2. März 2009
Auch Kopfarbeit macht müde. Weshalb das so ist, scheinen nun Wissenschaftler der Uni im walisischen Bangor herausgefunden zu haben. Für ihre Studie ließen sie 16 Probanden zu einem Test antreten.
Dieser bestand zunächst aus einem 1,5 Stunden dauernden Ansehen einer Dokumentation und einer folgenden Trainingseinheit auf dem Fahrradergometer. Beim zweiten Versuch hingegen mussten die Probanden einen 90 Minuten dauernden anspruchsvollen Gedächtnis- und Reaktionstest absolvieren, um danach wieder das Ergometer zu besteigen.
Ergebnis: Bei dem zweiten Test fühlten sich die Probanden wesentlich müder und beanspruchter als bei dem vorherigen Test. Allerdings ist hier wohl weder das Herz-Kreislauf-System noch die Muskeln dafür verantwortlich, sondern das Gehirn. So könnte eine der Schlüsselpositionen der Gyrus cinguli aus dem Limbischen System einnehmen.
Dieses System lässt unter anderem kognitive Prozesse und Emotionen zusammenführen. Die bisherigen Erkenntnisse sollen demzufolge beispielsweise zur Unterstützung für Patienten mit einem chronischen Erschöpfungszustand eingesetzt werden können, da sich dieser Zustand unter Umständen mit Botenstoffen verringert werden könnte.
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