29. März 2010
Als Blutdruck oder Gefäßdruck bezeichnet man den Druck in den Blutgefäßen. Er dient zur Aufrechterhaltung der Blutzirkulation im Organismus.
Der Blutdruck, den man in der Medizin auch als Gefäßdruck bezeichnet, ist der Druck, der in den Blutgefäßen sowie im Herzen vorherrscht. Der Druck entsteht durch den Herzschlag sowie den Bluttransport in Herz und Gefäßen. Er ist wichtig, damit die Blutzirkulation im Körper aufrechterhalten und dadurch der Organismus mit Sauerstoff versorgt werden kann. Das Blut muss stets ausreichend zirkulieren, damit der Körper genügend Sauerstoff erhält. Durch einen ausgeglichenen Blutdruck kann dies sichergestellt werden.
Gemessen wird der Blutdruck in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) oder Kilopascal (kPa). Dabei gilt ein Wert von 120/80 mmHg als idealer Blutdruckwert. Abhängig ist der Blutdruck vom Gefäßtonus (aktive Spannung der Blutgefäße), der Gefäßwand-Elastizität sowie dem so genannten Herzminutenvolumen oder Herzzeitvolumen (HZV).
Beim Blutdruck wird zwischen dem systolischen (oberen) Wert und dem diastolischen (unteren) Blutdruckwert unterschieden. Zieht sich das Herz zusammen und presst dabei Blut aus der linken Hauptkammer, kommt es zu einer Übertragung des sich bildenden Drucks auf die Aorta (Hauptschlagader) sowie die weiteren Arteriolen und Arterien. Dieser Druck, der den ersten Wert der Blutdruckmessung darstellt, wird systolischer Druck genannt. Nachdem das Herz wieder erschlafft ist, kommt es zu einem Nachlassen des Drucks in den Blutgefäßen, was man als diastolischen Druck bezeichnet, der sich im zweiten Wert der Messung des Blutdrucks widerspiegelt. Ein weiterer Wert ist der Mitteldruck, der den Mittelwert zwischen systolischem Druck und diastolischem Druck bildet und als Maß für die Qualität der Durchblutung der Organe gilt.
Die Regulation des Blutdrucks erfolgt durch die Blutdruckzentren, die sich im Zwischenhirn befinden, das Rückenmark und das verlängerte Mark (Medulla oblongata). Daneben beeinflussen auch zahlreiche Hormone wie z.B. Adrenalin, Histamin, Insulin oder die Schilddrüsenhormone die Blutdruckzentren. Daher können sich Störungen im Hormonhaushalt wie beispielsweise eine Schilddrüsenüber- oder Unterfunktion auf den Blutdruck auswirken. Eine weitere Beeinflussung des Blutdrucks ist durch den Salzhaushalt möglich. Durch eine hohe Konzentration von Salz wird das Blutvolumen im Blut erhöht, was ein stärkeres Schlagen des Herzens zur Folge hat. Aufgrund eines dauerhaften hohen Verbrauchs von Kochsalz kann es zu einem ständig erhöhten Blutdruck kommen.
In der Regel hängt der Blutdruck von der Ernährung, dem Körpergewicht und dem Lebensalter ab. So erhöht sich mit dem Alter normalerweise auch der Blutdruck. Darüber hinaus kann es durch alltägliche Situationen wie z.B. physischen und psychischen Belastungen oder einen hohen Kaffeekonsum zu Schwankungen des Blutdrucks kommen, die jedoch bald wieder nachlassen und kein Grund zur Besorgnis sind. Im Falle von länger anhaltenden Blutdruckschwankungen sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden, damit die genaue Ursache festgestellt werden kann.
Um den Blutdruck zu messen, wird ein spezieller Blutdruckapparat benutzt. Leicht zu bedienende Geräte gibt es auch für den Hausgebrauch. Durch die Höhe des Blutdrucks kann der untersuchende Arzt bestimmte Krankheiten feststellen.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
09.05.12 | |
![]() | BLUTDRUCK |
15.04.12 | |
![]() | BLUTDRUCK |
06.04.12 | |
![]() | BLUTDRUCK |
31.03.12 | |
![]() | BLUTDRUCK |
20.03.12 | |
![]() | BLUTDRUCK |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Blutdruck Forum

