12. Mai 2010
In manchen Fällen kann es zu einem vorzeitigen Blasensprung kommen. Dieser wird häufig durch einen Riss in der Fruchtblase ausgelöst.
Normalerweise öffnet sich die Fruchtblase während der Eröffnungsphase des Geburtsvorgangs. In manchen Fällen kommt es aber auch zu einem vorzeitigen Blasensprung aufgrund eines Risses in der Amnionhöhle. Je nach Schwangerschaftswoche, kann ein frühzeitiger Blasensprung ein Risiko für die Schwangerschaft bedeuten, z.B. durch eine Infektion der Gebärmutter. Unter Umständen besteht auch die Gefahr einer Früh- oder Fehlgeburt.
Eine Erkrankung der Fruchtblase ist Chorioamnionitis. Dabei kommt es sowohl zu einer Entzündung der Fruchtblase als auch der Plazenta (Mutterkuchen) und der Eihäute. Verursacht wird eine Chorioamnionitis zumeist durch aufsteigende Scheideninfektionen. Auch hier besteht das Risiko einer Frühgeburt oder von schweren Infektionen des gesamten Körpers.
Probleme können auch durch das Fruchtwasser entstehen. So kann es zu einem Mangel an Fruchtwasser kommen, was man als Oligohydramnion bezeichnet oder zu einem Überschuss an Fruchtwasser (Polyhydramnion). In den meisten Fällen lässt sich das Fruchtwasser durch eine Amnioinfusion wieder auffüllen. Wenn jedoch die Gefahr besteht, dass das Kind durch den Fruchtwassermangel Schäden erleidet, kann unter Umständen die Einleitung einer Frühgeburt notwendig werden. Ein Überschuss an Fruchtwasser ist oftmals ein Hinweis auf mögliche Fehlbildungen des Kindes oder auf Erkrankungen der Mutter, wie z.B. Diabetes mellitus. Mithilfe einer Fruchtwasserentlastungspunktion kann die überschüssige Amnionflüssigkeit abgelassen werden.
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