13. August 2009
Von Viola Reinhardt
In der Theorie ist wohl jedem klar, was er seinem Herzen schuldig ist. Trotzdem handeln wir oft genug wider besseres Wissen und schaden unserem Herzen mehr als dass wir ihm gut tun. Mit ein paar kleinen Alltagstipps lässt sich das Herz fast nebenbei stärken und so gesund erhalten.
Das Herz ist unser Kraftwerk. Ohne dieses Organ sind wir nicht lebensfähig. Doch das Herz ist kein Perpetuum mobile, das sich ewig aus seiner eigenen Kraft bewegt. Es braucht mehr als den starken Muskel. Es braucht auch freie Wege für das Blut, das es durch den Körper pumpt. Die Adern und Venen sind sozusagen die Straßen, die den Brennstoff zum Kraftwerk Herz transportieren. Sie können wir aktiv schützen und so unser Herz stärken.
Um eine Verkalkung und damit Blockade der Blutwege zu verhindern, sollte vor allem darauf geachtet werden, dass die Ernährung ausgewogen und gesund ist. Wenig Fett, wenig Weißzucker und Weißmehl, wenig tierische Eiweiße, dafür aber viel Obst und Gemüse, Ballaststoffe und pflanzliche Eiweiße sind gut fürs Herz. Weißmehl und Zucker werden vom Körper kaum verwertet, setzen aber an und verstopfen die Arterien. Zu viel Fleisch ist genauso wenig gut wie gar kein Fleisch. Einmal in der Woche eine Fleischmahlzeit ist jedoch ausreichend. Wenn Fleisch, dann sollten es eher fettarme Sorten wie Geflügel oder Rind sein, Schweinefleisch ist sehr fett.
Neben der Ernährung braucht der Körper Bewegung. Die moderne Welt ist jedoch so eingerichtet, dass wir uns kaum bewegen müssen. Fahrstühle, Rolltreppen, Autos, öffentliche Verkehrsmittel – alles Dinge, die den Alltag vereinfachen, aber die Bewegung minimieren. Wer morgens mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt oder zumindest eine Bus- oder U-Bahnstation zu Fuß geht, tut schon etwas für sein Herz. Idealerweise sollten die Treppen auch gestiegen und nicht gefahren werden. Moderater Sport wie regelmäßiges Schwimmen, Joggen oder Walken ist ebenfalls eine Wohltat für jedes Herz. Hierbei sollte jedoch auf die richtige Pulsfrequenz geachtet werden, damit das Herz nicht überlastet wird. Leicht zu errechnen ist die maximale Pulsfrequenz indem man die Zahl 220 minus dem Lebensalter nimmt.
Darüber hinaus können regelmäßige Saunagänge und morgendliches Wechselduschen das Herz stärken, weil beides die Durchblutung anregt und damit auch das Herz. Dass Alkohol, Nikotin, Drogen oder auch dauerhaft fettes Essen alles andere als förderlich fürs Herz sind, muss nicht weiter erwähnt werden, oder?
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