22. April 2010
Die Eierstöcke können von verschiedenen Erkrankungen betroffen werden. Dazu gehören die Eierstockentzündung (Oophoritis) und Eierstockkrebs.
Die weiblichen Eierstöcke können von verschiedenen Erkrankungen und Funktionsstörungen in Mitleidenschaft gezogen werden. Eine häufiger auftretende Krankheit ist die Oophoritis (Entzündung der Eierstöcke). Diese wird oftmals durch eine Scheideninfektion ausgelöst, durch die Keime in die Eierstöcke aufsteigen und zu einer Entzündung führen. Ist neben den Eierstöcken auch der Eileiter betroffen, bezeichnet man dies als Adnexitis. Zu den typischen Beschwerden gehören starke Schmerzen im Unterbauch und Fieber.
Eine Funktionsstörung der Eierstöcke bezeichnet man als Ovarialinsuffizienz. Dabei sind die Eierstöcke nicht mehr in der Lage, ihren Aufgaben nachzugehen. So kommt es u.a. zu Unregelmäßigkeiten bei der Menstruation, die auch völlig ausbleiben kann. Sogar Unfruchtbarkeit ist im Bereich des Möglichen.
Die Eierstöcke können auch von der Entstehung von Zysten betroffen werden. Diese führen zu unterschiedlichen Beschwerden, wie z.B. Unterleibschmerzen, Zyklusstörungen, schmerzhafte Regelblutungen, Verstopfung, Gewichtszunahme und Probleme beim Wasserlassen. Als mögliche Ursachen kommen vor allem Hormonstörungen in Frage. Frauen, die die Antibabypille nehmen, sind jedoch nur selten von Eierstock-Zysten betroffen, da die Eierstöcke durch die Pille sozusagen ruhig gestellt werden.
Die gefährlichste Erkrankung der Eierstöcke ist das Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs), an dem in Deutschland jährlich ca. 9000 Frauen erkranken. Damit ist Eierstockkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane. Die genauen Ursachen sind nach wie vor ungeklärt. Es werden aber vor allem hormonelle Gründe vermutet. So wird das Risiko an einem Ovarialkarzinom zu erkranken, durch die Einnahme der Antibabypille und Schwangerschaften um bis zu 60 Prozent gesenkt. Aber auch familiäre Veranlagungen können eine Rolle spielen. Da die Symptome wie Unterleibschmerzen sowie Blasen- und Darmbeschwerden, nur unspezifisch sind, wird das Ovarialkarzinom meist erst spät erkannt. Als Behandlung muss in der Regel ein radikaler operativer Eingriff durchgeführt werden, bei dem man die Eierstöcke zusammen mit der Gebärmutter und dem Eileiter entfernt. Doch auch danach ist die Prognose schlecht. So versterben innerhalb von fünf Jahren mehr als die Hälfe aller Erkrankten.
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