15. März 2010
Zu den häufigsten Erkrankungen der Bandscheibe gehört der Bandscheibenvorfall. Dabei verrutscht der Gallertkern der Bandscheibe.
Häufigste Erkrankung an den Bandscheiben ist der Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps). Dabei verrutscht der weiche Gallertkern der Bandscheibe und tritt aus der faserigen, im Laufe der Zeit brüchig gewordenen, Hülle aus. Im weiteren Verlauf kann die ausgelaufene Gallertflüssigkeit auf die benachbarten Nerven oder das Rückenmark drücken. Bei einer Vorwölbung der Bandscheiben (Diskusprotusion) hingegen, kommt es zu einer Verlagerung des Bandscheibengewebes nach außen. Der Bindegewebsring der Bandscheibe zerreißt jedoch dabei nicht. Die Symptome bei einem Bandscheibenvorfall können recht unterschiedlich sein, was auch von seiner Art und seinem Ausmaß abhängt. Die meisten Vorfälle bleiben sogar unbemerkt, während andere zu sehr starken Schmerzen führen. Sogar Lähmungserscheinungen können in manchen Fällen auftreten. Die meisten Bandscheibenvorfälle passieren im unteren Bereich der Lendenwirbelsäule. Besonders betroffen von diesem Leiden sind Menschen zwischen 30 und 60 Jahren. Eher selten treten Bandscheibenvorfälle an der Halswirbelsäule und der Brustwirbelsäule auf.
Die meisten Bandscheibenvorfälle können konservativ behandelt werden. Kommt es jedoch zu Lähmungserscheinungen, ist zumeist ein operativer Eingriff erforderlich. Um einem Vorfall vorzubeugen, ist es ratsam Übergewicht und das Heben von schweren Lasten zu vermeiden sowie regelmäßig Sport zu treiben.
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