22. April 2010
Der Dickdarm kann von zahlreichen Beschwerden und Krankheiten betroffen werden. Diese reichen von harmlosen Blähungen bis zum lebensbedrohlichen Dickdarmkrebs.
Der menschliche Dickdarm kann von einer ganzen Reihe von Beschwerden und Erkrankungen in Mitleidenschaft gezogen werden. Nicht bedrohlich, aber unangenehm ist das so genannte Reizdarmsyndrom (RDS). Typische Symptome eines Reizdarms sind Blähungen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Völlegefühl sowie Verstopfung und Durchfall, die sich auch miteinander abwechseln können. Die genauen Ursachen eines Reizdarmsyndroms konnten bis heute nicht hinreichend geklärt werden.
Eine häufiger vorkommende Erkrankung ist die Appendizitis. Dabei entzündet sich der Wurmfortsatz des Blinddarms. Diese Erkrankung wird oftmals als Blinddarmentzündung bezeichnet, was aber medizinisch nicht korrekt ist. Kommt es zu einer akuten Appendizitis, ist zumeist eine operative Entfernung des Wurmfortsatzes erforderlich.
Eine weitere Erkrankung ist Morbus Crohn, das zur Gruppe der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen gehört und bei der sich sämtliche Schichten der Darmwand entzünden. Dabei kommt es, ähnlich wie bei einer Entzündung des Blinddarm-Wurmfortsatzes, zu starken Bauchschmerzen im rechten Unterbauch. Weitere Symptome können chronischer Durchfall, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme sowie die Bildung von Fisteln im Analbereich sein. Ebenso wie der Dickdarm, kann auch der Dünndarm von Morbus Crohn betroffen werden. Eine andere entzündliche Darmerkrankung ist Colitis ulcerosa (chronische Dickdarmentzündung), bei der es zu blutigem Durchfall kommt.
Auch von pilzförmigen Geschwulsten kann der Dickdarm befallen werden. Diese werden Polypen genannt und erreichen eine unterschiedliche Größe von ein paar Millimetern bis zu mehreren Zentimetern. Da die Polypen zunächst gutartig sind, verursachen sie keine Beschwerden. Größere Polypen können jedoch im weiteren Verlauf zu bösartigen Tumoren entarten.
Die gefährlichste Erkrankung des Dickdarms ist Darmkrebs (Kolorektales Karzinom). Dabei kommt es zu bösartigen Schleimhautwucherungen im Dickdarm oder Mastdarm. Vor allem ältere Menschen erkranken an dieser tückischen und lebensbedrohlichen Krankheit. Zu den Risikofaktoren gehören Darmpolypen, Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, Übergewicht, Bewegungsmangel sowie dauerhafter Alkohol- und Nikotinkonsum. Auch eine einseitige Ernährung kann eine Rolle spielen.
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