22. April 2010
Schafft es eine Eizelle nicht, die Eileiter zu durchwandern, kann es zu einer Eileiterschwangerschaft kommen. Dabei nistet sich die Eizelle in der Schleimhaut des Eileiters ein.
In der Regel durchwandert eine befruchtete Eizelle den Eileiter in einem Zeitraum von drei bis fünf Tagen und gelangt dann in die Gebärmutter (Uterus), um sich dort einzunisten.
Gelingt es der Eizelle nicht, z.B. aufgrund von Verklebungen der Eileiter, das Hohlorgan zu durchqueren und bleibt dort stecken, kann es zu einer Eileiterschwangerschaft (Extrauteringravidität) kommen. Dabei wächst der Embryo in der Schleimhaut des Eileiters weiter. Dort kann der Embryo jedoch nicht mit lebenswichtigen Nährstoffen versorgt werden. In den meisten Fällen kommt es daher zu einem Tubarabort, einem natürlichen Schwangerschaftsabbruch, bei dem der Embryo nach zwei Wochen abstirbt. Danach wird er in die Bauchhöhle abgestoßen und dort resorbiert. Geschieht dies jedoch nicht, besteht die Gefahr, dass der Eileiter zerreißt und dabei lebensbedrohliche innere Blutungen verursacht. In diesem Fall muss umgehend eine Notoperation vorgenommen werden. Eine Eileiterschwangerschaft lässt sich nur schwer erkennen. Mögliche Hinweise können Schmierblutungen, einseitige Unterleibsschmerzen oder plötzlich eintretende Bauchschmerzen sein.
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