26. Januar 2005
Schmerzforscher müssen sich von der bisher gängigen Vorstellung verabschieden, dass es ein einziges „Schmerzzentrum“ im Gehirn gibt, berichtet die Gesundheitszeitschrift Apotheken Umschau.
Mit modernen Methoden ist es möglich geworden, aktive Bezirke im Gehirn sichtbar zu machen. Dabei kam heraus, dass an dem Gesamt-Sinneseindruck Schmerz das ganze Hirn beteiligt ist. Ängste, Erwartungen und Bewertungen, die im Vorderhirn, im Zwischenhirn und dem lymbischen System entstehen, beeinflussen die Schmerzwahrnehmung. Die neuen Forschungen belegen auch: Die Aktivierungsspuren im Gehirn sind bei einem realen, Schmerz auslösenden Hitzereiz und beim Phantomschmerz gleich. Schmerz entsteht also praktisch nur im Gehirn, folgern die Forscher.
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