Der Blutdruck - Sorgt dafür, dass das Blut fließt und die Organe ausreichend versorgt werden

Arzt - Blutdruckmessung am Handgelenk

Als Blutdruck oder Gefäßdruck bezeichnet man den Druck in den Blutgefäßen; er dient zur Aufrechterhaltung der Blutzirkulation im Organismus

Der Blutdruck ist der Druck, den das Blut auf die Gefäße ausübt. Ohne Blutdruck könnte unser Blut nicht fließen und unsere Organe könnten somit nicht richtig versorgt werden.

Funktion

Wenn man von Blutdruck spricht, meint man in aller Regel den arteriellen Blutdruck, das heißt den Druck, der in unseren Arterien zu finden ist. Es gibt aber natürlich auch einen zentralvenösen Blutdruck, also der Druck, der in unseren Venen herrscht.

Dabei handelt es sich um die Kraft pro Fläche, die zwischen dem Blut und den Wänden der Blutgefäße wie

  • Arterien
  • Venen oder
  • Kapillaren

entsteht. Der Blutdruck, den man in der Medizin auch als Gefäßdruck bezeichnet, ist der Druck, der in den Blutgefäßen sowie im Herzen vorherrscht. Der Druck entsteht durch den Herzschlag sowie den Bluttransport in Herz und Gefäßen.

Er ist wichtig, damit die Blutzirkulation im Körper aufrechterhalten und dadurch der Organismus mit Sauerstoff versorgt werden kann. Das Blut muss stets ausreichend zirkulieren, damit der Körper genügend Sauerstoff erhält. Durch einen ausgeglichenen Blutdruck kann dies sichergestellt werden.

Werte und Riskofaktoren – Hinweise rund um den Blutdruck

Arzt misst den Blutdruck am linken Arm eines Patienten, blaue Manschette
Blood pressure measuring. © Kurhan - www.fotolia.de

Damit sich der Körper an bestimmte Situationen anpassen kann, wie zum Beispiel bei Bewegung, körperlicher Arbeit oder Stress, kommt dem Blutdruck eine wichtige Aufgabe zu. Er steigt an, um Herz und Muskeln stärker zu durchbluten und somit mit Sauerstoff zu versorgen. Bei Entspannung sinkt der Blutdruck dann wieder. Schwankungen der Werte sind also ganz normal, doch einige Menschen leiden unter Bluthochdruck oder auch unter einem zu niedrigeren Wert.

Systolischer und diastolischer Wert

Der durchschnittliche Blutdruckwert beträgt bei einem gesunden Menschen 120/80 mmHG (Millimeter Quecksilbersäule); dabei spielen systolischer und diastolischer Druck eine Rolle. Der erste Wert beschreibt die Auswurfphase, das heißt die linke Herzkammer zieht sich zusammen und pumpt das Blut in die Aorta. Von der rechten Herzkammer aus gelangt das Blut in die Lunge. Der diastolische Wert hingegen beschreibt die Entspannungsphase des Herzens. Die Kammern werden erweitert, sodass neues Blut hineinfließen kann.

Ein leichter Bluthochdruck besteht, wenn der systolische Wert stetig zwischen 140 und 159 mmHG und/oder der diastolische Wert zwischen 90 bis 99 mmHg liegt. Bei einem schweren Bluthochdruck liegen die beschriebenen Werte bei mindestens 180 bzw. 110 mmHg. Gesteuert wird der Blutdruck unter anderem vom Nervensystem – der Parasympathikus erhöht den Blutdruck, der Sympathikus senkt ihn wieder. Risikofaktor Bluthochdruck und niedriger Blutdruck.

Bei Menschen, die unter Bluthochdruck leiden, besteht die Gefahr, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erleiden. Wenn die linke Herzkammer stetig unter Druck arbeiten muss, kann es zu Herzinsuffizienz kommen. Auch Gefäßverkalkungen können die Folge sein, was wiederum das Risiko eines Schlaganfalls oder Herzinfarktes erhöht. Auch Erkrankungen der Nieren und Augen sind auf lange Sicht hin im Bereich des Möglichen. Bei einem niedrigen Blutdruck kommt es zwar nicht zu so schwerwiegenden Erkrankungen, allerdings sind Betroffene häufig sehr müde und leiden zudem unter Kreislaufbeschwerden.

Auch im hohen Alter auf den richtigen Blutdruck achten

Ein zu hoher oder zu niedriger Blutdruck kann das Sterberisiko erhöhen

Zwei Hände einer Ärztin checkt oder überprüft den Blutdruck am rechten Arm einer Frau in Praxis
checking blood pressure © amridesign - www.fotolia.de

Laut einer amerikanischen Studie, an der über 180.000 ehemalige Militärangehörige teilnahmen, führt auch eine Blutdrucksenkung bei Älteren zu einer Verringerung der Sterberate und somit einer Verlängerung der Lebenserwartung.

Erhöhte Sterberate bei Bluthochdruck

Innerhalb der Langzeitstudie, die über acht Jahre ging, starben knapp ein Viertel (24,8 Prozent), wobei die Verstorbenen, die einen Blutdruck mit systolischen Werten zwischen 130 und 139 mmHg hatte, den kleinsten Anteil mit 16,7 Prozent ausmachten. Die Sterberate bei den Menschen, die unter Bluthochdruck litten, lag bei der Gruppe mit Werten zwischen 140 bis 149 mmHg bei 17 Prozent, bei der Gruppe mit Werten über 150 mmHg sogar bei 40 Prozent.

Aber auch ein zu niedriger Blutdruck unter 130 mmHg erhöht das Sterberisiko. Bei dem diastolischen Druck sollten die Werte zwischen 70 und 79 mmHg liegen, was optimal wäre.

Beim Blutdruck handelt es sich um die Kraft, die das Blut auf die Gefäßwände der Arterien und Venen ausübt, so entsteht der systolische Druck, wenn das Herz das Blut in die Adern pumpt, der diastolische Druck wenn das Blut zurück fließt und sich die Herzkammern wieder auffüllen. Bluthochdruck ist ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall.

Jeder Monat ein Tag - Blutdrucksenkung bringt Lebenszeit

Arzt misst den Blutdruck am linken Arm eines Patienten in blauem Karohemd
Doctor checking patient blood pressure. © Kurhan - www.fotolia.de

Hoher Blutdruck, in Fachkreisen auch Hypertonie genannt, zieht zahlreiche Risiken nach sich und sollte deshalb rechtzeitig behandelt werden. Wie eine angemessene Therapie bare Lebenszeit schenken kann, haben US-amerikanische Forscher jetzt nachgewiesen.

In einer aufwändigen Studie mit dem Projektnamen SHEP (Systolic hypertension in the Elderly Program) errechneten US-amerikanische Forscher jetzt, wie viele Tage Lebenszeit ein ärztlich optimal eingestellter Blutdruck tatsächlich bringen kann. Dabei griff die Forschergruppe auf eine bereits in den 80er Jahren veröffentlichte Studie zurück, deren Teilnehmer teils bereits verstorben sind. Dabei war neben dem Todeszeitpunkt auch die jeweilige Ursache sowie die Behandlungsform vermerkt.

Anhand einer komplizierten Berechnungsmethode wurde dann geprüft, wie viel Lebenszeit eine therapeutisch eingestellte Blutdrucksenkung verspricht. Das Ergebnis: Für jeden Monat optimaler Blutdrucksenkung kann mit einem zusätzlichen Tag Lebenszeit im Gegensatz zu Vergleichspersonen mit unbehandeltem Bluthochdruck gerechnet werden. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Therapie ohne Unterbrechung durchgeführt wird.

Funktionsweise des Blutdrucks

Die Einheit, in der der Blutdruck angegeben wird, ist mmHg (Millimeter Quecksilbersäule). Beim Blutdruck wird zwischen dem systolischen (oberen) Wert und dem diastolischen (unteren) Blutdruckwert unterschieden.

  • der systolische (der oberste und erste Wert) und
  • der diastolische Wert (der untere bzw. zweite Wert).

Systolischer Blutdruck

Zieht sich das Herz zusammen und presst dabei Blut aus der linken Hauptkammer, kommt es zu einer Übertragung des sich bildenden Drucks auf die Aorta (Hauptschlagader) sowie die weiteren Arteriolen und Arterien. Dieser Druck, der den ersten Wert der Blutdruckmessung darstellt, wird systolischer Druck genannt.

Pumpt das Herz das Blut durch den Organismus, führt dies nicht zu einem gleichförmigen Strom, wie beispielsweise bei einem Wasserhahn. Stattdessen läuft der Pumpvorgang wellenförmig ab.

Zieht sich die linke Herzkammer zusammen, hat dies zur Folge, dass das Blut stoßartig in die Aorta (Hauptschlagader) gepumpt wird. Dadurch steigt wiederum der Blutdruck in den Blutgefäßen für kurze Zeit an.

Den maximalen Druck, der dabei entsteht, bezeichnet man als systolischen oder oberen Blutdruckwert. Der Begriff "Systole" stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt "Zusammenziehen".

In der Medizin gebraucht man die Bezeichnung Systole zum Beschreiben der Pumpphase, in der es zum Zusammenziehen des Herzens und zum Auswerfen des Blutes kommt. Anstrengung oder Stress können dazu führen, dass der systolische Druck ansteigt.

Diastolischer Blutdruck

Hat sich die linke Herzkammer beim Pumpen zusammengezogen, muss sie erst wieder mit Blut gefüllt werden, bevor der nächste Pumpstoß erfolgt. Inzwischen kann sich die Herzkammer entspannen.

Während dieser Phase wird kein weiteres Blut in die Aorta gepumpt, was dazu führt, dass der Druck in den Blutgefäßen allmählich abnimmt, bevor der nächste Blutstoß aus dem Herzen erfolgt. Den niedrigsten Druck, der dabei entsteht, bezeichnet man als diastolischen Blutdruck oder unteren Wert.

So bedeutet der griechische Begriff Diastole "Ausdehnung". Liegt der Blutdruck bei 120/80 mm Hg, pulsiert der Druck permanent in Wellenform zwischen 120 und 80 mm Hg. Durch Ablagerungen in den Blutgefäßen, wie bei Arterienverkalkung, kann es zu einem Anstieg des diastolischen arteriellen Drucks kommen.

Ein weiterer Wert ist der Mitteldruck, der den Mittelwert zwischen systolischem Druck und diastolischem Druck bildet und als Maß für die Qualität der Durchblutung der Organe gilt. Als optimaler Wert gilt 120/80.

Blutdruckschwankungen

Doch natürlich ist der Blutdruck in unserem Körper nicht überall gleich. So ist durch den hydrostatischen Druck, besonders im Stehen, unser Blutdruck in den Beinen wesentlich höher. Zudem passt sich der Blutdruck beim Lagewechsel an.

Wenn wir liegen und dann aufstehen, versackt ein Teil unseres Blutes kurzfristig in den Beinen. Das merken Sie zum Beispiel daran, wenn Ihnen beim schnellen Aufstehen schwindelig wird.

Mithilfe des Blutdrucks wird auch die Blutverteilung im Körper geregelt, denn nicht der ganze Körper ist zu jeder Zeit komplett durchblutet. Wäre dies der Fall, bräuchten wir mehr als 20l Blut. Wenn Organe einen erhöhten Durchblutungsbedarf haben, werden die Blutgefäße weit, im gegenteiligen Fall eng gestellt.

Natürlich schwankt unser Blutdruck auch je nach körperlicher Aktivität. Bei Anstrengung schlägt unser Herz schneller und befördert somit mehr Blut. Folglich steigt der Blutdruck.

Das Orthostase-Problem: Neue Therapie gegen den schwankenden Blutdruck

Wirkstoff Droxidopa hilft bei Positionswechsel-Schwindel

Arzt misst den Blutdruck am linken Arm eines Patienten in blauem Karohemd, hört ihn außerdem am Arm ab
Doctor checking patient blood pressure. © Kurhan - www.fotolia.de

Viele Menschen haben noch nie vom "Orthostase-Problem" gehört und leiden dennoch daran. Der Begriff selbst ist nicht so bekannt wie die Symptome an sich: Beim Wechsel aus einer liegenden oder sitzenden Position zum Stehen wird einem plötzlich schwindlig und/oder schwarz vor Augen. Der Zustand hält meist nur wenige Sekunden an und danach ist alles vollkommen normal.

Abfall des Blutdruckes bei Positionswechsel

Was für den Betroffenen natürlich sehr beunruhigend ist, hat eine einfache biologische Erklärung. Beim Orthostase-Problem kommt es kurzzeitig zu einem Abfall des Blutdruckes. Der Körper kann den plötzlichen Positionswechsel nur mit einer kurzen Verzögerung bearbeiten und der Blutdruck geht in den Keller. Man spricht daher auch von der "orthostatischen Hypotension", denn "orthostatisch" heißt nichts anderes als "aufrecht" und Hypotension ist der niedrige Blutdruck.

Wirkstoff Droxidopa in Studie wirksam

In einer Studie wurde nun eine wirksame Therapie gegen die Beschwerden vorgestellt. Dabei kam der Wirkstoff "Droxidopa" zum Einsatz. Die Therapie ist in Japan schon seit 1989 offiziell zugelassen; die USA haben nach der erfolgreichen Studie jetzt ebenfalls grünes Licht gegeben.

Die Forscher hatten mit 236 Menschen gearbeitet, die regelmäßig das Orthostase-Problem erlebten. Alle erhielten drei mal am Tag den Wirkstoff zunächst in einer minimalen Dosis. Danach steigerte man die Vergabe, bis sich Ergebnisse zeigten. Die Grenze von 600 mg am Tag wurde dabei nie überschritten.

62 Prozent der Probanden blieben ohne Nebenwirkungen

Von weiteren Versuchen wurden alle ausgeschlossen, bei denen Nebenwirkungen oder Blutdruckspitzen auftraten. Am Ende blieben 162 Personen übrig; das entspricht 62 Prozent. Von dieser Gruppe erhielt nun die Hälfte weiterhin den Wirkstoff und die übrigen Patienten ein Placebo.

Via Fragebogen wurden anschließend die Werte auf der OHQ-Skala gemessen. Diese gibt an, wie es um die orthostatische Hypotension steht, wobei eine niedrige Punktzahl für wenig Beschwerden steht. Die Behandelten sanken dabei durch den Wirkstoff um 1,8 Punkte, die Übrigen nur um 0,9 Punkte.

Ständige Blutdruckschwankungen können auf einen drohenden Schlaganfall hinweisen

Grafische Darstellung eines Schlaganfalls/Hirnschlags mit vergrößerter Ansicht des Blutgerinnsels, mit Beschriftung
Schlaganfall. Blutgerinnsel. Hirnschlag © Henrie - www.fotolia.de

Wie amerikanische Forscher feststellten, können ständige Blutdruckschwankung ein erhöhtes Risiko für einen drohenden Schlaganfall sein, was besonders für ältere Frauen nach der Menopause zutrifft.

Bei den Untersuchungen haben die Forscher neben dem Blutdruck auch andere Risikofaktoren berücksichtigt, so unter anderem auch Medikamente, wie beispielsweise Blutdrucksenker und auch Hormonpräparate.

Besonders betroffen waren Frauen, die einen niedrigen mittleren Blutdruckwert (systolisch unter 120 mmHg) hatten.

Bei der Studie wurden die Daten von etwa 58.000 Frauen in der Altersgruppe zwischen 50 und 79 Jahren ausgewertet. Als Fazit gilt festzuhalten, dass bei den größten Blutdruckschwankungen auch das Risiko für einen Schlaganfall am höchsten ist.

Gut geheizte Räume senken Schlaganfallsrisiko

Nahaufnahme Thermostat einer Heizung, mittlere Wärmestufe, grauer Hintergrund
heizkosten 2 © emmi - www.fotolia.de

Japanische Forscher um Dr. Keigo Saeki aus Nara haben jetzt ein interessantes Phänomen herausgefunden: Wer es warm hat, lebt länger. Jedenfalls bezogen auf den Blutdruck. Denn der Blutdruck sinkt in gut beheizten Räumen.

Grundlage der Forschung war die Überlegung, weshalb die Sterberate im Winter um ein Viertel ansteigt. Bisher machte man Atemwegserkrankungen dafür verantwortlich. In Ländern mit milden Wintern ist die Sterberate allerdings höher als dort wo die Winter traditionell kälter sind. Darum vermuteten die japanischen Forscher, dass die Einwohner kalter Länder in gut geheizten Wohnungen leben, während in südlicheren Ländern weniger geheizt wird und die Wohnungen schlecht isoliert sind.

Tatsächlich fanden die Forscher beim Test mit Probanden heraus, dass eine um zehn Grad erhöhte Raumtemperatur den systolischen Blutdruckwert um 5,8mmHg senkt. Außerdem stellten die Forscher fest, dass in einem kalten Raum der Blutdruck morgens stark ansteigt, was sie als kritisch ansehen, da die Zunahme um 10 mmHg das Schlaganfallrisiko um rund die Hälfte ansteigen lässt.

Bei älteren Blutdruckpatienten steigt der Blutdruck stärker an als bei Gesunden. Die optimale Schlafzimmertemperatur liegt nach Ansicht der Forscher bei 24 Grad, da dabei das Schlaganfallsrisiko um ein Viertel gesenkt werden könnte.

Schwankende Werte des Blutdrucks können auf Demenzrisiko hindeuten

Ansicht von oben: Alter Mann sitzt allein auf Holzbank auf Kopfsteinpflaster
Einsamkeit © Ademoeller - www.fotolia.de

Der Puls und der Blutdruck eines jeden Menschen ist diversen Schwankungen unterworfen. Wer gerade ruhig daliegt, der hat natürlich andere Werte als ein Sportler auf dem Trainingsplatz. Auch im Laufe des Lebens ändern sich die durchschnittlichen Werte, was mit dem Erwachsenwerden und dem langsamen Abbau des Körpers zu tun hat.

Allerdings sollten die Werte in einer Lebensphase bei wiederholten Messungen im Ruhezustand annähernd gleich sein. Gibt es auch hier starke Schwankungen, ist das durchaus ein Grund zur Sorge. Eine aktuelle Studie hat herausgefunden, dass große Abweichungen der Einzelmessungen auf ein erhöhtes Risiko für Alzheimer hindeuten.

Wie kommt dies? Es gibt diverse Faktoren, die die individuelle Gefahr in die Höhe schnellen lassen und dazu zählt auch die Gesundheit der Gefäße. Wer an Arteriosklerose leidet, dessen Risiko ist erhöht. Der Blutdruck kann durch die Verkalkung unterschiedliche Werte in der Ruhephase haben und daher kann man durch regelmäßiges Messen auch die Demenzgefahr einschätzen.

Genau dies hat die aktuelle Studie getan. Man hatte mit den Daten von 5.4561 Senioren gearbeitet, die zwischen 70 und 82 Jahre alt waren. Es handelte sich dabei um älterer Studienergebnisse zu deren Blutdruckmedikamenten. Die Daten ließen sich jedoch hervorragend unter dem neuem Gesichtspunkt auswerten. Jene Patienten, die immer wieder starke Schwankungen im Blutdruck erlebt hatten, schnitten bei späteren Gedächtnisübungen durchgehend schlechter ab.

Auch kognitive Tests wie das Lesen von Wörtern, die eine Farbe beschreiben, jedoch in einer anderen geschrieben sind, fielen ihnen auffallend schwerer. Ein Kernspintomographie am Ende der Studie hatte gezeigt, dass die Patienten mit starken Schwankungen am häufigsten Arteriosklerose entwickelt hatten. Der Zusammenhang liegt damit klar auf der Hand.

Regulationsmechanismen

Eine optimale Regulation des Blutdrucks ist für unseren Körper von immenser Wichtigkeit. Ein zu hoher Blutdruck kann Organe wie zum Beispiel

schädigen. Ein zu niedriger Blutdruck führt zu einer Nähr- und Sauerstoffunterversorgung der Gehirne. Im schlimmsten Fall kann es sogar zum tödlichen Schock kommen.

Um so etwas zu verhindern, haben wir an bestimmten Stellen unseres Gefäßsystems (z.B. im Aortenbogen oder in der Halsschlagader) druckempfindliche Rezeptoren, die die Dehnung der Gefäßwand messen und so jede Veränderung der Druckverhältnisse wahrnehmen und entsprechende Impulse zum Gehirn senden.

Die Regulation des Blutdrucks erfolgt durch die Blutdruckzentren, die sich im Zwischenhirn befinden: das Rückenmark und das verlängerte Mark (Medulla oblongata). Daneben beeinflussen auch zahlreiche Hormone die Blutdruckzentren, wie z.B.:

Einflussfaktoren

Bei zu niedrigem Blutdruck ziehen sich die Gefäße zusammen und die Schlagfrequenz des Herzens steigt. Infolge dessen steigt der Blutdruck.

Diese Druckregulation ist jedoch eher kurzfristig angelegt. Eine langfristige Blutdruckregulation erfolgt über den Renin-Angiotensin-Aldosteron-Mechanismus, eine komplexe Verkettung von verschiedenen Enzymen und Hormonen.

Die Blutdruckhöhe ist zudem abhängig vom Blutvolumen. Wenn wir viel Blut verlieren, (z.B. durch einen Unfall) sinkt auch der Blutdruck.

Auch der Widerstand und der Zustand der Gefäße beeinflussen den Blutdruck. So kann Arteriosklerose zu Bluthochdruck führen.

Eine Beeinflussung des Blutdrucks ist zudem durch den Salzhaushalt möglich. Durch eine hohe Konzentration von Salz wird das Blutvolumen im Blut erhöht, was ein stärkeres Schlagen des Herzens zur Folge hat. Aufgrund eines dauerhaften hohen Verbrauchs von Kochsalz kann es zu einem ständig erhöhten Blutdruck kommen.

In der Regel hängt der Blutdruck von der Ernährung, dem Körpergewicht und dem Lebensalter ab. So erhöht sich mit dem Alter normalerweise auch der Blutdruck. Darüber hinaus kann es durch alltägliche Situationen wie z.B. physischen und psychischen Belastungen oder einen hohen Kaffeekonsum zu Schwankungen des Blutdrucks kommen, die jedoch bald wieder nachlassen und kein Grund zur Besorgnis sind.

Im Falle von länger anhaltenden Blutdruckschwankungen sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden, damit die genaue Ursache festgestellt werden kann.

Blutdruck ist am Montag am höchsten

Blutdruckmessung mit einem Blutdruckmessgerät mit großem Ziffernblatt
Blutdruck messen © Kzenon - www.fotolia.de

Bei einer Studie stellten japanische Wissenschaftler von der Universität Women’s Medical in Tokio fest, dass der Blutdruck am Montagmorgen am höchsten ist.

Man maß über eine Woche die Blutdruckwerte von 175 Männern und Frauen rund um die Uhr. Das Ergebnis könnte eine Erklärung dafür sein, dass montags das Herzinfarktrisiko um 20 Prozent höher liegt als an anderen Tagen. Der Studienleiter Dr. Shuogo Murakami macht dafür den Wechsel vom geruhsamen Wochenende auf den stressigen Wochenanfang verantwortlich.

Wenn es kälter wird, so steigt bei älteren Menschen der Blutdruck

Ältere Mensche haben im Winter hohen Blutdruck - Keine Regulation in warmen Räumen wie bei Jüngeren

Senioren - Frau mit Brille und grauem Hut neben einem Mann mit weißem Schnurrbart
Senior couple © Marcin Kempski - www.fotolia.de

Wissenschaftler aus Frankreich haben zwei Jahre lang regelmäßig den Blutdruck bei fast 9.000 Teilnehmern, die alle älter als 65 Jahre waren, kontrolliert. Als Ergebnis stellten sie fest, dass beim Blutdruck der systolische Wert in der kalten Jahreszeit, also bei Außentemperaturen unter 8 Grad, durchschnittlich um 8 mmHG höher als in den anderen Jahreszeiten lag.

Bei den älteren Teilnehmern, über 80 Jahre, lag der Unterschied sogar bei 14 mmHg. Bei den jüngeren Menschen steigt zwar auch der Blutdruck, wenn man in die Kälte kommt, geht aber danach wieder in den Normalzustand zurück. Bei den Teilnehmern an der Studie wurde aber die Messung jeweils morgens in ihrer eigenen Wohnung gemacht, so dass sie nicht in der Kälte waren.

Wie auch ein Professor in Homburg sagt, muss somit bei älteren Menschen eine Störung des Baroreflex vorliegen, der ähnlich wie ein Thermostat arbeitet und starke Blutdruckschwankungen verhindert. Bei Brustschmerzen oder wenn neurologische Symptome auftreten, sollte immer ein Arzt gerufen werden.

Feinstaub wirkt sich messbar auf den Blutdruck aus

Nahaufnahme Blutdruck Messgerät auf weißem Hintergrund
blood pressure instrument © Leah-Anne Thompson - www.fotolia.de

Forscher haben in einem Modellversuch nachgewiesen, dass zwischen einer hohen Feinstaubbelastung und hohem Blutdruck ein Zusammenhang besteht. Die Wissenschaftler am Institut für medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie, das zur Uni Duisburg-Essen gehört, berichten, dass Bewohner von Städten mit hohen Feinstaubraten öfter an Blutdruckerhöhungen leiden als Landbewohner.

Fußend auf die Schadstoff-Messdaten aus den Städten Essen, Bochum und Mühlheim wurden 4814 Bewohner dieser Gebiete gesundheitlich durchgecheckt. Die Probanden waren zwischen 45 und 75 Jahre alt und bereits zuvor auf andere Risikofaktoren wie Diabetes, Gewicht oder Rauchgewohnheiten untersucht worden. So konnte ausgeschlossen werden, dass ein anderer Faktor zu dem Bluthochdruck führte, als die Umweltbelastung.

Ergebnis: Bei einer Zunahme des Feinstaubgehalts um 2,4 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, steigt der Blutdruck um etwa zwei Millimeter Quecksilbersäule. "Unsere Ergebnisse dürften erklären, warum Menschen, die in Umgebungen leben, die stärker von Feinstaub belastet sind, ein höheres Risiko tragen, an Herz-Kreislauf-Krankheiten zu erkranken und zu sterben", erklärt Studienleiterin Barbara Hoffmann.

Blutdruck wird auch von der Leber reguliert

3D Grafik menschliche Organe, Leber in rot markiert
menschliche anatomie mit hervorgehobener leber © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Professor Jens Jordan von der Medzinischen Hochschule Hannover (MHH) erklärt, dass man im Klinikalltag Menschen, die drohen in Ohnmacht zu fallen, Wasser trinken lässt. Dadurch steigt der Blutdruck und der Medikamentengebrauch sinkt durch die Anwendung dieses altbekannten Hausmittels.

Jetzt hat man wissenschaftlich im Tierversuch mit Mäusen herausgefunden, warum das so ist. Gemeinsam mit Forschern des Berliner Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin stellte Professor Jordan fest, dass es in der Leber von Mäusen bestimmte Nervenzellen gibt, die aktiv auf Wasserzufuhr reagieren. Damit ist klar geworden, dass der Blutdruck auch von der Leber aus reguliert wird.

Herz und Kreislauf gesund – Bildung schützt

Mehr Geld in Bildung investieren, um gesünder zu leben - Studie verdeutlicht Zusammenhang

Nahaufnahme Reihe von jungen Studenten, lächelnd
Young study group © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Menschen mit guter Bildung sind schlanker, rauchen und trinken weniger und haben einen niedrigeren Blutdruck. In der Online-Zeitschrift "BMC Public Health" machten Wissenschaftler der Browns University diese Ergebnisse publik. Grundlage der Resultate bot die "Framingham Offspring Study", an der in den Jahren von 1971 bis 2001 insgesamt 4.000 Personen teilgenommen hatten.

Geringerer BMI, weniger Alkohol und Zigaretten

Es wurden dabei nicht nur die Krankengeschichten vermerkt, sondern auch die Ausbildung. Besonderen Wert legten die Forscher auf die Rate derjenigen, die sich eine koronare Herzkrankheit zuzogen.

Die Quintessenz der Studie bewies zum einen, dass Männer, die über mindestens 17 Jahre hinweg lernten, einen geringeren Body-Mass-Index (BMI) hatten. Zum andern rauchten und tranken sie weniger als Gleichaltrige mit niedrigerem Bildungsniveau.

Bei Frauen war das Ergebnis noch deutlicher. Mit jedem Schritt auf der Bildungsleiter verringerte sich das Risiko, hohen Blutdruck zu entwickeln.

Die Wissenschaftler haben eine Vermutung über die Zusammenhänge von Bildung und Herzgesundheit. Es ist bekannt, dass Frauen mit schlechter Ausbildung häufig ärmer sind. Dazu gibt es unter ihnen viele alleinerziehende Mütter. Auch ist eine depressive Erkrankung häufiger.

Grundsätzlich ist es auch im Sinne der Gesundheit sinnvoll, mehr Geld in eine gute und weitreichende Bildung fließen zu lassen, da damit die Kosten für das Gesundheitssystem abnehmen.

Es gibt vier Lebensphasen, in denen der Blutdruck steigen kann

Älterer Herr mit Brille sitzt hinter einem Blutdruckmessgerät, das einen hohen Blutdruck von 199/99 anzeigt
zu hoher blutdruck © Picture-Factory - www.fotolia.de

Andrew Wills arbeitet als Mediziner am University College in London. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "PLoS Medicine" hat er eine Studie veröffentlicht, die er gemeinsam mit einem Wissenschaftlerteam erstellt hat.

Insgesamt wurden die Blutdruckdaten von 30372 Menschen im Alter zwischen 7 und 80 Jahren ausgewertet. Es zeigte sich, dass es vier Lebensphasen gibt, in denen der Blutdruck ansteigen kann. In der Jugend kann er stark ansteigen, im jungen Erwachsenenalter weniger stark, dann noch in den 40ern und im späten Erwachsenenalter. Warum es gerade diese Lebensalter sind, möchten die Wissenschaftler noch weiter erforschen. Im Moment vermuten sie Ernährungsumstellungen als Ursache.

In ihrer Studie konnten sie auch bestätigen, dass es einen Zusammenhang zwischen einem hohen Body-Mass-Index (BMI) und einem hohen Blutdruck gibt. Aus ihren Daten ist schließlich ersichtlich, dass Frauen bis zum jungen Erwachsenenalter durchschnittlich einen niedrigeren Blutdruck haben als Männer. In späteren Lebensphasen passt sich der weibliche Blutdruck dem männlichen jedoch an.

Studie – Salzgenuss aktiviert gleiche Hirnregionen wie Drogen

Übermäßiger und zu geringer Salzkosum führen zu körperlichen Beschwerden

Seesalz in Leinensack
Sea salt in a burlap sack © Viktor - www.fotolia.de

Gegen die Lust auf Salz ist man geradezu machtlos. Das haben Wissenschaftler jüngst herausgefunden. Beim Verzehr von Salz werden genau die Hirnareale angeregt, die auch beim Drogenkonsum tätig sind. Was nach wie vor jedoch keineswegs geklärt werden konnte ist die Frage, ob Salz im Übermaß schädlich ist oder nicht.

Salz ist überlebenswichtig und gefährlich

Klar ist, dass man ohne Salz nicht überleben könnte. Der Körper braucht Salz. Unterschiedliche Ansichten gibt es jedoch, wenn es darum geht, ob Salz den Blutdruck in die Höhe treibt und das Herz-Kreislaufsystem schädigt. Zu dieser Thematik wurden unzählige Studien mit differenzierten Ergebnissen erstellt.

Bluthochdruck durch übermäßigen Salzkonsum

Einige der Untersuchungen haben ergeben, dass die Quote an hohem Blutdruck in den Ländern größer ist, in denen traditionell mehr Salz verspeist wird. Als Beispiel dient hier Finnland. Innerhalb von 30 Jahren konnte der Konsum von Salz um mehr als 30 Prozent gesenkt werden. Als Reaktion darauf senkte sich der durchschnittliche Blutdruckwert und die Zahl der Herztoten sank.

Zu geringer Salzkonsum führt zu körperlichen Beschwerden

Eine andere Studie ergab das genaue Gegenteil. Diese wissenschaftliche Arbeit fand heraus, dass ein moderater Salzgebrauch zu mehr Problemen mit dem Herzen und dem Kreislauf führe. Eine negative Auswirkung auf den Blutdruck, konnten diese Forscher nicht erkennen.

Fazit: Gut oder schlecht?

Je mehr Untersuchungen stattfinden, desto unübersichtlicher erscheinen die Ergebnisse hinsichtlich des Salzgebrauches. Fakt ist, dass ein gewisses Maß an Salz überlebenswichtig ist. Unsere Suche nach Salz scheinen wir quer durch die Evolution mitgenommen zu haben.

Was diese neue Arbeit über den genetischen Aspekt von Salz ganz sicher erreichen wird, ist eine neuen Sichtweise auf das Suchtproblem, das möglicherweise hinter einem reichlichen Salzkonsum stecken könnte.

Führen regelmäßige Blutspenden zu einem niedrigeren Blutdruck?

Volle Blutkonserve bei einer Blutspende - Aus einem Arm wird Blut abgezapft
Blutspende © bilderbox - www.fotolia.de

Laut einer Vorstudie könnte durch Blutspenden ein zu hoher Blutdruck gesenkt werden. Nun soll eine größere Studie an der Charité in Berlin diesbezüglich für Klarheit sorgen und dann könnte dies auch eine Therapie bei Bluthochdruck sein.

In der Vorstudie wurde bei den Teilnehmern, die unter Übergewicht mit Bluthochdruck und veränderten Blutfettwerten litten, regelmäßig im Abstand von einem Monat 300 Milliliter Blut abgenommen und nach sechs Wochen der Blutdruck gemessen. Im Durchschnitt sank dann der Blutdruck um 16 mmHg systolisch. Bei Patienten, die mit Medikamenten wie ACE-Hemmern oder Betablockern behandelt werden, sinkt der Blutdruck weniger.

Auch hatten sich die Blutfette durch die regelmäßige Blutabnahme verbessert. Warum dies so ist, ist noch unklar, doch könnte der Eisengehalt des Blutes dabei eine Rolle spielen, denn durch eine Blutabnahme wird dieser verringert. Bisher weiß man durch andere Studien, dass bei Blutspendern das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall geringer ist.

Wenn der Blutdruck durch Kaffee steigt, so liegt dies an den Genen

Nahaufnahme von junger Frau mit grüner Wollmütze und blauen Augen, die aus bordeauxfarbener Kaffeetasse trinkt
woman drinking © Jason Stitt - www.fotolia.de

Bei einer Studie wurden die Auswirkungen von Koffein im Kaffee auf den Blutdruck untersucht. Dabei stellte man fest, dass ein höherer Blutdruck durch Kaffee-Genuss genetisch bedingt ist.

Bei dieser Studie mussten 110 freiwillige gesunde Männer 40 Milliliter Kaffee ohne Koffein trinken. Die eine Gruppe erhielt aber zusätzlich pro Kilogramm Körpergewicht noch drei Milligramm Koffein. Dann wurde innerhalb von zwei Stunden alle sechs Minuten der Blutdruck gemessen und ein Bluttest durchgeführt.

Am nächsten Tag wurden die Tests wiederholt, aber die erste Gruppe erhielt dabei keinen Koffein, dafür die zweite Gruppe. Bei der jeweiligen Gruppe, die das Koffein erhielt stellte man nach zwei Stunden einen Anstieg bei Blutdruck fest, so einmal beim systolischen um 4 mmHg und beim diastolischen Blutdruck um 3 mmHg. Aber bei den Teilnehmern mit einer bestimmten Genvariante war der Blutdruck merkbar höher.

Hoher Blutdruck im Winter - in der kalten Jahreszeit vermehrt auf Werte achten

Nahaufnahme Blutdruck Messgerät auf weißem Hintergrund
blood pressure instrument © Leah-Anne Thompson - www.fotolia.de

Zu den Krankheiten, die vermehrt im Winter auftreten, zählen wir vor allem Erkältungen. Wie sich immer wieder zeigt, gehören aber auch Herz-Kreislauf-Beschwerden dazu, die teilweise durch einen zu hohen Blutdruck entstehen können - dieser kann nämlich in den Wintermonaten deutlich höher sein. Bluthochdruckpatienten sollten Empfehlungen der Deutschen Hochdruckliga nach daher besonders auf ihre Werte achten. Der optimale Wert sollte dabei mit dem behandelnden Arzt individuell abgestimmt werden.

Warum steigt der Blutdruck und was gilt es zu beachten?

Die Medizin ist sich nicht sicher, warum es in der kalten Jahreszeit vermehrt zum Anstieg des Blutdrucks kommt. Man geht jedoch davon aus, dass die Anzahl an Stickstoffmonoxiden im Blut geringer ist und es dadurch zur Verengung der Blutgefäße kommt. Bluthochdruck ist besonders für Menschen mit Diabetes gefährlich; sie haben ein höheres Risiko, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Schäden an Nieren und Augen zu erleiden.

Herz-Kreislauf-Patienten sollten unbedingt darauf achten, ihren Körper zu dieser Zeit nicht zu überlasten. Anstrengende Tätigkeiten wie beispielsweise Schneeschippen könnten durch die verengten Gefäße zu Kreislaufbeschwerden führen. In vielen Fällen kann auch gerade Sport gegen Bluthochdruck helfen, jedoch sollte dies unbedingt vorher ärztlich abgeklärt werden. Auch eine entsprechende Ernährungsumstellung mit wenig Salz kann vorbeugend wirken.

Blutdruckmessung bei Senioren - Höhere Werte im Alter zulässig

Ärztin misst Blutdruck bei älterem Mann
Sick patient having blood pressure taken by doctor © AVAVA - www.fotolia.de

Bei der Behandlung von arterieller Hypertonie wird generell ein Zielwert von unter 140/90 mmHg ausgegeben, doch bei Senioren über 80 Jahren kann dieser Wert auch 160 mmHg betragen.

Nun machen sich Forscher in den USA dafür stark, diese großzügige Interpretation der Blutdruckwerte auch auf die Gruppe der 65-80-jährigen zu übertragen, für die bislang noch die strengeren Richtlinien gelten. Allerdings wird diese Forderung unter amerikanischen Medizinern kontrovers diskutiert.

In Deutschland gelten bislang die europäischen Leitlinien wonach für diese Gruppe der Zielwert von unter 140/90 mmHg gilt. Allerdings haben die Ärzte hier Spielraum, denn bei Patienten, die schon vor dem 80. Lebensjahr gebrechlich werden, kann ein höherer Zielwert durchaus zulässig sein. Wichtiger als strikte Vorgaben nach dem kalendarischen Alter der Patienten ist hier nach Ansicht der Experten eine persönliche Einschätzung des Arztes.

Messung

Gemessen wird der Blutdruck in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) oder Kilopascal (kPa). Dabei gilt ein Wert von 120/80 mmHg als idealer Blutdruckwert. Abhängig ist der Blutdruck:

  1. vom Gefäßtonus (aktive Spannung der Blutgefäße)
  2. von der Gefäßwand-Elastizität
  3. vom so genannten Herzminutenvolumen oder Herzzeitvolumen (HZV)

Beschwerden und Erkrankungen des Blutdrucks

Typische Blutdruckprobleme sind Bluthochdruck (Hypertonie) und ein zu niedriger Blutdruck (Hypotonie).

Hypertonie

Ein zu hoher Blutdruck liegt vor, wenn der systolische Druck auf mehr als 140 mmHg und der diastolische Druck auf mehr als 90 mmHg ansteigt. Bluthochdruck gilt mittlerweile als Volkskrankheit. Bereits jeder zweite Erwachsene in Deutschland ist von Hypertonie betroffen.

Ein ständig erhöhter Blutdruck ist oftmals ein Anzeichen für schwerwiegende Erkrankungen wie z.B.:

Verursacht werden kann Bluthochdruck u.a. von bestimmten Risikofaktoren wie z.B.:

In der Regel kommt es bei Bluthochdruck anfangs kaum zu Beschwerden. Spätere typische Symptome sind:

Zur Behandlung von Bluthochdruck versucht man zumeist den Blutdruck durch allgemeine Maßnahmen zu senken, wie:

Bei einer sekundären Hypertonie müssen jedoch spezielle Blutdruckmittel verabreicht werden.

Bluthochdruck erhöht das Risiko einer Demenz-Erkrankung

Grafik menschlicher Kopf mit dunkler Verfärbung - Kopfschmerzen
Kopfschmezen © Matthias Geipel - www.fotolia.de

Wie amerikanische Forscher von der Universität in Pittsburgh bei einer Studie feststellten, an der etwa 1.400 Frauen über 65 Jahre teilnahmen, besteht bei Bluthochdruck ein höheres Risiko an einer Demenz im Alter zu erkranken.

Unter Bluthochdruck wird ein dauerhafter Wert von über 140 zu 90 mmHg verstanden. Bei dieser Studie, worüber auch das Apothekenmagazin "Apotheken Umschau" schreibt, haben die Wissenschaftler über einen Zeitraum von acht Jahren die Teilnehmer einerseits den Blutdruck kontrolliert und zusätzlich das Gehirn mittels einer Kernspintomographie untersucht. Dabei stellte man fest, dass bei den Frauen, die am Anfang der Studie einen zu hohen Blutdruck hatten, auch die Schäden im Gehirn deutlich höher lagen, als bei den anderen Teilnehmerinnen. Besonders traten die Gehirnschäden im Frontalhirn auf, wo sich auch die Steuerung der Persönlichkeit befindet.

Hoher Blutdruck bei Schwangeren wird durch die Schlafdauer hervorgerufen

Zu wenig und zu viel Schlaf während der Schwangerschaft kann Blutdruck erhöhen

Schwangere Frau liegt seitlich im Bett und schläft, linke Hand auf Bauch
Pregnant woman lying in bed sleeping © Monkey Business - www.fotolia.de

Wenn Frauen am Anfang einer Schwangerschaft zu wenig, aber auch zu lange schlafen, so wirkt sich dies am Ende der Schwangerschaft auf den Blutdruck aus, der dann erhöht sein kann.

Dies haben Wissenschaftler bei einer aktuellen Studie festgestellt, die auch im Fachmagazin "Sleep" veröffentlicht wurde. Bei der Studie, an der 1.271 gesunde Frauen, die schwanger waren, teilnahmen, litt keine am Anfang an einem zu hohen Blutdruck. Die Forscher befragten die Frauen nach ihren Schlafgewohnheiten, beziehungsweise nach der Schlafdauer. So gaben 20,5 Prozent neun Stunden an, was für Schwangere als "normal" zu bezeichnen ist.

Eine Schlafdauer von weniger als fünf Stunden erhöht Präeeklampsierisiko

Mehr als die Hälfte schliefen pro Nacht zwischen sieben bis acht Stunden, aber 13,7 Prozent brachten es nur auf maximal sechs Stunden. Langschläfer mit wenigstens 10 Stunden waren nur 10,6 Prozent. Bis zur Geburt des Kindes wurde dann bei allen Teilnehmerinnen regelmäßig der Blutdruck gemessen.

Danach erfolgte die Auswertung, so lag der Blutdruck bei den Frauen, die eine normale Schlafdauer zu Anfang der Schwangerschaft hatten, bei durchschnittlich 114 mm/Hg. Bei den Frauen, die zu wenig Schlaf hatten stieg der Blutdruck auf 118,05 und bei den Langschläferinnen sogar auf 118,9 mm/Hg. Auch beim diastolischen Wert, also dem unteren, konnte man einen Unterschied ausmachen.

Besonders fiel den Forschern auf, dass bei den Frauen, die weniger als fünf Stunden nur den erholsamen Schlaf fanden, das Risiko einer "Schwangerschaftsvergiftung", die man als Präeeklampsie bezeichnet, um fast das Zehnfache erhöht wird. Deshalb sollten Frauen am Anfang einer Schwangerschaft auf die richtige Schlafdauer achten.

Defektes Gen für Bluthochdruck verantwortlich

Blutdruckmessung
health check © Kimberly Reinick - www.fotolia.de

Forscher vom Max-Planck-Institut aus Bad Nauheim haben ein Gen entdeckt, dass für die Entstehung von Bluthochdruck verantwortlich ist. Ist dieses Gen defekt, werden die Nieren daran gehindert ausreichend Salz auszuscheiden, was zwangsläufig den Blutdruck ansteigen lässt. Für die Studien wurde dieses Gen bei Mäusen außer Kraft gesetzt. Infolge dessen stellte sich bei den Versuchstieren ein erhöhter Blutdruck ein.

Diese Ergebnisse könnten bei der Behandlung von Bluthochdruck-Patienten neue Ansätze liefern. Gelingt es bei Patienten, die unter einem solchen Gendefekt leiden, den Salzhaushalt wieder zu regulieren, müsste auch der Blutdruck wieder sinken.

Zu hoher Blutdruck sorgt für Gedächtnisprobleme

Klebezettel mit der Aufschrift "Herd aus?" hängt neben einem Herdknopf
Zettel mit Erinnerung bei Demenz und Alzheimer © Dan Race - www.fotolia.de

Wer unter zu hohem Blutdruck leidet, hat oftmals auch mit Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen zu kämpfen, wie Forscher der Universität in Indiana herausgefunden haben.

Es wird vermutet, dass der erhöhte Blutdruck auch zu einer Durchblutungsstörung im Gehirn führt, die sich schließlich negativ auf die Gedächtnisleistung auswirkt.

Hoher Blutdruck bei Diabetikern nur langsam senken, sonst können Nierenschäden auftreten

Diabetikerin spritzt sich Insulin in den Bauch
Diabetes patient insulin shot by syringe with dose of lantus © Dmitry Lobanov - www.fotolia.de

Bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Wiesbaden wurde unter anderem darauf hingewiesen, dass Diabetiker, die unter Bluthochdruck leiden, diesen nicht rapide senden sollten, denn ansonsten kann es zu Nierenschäden kommen.

Früher galten bei Diabetikern als Zielwerte beim Blutdruck Werte von kleiner als 130/80 mm Hg, aber mittlerweile wird auch ein systolischer Wert mit 140 als normal angesehen. So sollte auf jeden Fall, besonders aber bei jüngeren Diabetikern und auch schwangeren Frauen weiterhin der erste Wert als Norm gelten.

Eine zu rasche Senkung der Werte sollte aber vermieden werden, weil es sonst zu Schädigungen der Nieren kommen könnte.

Einheitliches Ziel für Bluthochdruck: Systolischer Zielwert auf 140 mmHg erhöht

Ausgestreckter Arm mit Manchette und Blutdruckmessgerät vor weißem Hintergrund
Checking the blood pressure © Antonio Gravante - www.fotolia.de

Als Reaktion auf die rasant steigende Zahl der Hypertoniker in Europa setzten die beiden Organisationen European Society of Hypertension und European Society of Cardiology in ihren neuen Leitlinien höhere Werte für den systolischen Blutdruck fest: Für alle Patienten gilt nun ein einheitlicher Zielwert von maximal 140 mmHg. Bislang wurde noch nach unterschiedlichen Risikogruppen getrennt, wobei für Hochrisikopatienten ein Wert von lediglich 130 / 80 mmHg galt.

Für die erneuten Richtlinien, die am 14.Juni auf dem Kongress der European Society of Hypertension in Mailand präsentiert wurden, hatten Mediziner unter Leitung von Giuseppe Mancia aus Mailand und Robert Fagard aus Löwen rund 700 Studien der letzten Jahre ausgewertet. Die neuen Leitlinien sind auch im Internet einzusehen und umfassen insgesamt 70 Seiten. Es ist die erste Aktualisierung der europäischen Leitlinien seit 2007.

Alleine in Deutschland leidet rund jeder Dritte unter erhöhtem Blutdruck. Bei den über 70-jährigen sind es sogar 75 Prozent der Bevölkerung.

Bluthochdruck gilt als eine der Ursachen für Herzinfarkte und Schlaganfälle und wird häufig durch falsche Ernährungsgewohnheiten, Bewegungsmangel und zusätzliche Risikofaktoren wie Rauchen und Alkoholkonsum begünstigt.

Blutdruck und Salzverbrauch bei Kindern in den letzten 20 Jahren gestiegen

Blondes Mädchen mit Zöpfen und grünem Kleid sitzt auf dem Boden und guckt traurig nach unten
Kind © Michael Kempf - www.fotolia.de

Salzaufnahme und ein erhöhter Blutdruck hängen zusammen. Mediziner der Medizinischen Fakultät von Harvard in Boston haben jetzt in einer Studie herausgefunden, dass der Blutdruck von Kindern in den letzten 20 Jahren gestiegen ist, was eben mit der vermehrten Salzaufnahme zusammenhängt. Dazu erfassten sie die Daten von teilnehmenden Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen acht und 17 Jahren und stellten hierbei auch einen erhöhten Body Mass Index (BMI) fest.

Die Wissenschaftler räumen jedoch ein, dass sich die Daten nur auf ein Ernährungsprotokoll in einem Zeitraum von 24 Stunden beziehen. Außer Acht gelassen wurde, ob und in welcher Form sich die Probanden körperlich oder sportlich betätigten.

Schützt hoher Blutdruck vor Demenz? Studie überrascht die Medizinwelt

Senioren mit niedrigem Blutdruck demenzgefährdet

Blutdruckmessung
health check © Kimberly Reinick - www.fotolia.de

Eigentlich ist man sich in der Medizin einig: hoher Blutdruck ist eine Gefahr für die Gesundheit. Auch als Risikofaktor für eine Demenz ist er allgemein bekannt. Nun wirft eine Studie dies jedoch über den Haufen.

Ihrer Erkenntnis nach ist hoher Blutdruck keine Gefahrenquelle für Demenz, vielmehr ist das Gegenteil der Fall. Die Forscher fanden heraus, dass der erhöhte Blutdruck bei Senioren deren Risiko auf eine Demenz verkleinert.

An der Untersuchung waren 600 Senioren beteiligt, die alle bereits 85 Jahre oder älter waren. Während der Studie wurde der gesundheitliche Zustand regelmäßig überprüft und es wurden immer wieder kognitive Tests durchgeführt. Man wollte sehen, wie fit die Damen und Herren im Kopf waren und ob es erste Zeichen von Demenz gab. Entsprechend des Blutdrucks teilte man die Probanden in drei Gruppen ein:

  • Von einem hohen Blutdruck sprach man ab 162 mmHg
  • Werte von 147 mmHg bis 162 mmHg galten als normal und
  • Alles unter 147 mmHg wurde als niedrig eingestuft.

Nachlassen der Herzleistung als Auslöser von Demenz?

Verglich man nun die geistige Leistung der Senioren, fiel der Zusammenhang ins Auge. Die Frauen und Männer mit hohem Blutdruck erkrankten deutlich seltener an Demenz und waren allgemein schneller im Kopf. Bereits bei den ersten Tests zu Beginn der Studie hatten sie beim "Mini-Mental-Status-Test", kurz MMST, eine höhere Punktzahl.

Im Schnitt lagen sie bei 26 Punkten und Senioren mit niedrigem Blutdruck nur bei 23 Punkten. Beim erneuten Test fünf Jahre später war der Unterschied noch drastischer: Die Bluthochdruck-Gruppe kam nun auf 23 Punkte und die Gegengruppe mit niedrigen Werten nur noch auf 18 Punkte. 18 Punkte entsprechen dabei schon einer mittleren Demenz.

Die Forscher haben keine eindeutige Erklärung für diesen Umstand, jedoch eine Theorie: Vermutlich geht ein niedriger Blutdruck im Seniorenalter auf ein Nachlassen der Herzleistung zurück und das wiederum beschleunigt auch den geistigen Abbau.

Hypotonie

Weitaus weniger gefährlich als der Bluthochdruck ist der niedrige Blutdruck, der keine schweren Krankheiten verursacht. Allerdings kann es auch durch eine Hypotonie zu leichten Beschwerden kommen, wie z.B.:

Kreislauf aktivieren bei einem niedrigen Blutdruck

Anzeichen und Behandlung einer Hypotonie

Nahaufnahme junge Frau beim Blutdruckmessen
Blutdruck messen © Kzenon - www.fotolia.de

Kopfschmerzen, Ohrensausen, Schwindel und ein Schwarz vor den Augen werden, sind Symptome, die eindeutig auf einen niedrigen Blutdruck hinweisen. Dieser lässt diese Symptomatik dadurch entstehen, da er regelrecht in den Keller sackt und dem Gehirn die Blutzufuhr und somit die Sauerstoffzufuhr rapide vorenthält.

Solch eine Hypotonie ist zwar zumeist nicht gefährlich, allerdings sind auch eine Ohnmacht oder Beklemmungsgefühle nicht ausgeschlossen. Weitere Anzeichen eines niedrigen Blutdrucks können auch kalte Füße und Hände, Leistungs- und Konzentrationsschwächen oder Ermüdungserscheinungen sein. Etwa 5% der Bevölkerung sind von einer Hypotonie betroffen, wobei die meisten Betroffenen junge Mädchen und Frauen, ältere hagere Menschen oder auch Schwangere und Frauen mit Essstörungen sind.

Den Kreislauf stabilisieren

Doch man ist einem niedrigen Blutdruck nicht hilflos ausgeliefert. So heißt es erst einmal auf eine reichliche Flüssigkeitszufuhr zu achten. Alkohol sollte man allerdings lieber vermeiden, da unter anderem die Beschwerden verstärkt werden und das Gleichgewicht weitere Störungen erfährt. Das Ausüben einer Ausdauersportart stabilisiert ebenso den Kreislauf als auch Wechselduschen zwischen warm und kalt.

Nachts im Bett den Kopf höher betten und eine Kur in den Bergen oder an der See, unterstützen auf eine gesunder Art und Weise die Aktivierung des Blutdrucks und lassen zumeist die Beschwerden gänzlich verschwinden. Zeigen sich jedoch die Beschwerden als anhaltend und auch verstärkt, dann sollte man zur Abklärung der Ursache einen Arzt aufsuchen.

Warum niedriger Blutdruck keine Krankheit mehr ist

Junge Ärztin mit Brille misst den Blutdruck bei einem männlichen Patienten in rotem Pullover
Doctor measuring blood pressure © Photographee.eu - www.fotolia.de

Konzentrationsstörungen, Schwindel, wackelige Knie - angenehm ist ein niedriger Blutdruck besonders morgens nicht.

Zu den Krankheiten zählen Kardiologen einen oberen Blutdruckwert von unter 100mmHg aber nicht mehr, jedenfalls sofern er nicht als Begleiterscheinung von anderen Krankheiten wie Diabetes, oder als Nebenwirkung bei der Einnahme von Medikamenten auftritt.

Personen mit einem angeboren niedrigen Blutdruck haben als Ausgleich für die unangenehmen Begleiterscheinungen ein deutlich niedrigeres Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall, denn die Gefäße werden nicht so stark belastet, wie bei einem normalen oder gar hohen Blutdruck.

Dennoch sollte darauf geachtet werden, dass man ausreichend trinkt, um das Blutvolumen hoch zu halten.

Prof. Wolfram Delius aus München riet Betroffenen in der "Apotheken Umschau" zu Ausdauersport, Wechselduschen und Massagen mit harten Bürsten, um die Gefäße zu trainieren. Wenn diese besser an Belastungen angepasst seien, versacke das Blut morgens nicht mehr so stark in den Beinen. Dadurch seien Schwindelgefühle reduzierbar.

Niedriger Blutdruck ist bei Problemen der Durchblutung des Herzens auch nicht gut

Anatomie - Grafik des menschlichen Herzens mit umliegenden Blutgefäßen
menschliches herz © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Meistens wird immer nur der Bluthochdruck erwähnt, der ja mittlerweile eine Volkskrankheit ist, aber auch zu niedrige Werte sind bei bestimmten Menschen nicht gut. So besonders bei denen, die Probleme mit der Durchblutung des Herzens haben, so wird dann das Herz noch weniger durchblutet. Bei einem unbehandelten Bluthochdruck besteht ein erhöhtes Risiko einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu bekommen.

Im Prinzip sollte der Blutdruck nicht über 140/90 Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) steigen, aber bei Menschen mit Herzproblemen auch nicht unter 130/90 sinken. Wer Übergewicht hat, der kann aber durch Abnehmen automatisch auch seinen Blutdruck senken. Leider haben heutzutage auch immer mehr Kinder und Jugendliche zu hohe Blutdruckwerte, was früher immer ausgeschlossen wurde. Eine Ursache dafür ist aber das sogenannte Passivrauchen, wie auch neuere Studien zeigen. In der heutigen Zeit lässt sich aber Bluthochdruck mit Medikamenten, wie eine Kombination aus Diuretika und Betablocker, behandeln.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: blood-preasure © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Autor:

K. Schumann - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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