dem Brustbein, der durch Atmung, Husten oder Bewegung verstärkt werden kann. Begleitend können auch eine erhöhte Atemfrequenz und Fieber auftreten. In manchen Fällen sind Verkalkungen oder Verhärtungen des Herzbeutels möglich.
Eine eher seltene Erkrankung des Herzbeutels ist ein Perikarderguss. Dabei kommt es zu einer Ansammlung von Flüssigkeit im Herzbeutel. In manchen Fällen kann durch einen solchen Erguss auch eine gefährliche Herzbeuteltamponade entstehen. In diesem Fall sammelt sich soviel Flüssigkeit im Herzbeutel an, dass das Herz nicht mehr richtig schlagen kann. Zu den auftretenden Beschwerden gehören erhöhter venöser Blutdruck, Atemnot, beschleunigter Herzschlag, Schweißausbrüche, Unruhe, Lufthunger sowie akute Herzinsuffizienz. Im schlimmsten Fall ist auch ein Herz-Kreislaufstillstand möglich. Als Therapie kann eine Perikardpunktion durchgeführt werden, bei der man die Flüssigkeit aus dem Herzbeutel ableitet.
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