12. Mai 2010
Bei den Austauschvorgängen, mit denen die Fruchtwassermenge erhalten wird, besteht die Gefahr von Komplikationen. Dabei kann es zu einem Oligohydramnion oder einem Polyhydramnion kommen.
Während der komplizierten Austauschvorgänge, durch die die erforderliche Menge an Fruchtwasser aufrechterhalten wird, kann es zu einem Oligohydramnion oder einem Polyhydramnion kommen. Als Oligohydramnion bezeichnet man einen Mangel an Fruchtwasser. Die Flüssigkeitsmenge beträgt dann weniger als 500 Milliliter. Mögliche Ursachen für einen Fruchtwassermangel können eine Plazentainsuffizienz (Schwäche des Mutterkuchens), Fehlbildungen des Kindes oder eine Terminüberschreitung sein. Mithilfe einer Amnioinfusion ist es möglich, fehlende Mengen an Fruchtwasser wieder aufzufüllen. Drohen dem Kind durch den Mangel jedoch Schäden, kann es erforderlich sein, eine vorzeitige Geburt einzuleiten.
Bei einem Polyhydramnion kommt es zu einer pathologischen Vermehrung des Fruchtwassers. Dieses Problem tritt bei etwa ein bis drei Prozent aller Schwangerschaften auf. Mögliche Ursachen können Diabetes mellitus bei der Mutter oder Fehlbildungen des Kindes sein. Für den Fall, dass sich ein Polyhydramnion nicht von selbst zurückbildet, kann eine Fruchtwasserentlastungspunktion vorgenommen werden, bei der die Fruchtblase mit einer Hohlnadel punktiert wird, um die überschüssige Flüssigkeit abzulassen.
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