Chromosomen

Stränge aus DNA, die das Erbgut jedes Menschen enthalten

Die Chromosomen entstehen durch die geordnete Zusammenlagerung der Erbanlagen im Zellkern. Während der Zellteilung sind Chromosomen sichtbare, längliche oder V-förmige Körperchen.

Forscherin schnibbelt mit einer Schere an einem blauen DNA-Modell
gen schere 1 © Gernot Krautberger - www.fotolia.de

Außer den roten Blutkörperchen enthält jede Zelle des menschlichen Körpers einen Zellkern. In dem Zellkern befinden sich die fadenförmigen Chromosomen in unterschiedlichen Längen. Chromosomen bestehen aus der so genannten DNS, der Desoxyribonukleinsäure.

Anzahl und Arten von Chromosomen

Der gesunde Mensch hat 46 Chromosomen, 22 Paare davon sind miteinander identisch, das 23. Paar kann verschieden sein. Das 23. Paar nennt man auch die Geschlechtschromosomen, weil sie das Geschlecht des Menschen bestimmen. Ein Mann hat ein X- und ein Y-Chromosom, eine Frau hat zwei X-Chromosomen.

Zu den unterschiedlichen Arten von Chromosomen gehören neben den Geschlechtschromosomen außerdem

Funktion

Die Chromosomen tragen das Erbgut, das jeder Mensch von seinen Eltern bekommen hat. Hier sind

gespeichert.

Erkrankungen

Kommt nur ein Chromosom mehr im Körper vor, als es die Norm ist, kann dies schwerwiegende gesundheitliche Störungen zur Folge haben. Eine dieser Krankheiten ist das Down-Syndrom, bei dem die Betroffenen 47 Chromosomen haben.

Fehlt außer den Geschlechtschromosomen nur ein Chromosom, ist der Mensch nicht lebensfähig. Fehlt ein Geschlechtschromosom, führt dies zu Fehlbildungen der Geschlechtsorgane.

Je älter eine Frau zum Zeitpunkt der Schwangerschaft ist, desto höher ist die Gefahr, zum Beispiel ein Kind mit Trisomie 21 (Down-Syndrom) auszutragen.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen zu Chromosomen

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