11. März 2011
In den USA sind fünf Jungen der lebende Beweis für einen großen medizinischen Fortschritt. Den Kindern konnten Harnhören eingepflanzt werden, die nicht von einem Spender stammten, sondern künstlich im Labor erzeugt wurden. Dies gelingt zum ersten Mal in der Geschichte der Medizin.
Forscher haben dafür eine künstliche Harnröhre entwickelt, die vor der OP mit den Zellen des Patienten besiedelt wird. Die körpereigenen Zellen verwachsen innerhalb einer Woche mit dem Implantat und aus dem Implantat wird eine menschliche Harnröhre. Die gezüchtete Ersatzharnröhre war dann je nach Größe des Kindes zwischen vier und sechs Zentimeter lang und wurde unter Narkose implantiert.
Da sie Zellen der Patienten enthielten, kam es zu keiner Abstoßreaktion. Die Eingriffe liegen inzwischen zwischen vier und sieben Jahren zurück und die Patienten sind wohl auf, daher kann man nun von einem Erfolg sprechen.
Wie erfolgreich die neue Therapieform für die Allgemeinheit wird, ist aber noch nicht klar. Experten geben zu bedenken, dass der Kostenaufwand für Züchtung und Einpflanzung enorm ist.
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