Das Gehirn kann von einigen Erkrankungen in Mitleidenschaft gezogen werden. Dazu gehören Gehirnerschütterungen, Hirnhautentzündungen und Gehirntumore.
Eine häufiger auftretende Verletzung des Gehirns ist die Gehirnerschütterung. Gehirnerschütterungen werden zumeist durch Unfälle oder Stürze verursacht, bei denen der Kopf einen Schlag bekommt. Dabei können die Gehirnfunktionen kurzzeitig gestört werden, eine Schädigung der Gehirnstruktur tritt jedoch nicht ein.
Schwerwiegender als Gehirnerschütterungen sind Prellungen, Quetschungen und Blutungen des Gehirns, die sogar lebensgefährliche Folgen haben können.
Neben diesen Verletzungen kann das Gehirn auch von schweren Krankheiten betroffen werden.
Eine davon ist die Hirnhautentzündung (Meningitis), bei der es zu einer bakteriellen oder viralen Entzündung der Hirn- und Rückenmarkhäute kommt. Zu den Symptomen gehören Kopfschmerzen, hohes Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Nackensteife sowie Lärm- und Lichtempfindlichkeit.
Eine bakterielle Hirnhautentzündung ist lebensgefährlich und muss stets mit Antibiotika behandelt werden.
Eine weitere schwere Erkrankung des Gehirns ist die Gehirnentzündung (Enzephalitis). Dabei handelt es sich um eine Infektion, die durch Viren, Bakterien, Pilze oder Protozoen hervorgerufen wird. Neben Fieber, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit kann es auch zu Sehstörungen, Lähmungen, Krämpfen und Bewussteinsverlust kommen.
Als Gehirnschlag oder Gehirninfarkt bezeichnet man den Schlaganfall. Dieser tritt als Folge einer plötzlichen Durchblutungsstörung im Gehirn auf. Da die empfindlichen Nervenzellen des Gehirns dadurch zu wenig Nährstoffe und Sauerstoff erhalten, sterben sie ab. In den meisten Fällen wird ein Schlaganfall durch einen Gefäßverschluss, die Verschleppung von Blutgerinnseln in die Gehirngefäße oder durch Hirnblutungen verursacht.
Die wohl gefährlichste Erkrankung des Gehirns ist ein Gehirntumor. Dieser kann sowohl gutartig als auch bösartig sein. Da das Gehirn in einen knöchernen Schädel eingebettet ist und deshalb keine Ausweichmöglichkeiten hat, können jedoch auch gutartige Tumore das Gehirn stark in Mitleidenschaft ziehen und lebensbedrohlich werden.
Als Therapie wird in der Regel eine Operation vorgenommen, die auch mit Bestrahlungen oder einer Chemotherapie kombiniert werden kann.
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