22. April 2010
Als Dickdarm (Intestinum crassum) bezeichnet man den abschließenden Teil des Verdauungstraktes. Durch ihn werden den Nahrungsresten Mineralstoffe und Flüssigkeit entzogen.
Der Dickdarm (Intestinum crassum) ist Bestandteil des Darms. Er hat eine Länge von etwa 1,5 Metern und eine Dicke von ca. 6 Zentimetern. Der Dickdarm bildet den Anschluss an den Dünndarm und verläuft bis zum Mastdarm und Analkanal.
Unterteilt wird der Dickdarm in mehrere Abschnitte. Dies sind der Grimmdarm (Colon oder Kolon), der seinerseits in Colon ascendens, Colon transversum (Querdarm), Colon descendens und Colon sigmoideum unterteilt wird, der Mastdarm (Rektum) sowie der Blinddarm (Caecum) mit seinem Wurmfortsatz (Appendix vermiformis).
Die Schleimhautschicht des Dickdarms verfügt über zahlreiche Zellen, die für die Herstellung des Schleims sorgen. Auf diese Weise erhält der Stuhl seine Gleitfähigkeit und lässt sich in den meisten Fällen problemlos ausscheiden. Im Unterschied zum Dünndarm hat der Dickdarm keine Zotten. Besiedelt wird der Dickdarm von zahlreichen nützlichen Mikroorganismen, die man als Darmflora bezeichnet.
Zu den Aufgaben des Dickdarms gehört die Rückresorption von Wasser sowie die Eindickung des Stuhls. Das heißt, er entzieht den Nahrungsresten die Flüssigkeit und sorgt für eine Umformung des Stuhls, der dann zum Mastdarm weitertransportiert wird. Dort findet keine weitere Verdauung mehr statt. Der Mastdarm speichert den Stuhl, wodurch dieser in der Regel nur einmal am Tag entleert werden muss. Eine weitere wichtige Funktion des Dickdarms ist die Abwehr von schädlichen Bakterien und Krankheiten.
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