18. Mai 2010
Die Haut kann von zahlreichen Verletzungen oder Erkrankungen in Mitleidenschaft gezogen werden. Dazu gehören Neurodermitis, Schuppenflechte oder Hautkrebs.
Die menschliche Haut kann durch verschiedene Verletzungen oder Hautkrankheiten (Dermatosen) beeinträchtigt werden, da sie als Grenzorgan zahlreichen Einflüssen ausgesetzt ist. Zu den häufigsten Verletzungen der Haut gehören Schürfwunden, Schnittwunden, Stichwunden und Brandwunden, die zumeist durch Unfälle verursacht werden.
Auch verschiedene Hautkrankheiten sorgen für eine Beeinträchtigung der Haut. Weit verbreitet ist das atopische Ekzem, das besser bekannt ist als Neurodermitis. Dabei handelt es sich um eine chronische Hautkrankheit, die jedoch nicht ansteckend ist. Typische Symptome von Neurodermitis sind eine juckende, sehr trockene und entzündete Haut. Der Ausbruch der Krankheit kann sowohl im Kindesalter als auch im fortgeschrittenen Alter erfolgen. Die genauen Ursachen der Erkrankung konnten bislang nicht ermittelt werden. Sicher ist nur, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen. Ebenso können Umweltfaktoren oder psychische Gründe zum Ausbruch von Neurodermitis führen. Eine weitere häufig auftretende Hautkrankheit ist Schuppenflechte (Psoriasis). Bei dieser nicht ansteckenden Krankheit kommt es zu stark schuppenden Hautveränderungen. Es gibt verschiedene Formen von Schuppenflechte. Am häufigsten tritt jedoch die gewöhnliche Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) auf, die vor allem Kopf, Knie, Ellenbogen und die Kreuzbeingegend befällt. Als Ursache für die Schuppenflechte wird eine Autoimmunerkrankung vermutet. Oftmals kommt es auch durch Allergien oder verschiedene Infektionskrankheiten wie Röteln, Masern, Windpocken oder Scharlach zu einem akuten Hautausschlag (Exanthem).
Die gefährlichste Erkrankung der Haut ist Hautkrebs. Dabei unterscheidet man zwischen weißem Hautkrebs (Basaliom), der in erster Linie bei hellhäutigen Menschen auftritt, Stachelzell-Hautkrebs (Spinaliom) und schwarzem Hautkrebs (malignem Melanom). Basalzellhautkrebs gehört zu den häufigsten Hautkrebserkrankungen und entsteht vor allem durch ständige ungeschützte Einwirkung von UV-Licht. Wesentlich seltener tritt der Stachelzell-Hautkrebs auf, der auch schleimhautnahe Hautbezirke oder den Genitalbereich befallen kann. Besonders gefährlich ist der schwarze Hautkrebs, bei dem es sich um einen äußerst aggressiven und bösartigen Tumor handelt. Schon frühzeitig kommt es durch ihn zu Metastasen in anderen Organen. Er bildet sich vor allem an Brust, Rücken, Armen und Beinen. Als Therapie wird in der Regel eine Operation durchgeführt, um das Melanom zu entfernen. In manchen Fällen kann zusätzlich eine Chemo- oder Strahlentherapie erforderlich sein.
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