12. Mai 2010
Während der Embryonalgenese kann es zu schwerwiegenden Schädigungen des Embryos kommen. Dabei besteht auch die Gefahr eines Spontanaborts (Fehlgeburt).
Im Verlauf der Embryogenese besteht das Risiko, dass es zu Missbildungen des Embryos kommt. Auslösende Faktoren können Infektionskrankheiten, bestimmte Arzneistoffe, Giftstoffe wie Alkohol oder ionisierende Strahlung sein. Oftmals kommt es dadurch zu Spontanaborten (Fehlgeburten).
Als Fehlgeburt (Abort) wird ein totgeborenes Baby mit einem Gewicht von weniger als 500 Gramm bezeichnet. Dabei spricht man von einer frühen Fehlgeburt, wenn der Abort bis zur 12. Schwangerschaftswoche eintritt und einer späten Fehlgeburt, wenn sie bis zur 25. Schwangerschaftswoche erfolgt. Als Ursachen für eine Fehlgeburt kommen neben Infektionen oder Giftstoffen auch genetische Defekte des Embryos, Hormonstörungen der Mutter, Fehlbildungen der Gebärmutter, genetische Störungen des Vaters, Missbildungen des Spermas oder Blutgruppenunverträglichkeiten in Frage. In der Hälfte aller Fälle spielen fehlerhafte Fruchtanlagen eine Rolle. Oftmals kann es sich bei der Fehlgeburt um eine sinnvolle Reaktion des Körpers handeln, damit ein fehlgebildeter Embryo nicht weiter wächst. Mit der Dauer der Schwangerschaft sinkt jedoch das Risiko eine Fehlgeburt zu erleiden.
Ein Spontanabort kann auch durch eine Eileiterschwangerschaft ausgelöst werden. Dabei nistet sich die befruchtete Eizelle im Eileiter, anstatt in der Gebärmutter ein, sodass sich dort der Embryo bildet. Im Eileiter kann der Embryo jedoch nicht mit lebenswichtigen Nährstoffen versorgt werden, sodass es in den meisten Fällen zu einem Tubarabort kommt. Nachdem der Embryo abgestorben ist, wird er in die Bauchhöhle weitergeleitet, wo er schließlich resorbiert wird. In manchen Fällen kann es jedoch durch das Wachsen des Embryos im Eileiter zu einem lebensgefährlichen Eileiterriss kommen, sodass eine Notoperation durchgeführt werden muss.
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