19. März 2009
Von Andreas Hadel
Viele Dinge an uns lassen sich hervorragend durch Kleidung kaschieren oder mit einem gefälligen Habitus überspielen. Im Falle unserer Haut jedoch lässt sich die nackte Wahrheit aber nur schwer verbergen. Kein anderes Organ spiegelt unsere seelische Ausgeglichenheit und körperliche Unversehrtheit so deutlich und kompromisslos wider, wie unsere äußerste Epidermis. Neben der äußerlichen Pflege können wir aber vor allem mit unser täglichen Ernährung Einfluss auf unser Antlitz nehmen.
Proteine, Proteine, Proteine
Unsere Haut giert nach keinen anderen Makronährstoff so sehr wie nach Proteine. Als die äußerste Schicht unseres Körpers, ist die Haut allen Belastungen und Umwelteinflüssen direkt ausgesetzt, denen wir jeden Tag zu begegnen haben. Neben Sonnenlicht gehören auch Auto-Abgase und Schweiß zu den Faktoren, die unserer Schutzhülle zu schaffen machen. Kein Wunder also, dass sich die Haut in einem ständigen Erneuerungsprozess befindet. Um genügend Material für die Produktion von neuen Hautzellen zu haben, ist für unsere Haut das Protein der wichtigste Baustein. Eine ausreichende Eiweißzufuhr sollte deshalb in Ihrer Ernährung an erster Stelle stehen. Wählen Sie dafür vor allem hochwertige Quellen, die keine oder nur wenig gesättigte Fettsäuren beinhalten. Geflügel, Fisch, Eier und Tofu sind ideale Proteinlieferanten, die zudem auch noch sehr kalorienarm zubereitet werden können.
Achtung bei den Kohlenhydraten
Gestalten Sie Ihre Ernährung so, dass Sie möglichst nur Kohlenhydrate aus niedrig-glykämischen Lebensmitteln zu sich nehmen. Also Vollkornprodukte, Bohnen, Linsen und die meisten Obstsorten. Niedrig-glykämische Produkte führen zu keiner extremen Insulinausschüttung, was zum einen der Körperfettspeicherung entgegenwirkt und zum anderen einen anti-entzündlichen Effekt nach sich zieht. Wissenschaftler konnten nachweisen, dass hoch-glykämische Speisen wie Nudeln, Kartoffeln, Süßigkeiten und Weißmehl-Gebäck Entzündungen begünstigen können, die unter anderem zu Schäden am Hautgewebe verursachen können und zu Zellulitis und anderen negativen Hautveränderungen führen können.
Nur ungesättigte Fette sind erlaubt
Fette sind für ein gesundes Hautbild elementar. Nur mit einer ausgewogenen Diät, die den Fettkonsum nicht radikal einschränkt, kann unsere Haut mit Jugendlichkeit und Frische glänzen. Fettbausteine bilden einen wesentlichen Bestandteil für den Feuchtigkeitshaushalt der Haut. Aber wie bei den Kohlenhydraten ist auch hier die richtige Wahl gefragt. Bevorzugen Sie immer ungesättigte Fettsäuren, da nur diese eine positive Eigenschaft auf unsere Gesundheit haben. Vermeiden Sie möglichst komplett Transfette (häufig in Fertigprodukten und Frittierfett) und reduzieren Sie die Zufuhr von gesättigten Fettsäuren (sichtbares Fett beim Fleisch, Vollmilchprodukte) auf ein Minimum. Hingegen kann es Sinn machen die normale Ernährung, die ohnehin reich an Fisch sein sollte, mit Fischöl zu ergänzen. Damit stehen Sie hinsichtlich der Omega-3-Fettsäuren auf der sicheren Seite. Omega-3 gehört zu den edlen Rittern unter den Fettsäuren. Es hält nicht nur unsere Blutgefässe frei von Ablagerungen, sondern ist ein zuverlässiger Entzündungshemmer, der so auch unser Antlitz vor Mitesser und Eiterpickel bewahren kann.
Hilfe von der Wissenschaft
In schweren Fällen raten Dermatologen nicht selten zu den folgenden Präparaten:
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