Empfindliche Brustwarzen

Ursachen und Linderung

Ein leichtes Jucken, sichtbare Rötungen und die Neigung zu Schmerzen sind die Anzeichen sensibler Brustwarzen. Zumeist sind Frauen von diesem Leiden betroffen, je nach Ursache können sich aber auch bei Männern die Symptome einstellen. Ratsam ist es, die Signale des Körpers zunächst zu beobachten und bei längerer Dauer einen Arzt zu konsultieren. Lesen Sie mehr zu den Ursachen und der Linderung.

Britta Josten
Von Britta Josten

Erste Anzeichen einer Krankheit?

Im Regelfall wird

  • das Jucken und Stechen
  • das Absondern von Sekreten oder
  • die Neigung zu leichten Schmerzen

nur vorübergehender Natur sein. Die Gründe dafür gestalten sich vielfältig und werden nachfolgend umrissen. Dennoch dürfen diese Merkmale nicht allzu leicht abgetan werden, immerhin können sie auch auf ebenso ernste wie langwierige Krankheiten hindeuten.

So könnten etwa während und nach einer Schwangerschaft Entzündungen der Brust aufgetreten sein. Selbst der Brustkrebs ist in diesen Fällen nicht ausgeschlossen. Halten die Entzündungen also über einige Tage hinweg an, ohne dass sich eine Besserung einstellt, sollte umgehend der Facharzt aufgesucht werden, um die Ursachen und die möglichen Wege der Genesung zu erörtern.

Auf die Symptome achten

Zur Abklärung, ob es sich um temporäre Leiden oder ernste Auslöser handelt, sollte die oder der Betroffene zunächst den allgemeinen Gesundheitszustand betrachten. Eine Krankheit zeichnet sich neben

  • dem Stechen
  • dem Jucken oder
  • der Rotfärbung der Brustwarzen

zumeist durch weitere Merkmale aus.

  • Müdigkeit
  • stärker werdende Schmerzen im gesamten Bereich der Brust und des Oberbauchs oder auch
  • das Fieber

deuten auf tiefere gesundheitliche Beschwerden hin. Ebenso ist zu schauen, ob die Symptome lediglich bei einer Brust oder bei beiden auftreten - im letztgenannten Falle hat sich meist eine Gewebsflüssigkeit in dem Organ angestaut.

Das mag zunächst unangenehm sein, klingt stets aber von alleine wieder ab. Eine Gefahr wäre hier also nicht zu erwarten.

  • Nahaufnahme Brustwarze einer weiblichen Brust, im Hintergrund Bein und Hand

    © matteo NATALE - www.fotolia.de

  • Frau tastet ihre Brust seitlich ab

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  • Frau beim Abtasten ihrer linken Brust

    © Forgiss - www.fotolia.de

Besonders in jungen Jahren betroffen

Das vorgenannte Beispiel des Gewebswassers tritt vornehmlich bei Damen im Alter von 15 bis 25 Jahren auf und gilt dort als relativ normale Begleiterscheinung des körperlichen Reifeprozesses. Überhaupt ist in dieser jugendlichen Lebensphase vermehrt mit einem Auftreten sensibler Brustwarzen zu rechnen. So kann das Material des Büstenhalters eventuell unverträgliche Zusätze enthalten und ein Jucken der Haut hervorrufen.

Auch die Entwicklung der Milchdrüsen im Rahmen einer Schwangerschaft führt durchaus zu körperlichen Auffälligkeiten. Es ist daher zunächst einmal zu hinterfragen, ob die Symptome nicht altersbedingt oder verhaltensabhängig auftreten und eine Besserung bereits durch kleine Veränderungen im Alltag herbeigeführt werden kann.

Typische Ursachen der Schmerzen

Aber auch in den älteren Lebensjahren können die Merkmale einer sensiblen Brust erkennbar sein. Das geschieht nicht selten in den Tagen vor der Menstruation und gilt als Begleitumstand derselben. Aber auch die Wahl der Bekleidung oder der Körperpflege kommt eine wichtige Bedeutung zu.

Wer häufiger Sport treibt und dabei synthetische Oberteile trägt, ist häufiger von juckenden und entzündeten Brustwarzen betroffen. Hier reagiert der Körperschweiß mit den künstlichen Fasern des Textils. Bekannt ist ebenso, dass ein ausgiebiger Aufenthalt im Chlorwasser des Schwimmbads ähnliche Symptome hervorrufen kann.

Ihnen allen gleich ist jedoch, dass sie nur wenige Stunden nach Beseitigung der Ursache bereits abklingen. Schwellungen lassen nach, Schmerzen werden gemildert und austretende Sekrete reduzieren sich.

Alle Ursachen ausschließen

Natürlich kann es neben den genannten Gründen immer auch zu Nachwirkungen einer Schwangerschaft kommen, in denen sich die Brustwarzen als sehr empfindlich erweisen. Wichtig ist es somit, bereits selbst alle denkbaren Einflüsse für die Schmerzen, Rötungen und austretenden Flüssigkeiten zu erkennen und nachfolgend zu meiden.

Gelingt das nicht oder erscheinen die Symptome spontan ohne sichtbaren Anlass, sollte umgehend ein Mediziner verständigt werden. So ließe sich in diesem Stadium im Ernstfall ein Geschwür vermutlich noch problemlos heilen, wogegen es Wochen oder Monate später zu einer ernsthaften Gefahr herangewachsen ist. Aber auch bei lange anhaltenden Beschwerden ist der Rat des Arztes unumgänglich, um Allergien, körperliche Krankheiten oder sogar das mentale Befinden zu überprüfen.

Selbstbehandlung

Je nachdem, welche Ursachen den empfindlichen Brustwarzen zugrunde liegen, kann man auch selbst etwas tun, um die Beschwerden zu lindern. Handelt es sich um zyklusbedingte Schmerzen, können bestimmte Hausmittel helfen. Zu den empfohlenen Wirkstoffen zählen

die man in Form von Kräutersalben aufträgt. Bei der Kleidungswahl sollten raue Stoffe vermieden werden. Bei Frauen mit prämenstruellem Syndrom kann mitunter Wärme oder aber Kälte hilfreich sein - man sollte hierbei einfach ausprobieren, ob beispielweise ein Kirschkernkissen oder eine kühlende Kompresse angenehmer ist.

Bei hormonellen Ungleichgewichten kann man die Hormontherapie durch eine fettarme Ernährung unterstützen. Liegen die Beschwerden während der Stillzeit vor, sollte man sich von der Hebamme eine gute Stilltechnik zeigen lassen.

Weitere Informationen zu Brustschmerzen erhalten Sie in unserem speziellen Artikel.

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