Hochintensives Training ist gut für das Gedächtnis

Sportler trainieren mit HIT nicht nur ihren Körper, sondern auch ihr Gehirn

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  • von Paradisi-Redaktion
Blaue 3-D-Grafik des Kopfes und Gehirns eines Mannes (Seitenansicht), Gehirnaktivität rot-leuchtend hervorgehoben

Die Gedächtnisleistung ist nicht nur eine Frage des Alters, sondern kann sich auch innerhalb einer Altersgruppe erheblich unterscheiden. Die individuellen Faktoren werden noch erforscht. Eine aktuelle Studie hat sich der Frage gewidmet, ob durch hochintensives Training bei jungen Erwachsenen die Leistung des Gedächtnisses gesteigert werden kann. Die deutliche Antwort: Ja, sie kann.

In der Sportwissenschaft wird das hochintensive Training auch mit HIT (High Intensity Training) abgekürzt. Gemeint ist eine Trainingseinheit, die kürzer als 30 Minuten dauert, durch intensive Bewegung den Kreislauf jedoch besonders stark anregt. Daher wird auch die Fettverbrennung angeregt, der Muskelaufbau gefördert und die Insulinsensitivität verbessert. Zu diesen positiven Eigenschaften gesellt sich nun offenbar auch noch die Steigerung der kognitiven Fähigkeiten.

Studie zum Einfluss von HIT auf die Gehirnleistung

In der Studie wurden 95 gesunde Männer und Frauen betreut. Während eine Gruppe zur Kontrolle für sechs Wochen keinerlei Sport treiben sollte, wurden die anderen in zwei Sportgruppen aufgeteilt:

  • Sie absolvierten entweder reines HIT zu je 20 Minuten oder
  • kombinierten das HIT mit kognitivem Training.

Um individuelle Vergleichswerte zu erhalten, wurde bei jedem vor und nach den sechs Wochen ein Gedächtnistest durchgeführt.

Ergebnis

Es wurde deutlich, dass beide Sportgruppen durch das Training besser als die Kontrollgruppe wurden. Es verbesserte sich vor allem die sogenannte "high-interference memory". Damit meinen Hirnforscher die Fähigkeit, Dinge mit relativ ähnlichem Inhalt dennoch beim Erinnern voneinander zu unterscheiden.

Interessant waren auch die Blutwerte der Probanden, die vor Studienbeginn und nach Abschluss untersucht wurden. Gegenüber der Kontrollgruppe zeigten die sportlich Aktiven einen Anstieg des Wachstumsfaktors BDNF. Dabei handelt es sich um einen Wachstumsfaktor, der im Gehirn produziert wird. Ein hoher BDNF-Spiegel könnte ein Hinweis darauf sein, dass durch den Sport das Gehirn insgesamt aktiver wird.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Anatomy of male active brain © pankajstock123 - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - News vom

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