2. Februar 2012
Unsere Hormone spielen eine enorm wichtige Rolle bei allen Prozessen, die im Organismus ablaufen. Schon kleine Veränderungen im Hormonhaushalt können sich schnell bemerkbar machen. In diesem Artikel zeigen wir, welche Rolle die Sexualhormone speziell im Alter spielen.
Die natürlichen Alterungsprozesse machen auch vor den Sexualhormonen nicht halt: Sind diese beispielsweise zur Pubertät in voller Blüte, nehmen sie im höheren Lebensalter zunehmend ab. Dabei ist das Zusammenspiel der einzelnen Hormone äußerst komplex. Wir beschränken uns hier daher auf die wichtigsten Sexualhormone - das Östrogen bei der Frau und das Testosteron beim Mann.
Die Zuordnung ist übrigens auch nur teilweise richtig, denn beide Sexualhormone kommen in deutlich niedrigerer Konzentration auch beim jeweils anderen Geschlecht vor.
Beide Sexualhormone gelten als regelrechter "Jungbrunnen". Eine optimale Konzentration sorgt dafür, dass wir uns frisch und fit fühlen, die Haut straff und fest wirkt und auch die sexuelle Lust stimmt.
Die Abnahme der Hormonkonzentration im Alter bemerken Betroffene sehr schnell: Plötzlich nimmt die Libido ab, häufig ist man sexuell deutlich weniger aktiv. Hinzu kann eine allgemeine Müdigkeit und Antriebslosigkeit bis hin zur Lethargie kommen.
Auch im äußeren Erscheinungsbild macht sich der schwindende Hormonspiegel bemerkbar: Fahle, trockene Haut oder auch eine Gewichtszunahme können Hinweise auf verminderte Sexualhormone im Blut sein.
Umgekehrt kann ein Hormonmangel übrigens auch das Gegenteil bewirken: Erhöhte Reizbarkeit und Aggressivität, die bei Frauen typischen Hitzewallungen oder Herzklopfen sind mögliche Folgen der hormonellen Umstellung.
Der Zeitpunkt für diese Umstellung und somit eine Verminderung des Sexualhormonspiegels wird etwa um das 50. Lebensjahr herum vermutet. Abhängig von individuellen Faktoren kann die Menopause (bei der Frau) bzw. die Andropause (beim Mann) jedoch auch früher oder später eintreten.
Um dieser ganz natürlichen Umstellung zu begegnen, gibt es einige Möglichkeit: Eine erhöhte körperliche Aktivität bringt den Körper wieder auf Trab und schützt vor Müdigkeit, eine ausgewogene Ernährung kann ebenfalls einen wertvollen Beitrag zum Wohlbefinden leisten. Darüber hinaus helfen Gespräche mit guten Freunden, bei gesundheitlichen Problemen mit einem Arzt des Vertrauens. Dieser kann unter Umständen auch eine Hormontherapie verschreiben, einige Präparate sind darüber hinaus auch rezeptfrei erhältlich.
Grundsätzlich jedoch ist Vorsicht geboten, da der Hormonhaushalt vom Körper reguliert wird - und eine Verminderung mit zunehmendem Lebensalter ganz natürlich ist. Bis man sich an die Umstellung gewöhnt hat, wird daher meist ein wenig Zeit vergehen.
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