29. März 2010
Als Bindegewebe oder Stützgewebe bezeichnet man unterschiedliche Gewebetypen. Sie dienen zur Stützung von Muskeln, Gelenken, Knochen, Gefäßen und Organen.
Unter dem Bindegewebe versteht man das Stützgewebe des menschlichen Körpers. Es setzt sich aus Interzellularsubstanz und Bindegewebszellen zusammen. Zu den Grundsubstanzen der Interzellularsubstanz gehören u.a. verschiedene Fasern, Kohlenhydratverbindungen und Eiweiße.
Bindegewebe befindet sich in sämtlichen Organen des Organismus und stellt eine Verbindung zwischen den einzelnen Bestandteilen des Körpers dar. So umhüllt das Bindegewebe jede andere Gewebsstruktur. Darüber hinaus werden die Muskeln, Knochen, Gelenke, Nervenbahnen, Blutgefäße und Organe durch das Bindegewebe voneinander getrennt und fest an ihrem Platz verankert. Des Weiteren liefert es wichtige Nährstoffe, Antikörper und Hormone für jede einzelne Zelle. Auch Bänder und Sehnen erhalten vom Bindegewebe ihre Zugkraft. Den Knochen verleiht es Stabilität und der Augenhornhaut die Durchsichtigkeit. Dabei ist die Konsistenz des Gewebes höchst unterschiedlich und kann von zähflüssigem Gel zu flüssigem Solzustand reichen. Je nach Anforderung kann sich der flüssige und sehr vielseitige Grundstoff in unterschiedlichem Maße mit Kollagenfasern, die zu den Hauptbestandteilen des Bindegewebes gehören, verbinden. Mal ist er hart, mal wässrig, dann wieder unelastisch und dicht.
Beim Bindegewebe wird zwischen verschiedenen Arten unterschieden. Dazu gehören das straffe Bindegewebe, das arm an Zellen und reich an Fasern ist und das lockere Bindegewebe, das zellreich und faserarm ist. Darüber hinaus sorgt es für die Füllung von Hohlräumen zwischen den Organen und einzelnen Organteilen, dient als Speicher von Wasser, als Verschiebeschicht sowie als Begleitung von Gefäßen und Nerven. Da es zudem mit vielen Abwehrzellen ausgestattet ist, erfüllt es auch wichtige Aufgaben bei Regenerations- und Abwehrabläufen. Weitere Bindegewebsarten sind das Retikuläre Bindegewebe, das nur im Knochenmark sowie in sekundären lymphatischen Organen wie Milz oder Lymphknoten vorkommt und das Gallertige Bindegewebe. Spezielle Formen von Bindegewebe sind das Knorpelgewebe, das sich z.B. an der Nase oder den Rippen befindet, das Knochengewebe, das zu den härtesten Teilen des menschlichen Körpers gehört und das Fettgewebe, das als Reservevorrat für schlechte Zeiten und zur Wärmung des Körpers dient.
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