22. April 2010
Ebenso wie der Dickdarm, kann auch der Dünndarm von verschiedenen Krankheiten betroffen werden. Dazu gehören vor allem Morbus Crohn und das Zwölffingerdarmgeschwür.
Eine der häufigsten Erkrankungen des Dünndarms ist das so genannte Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni). Dabei kommt es zur Bildung eines Geschwürs im Zwölffingerdarm. Zwölffingerdarmgeschwüre treten sogar häufiger auf als Magengeschwüre und kommen vor allem bei Männern im jüngeren und mittleren Lebensalter vor. Ausgelöst werden kann das Geschwür durch das Bakterium Heliobacter pylori. Aber auch Durchblutungsstörungen der Darmwand, die dauerhafte Einnahme von bestimmten Medikamenten und psychosomatische Faktoren können eine Rolle spielen. Zu den typischen Symptomen gehören Bauchschmerzen, Völlegefühl, unregelmäßiger Stuhlgang sowie Übelkeit und Erbrechen.
Eine weitere Dünndarmkrankheit ist Morbus Crohn. Dabei handelt es sich um eine chronisch-granulomatöse Entzündung, die auch im Dickdarm und anderen Bereichen des Verdauungstraktes auftreten kann. Bei rund 30 Prozent der Patienten ist der Krummdarm von Morbus Crohn betroffen. Zu den Beschwerden gehören Durchfall und Schmerzen im rechten Oberbauch.
Die wohl gefährlichste Erkrankung des Dünndarms ist Dünndarmkrebs, bei dem es zur Entstehung von bösartigen Zellen im Dünndarm kommt. Diese Krebsart tritt jedoch nur sehr selten auf. Dabei kann es durch den Tumor zu einem lebensgefährlichen Darmverschluss kommen. Hinweise auf die Krankheit können Blut im Stuhl, lang anhaltende Schmerzen in der Mitte des Bauches und Gewichtsabnahme sein. Als Therapie wird in der Regel eine Operation durchgeführt.
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