Das Auge - Für die visuelle Wahrnehmung der Welt gibt es Informationen an das Gehirn weiter

Modell Querschnitt menschliches Auge

Das Sehorgan des Menschen nimmt visuelle Reize von außen wahr, die schließlich im Gehirn zu Bildern verarbeitet werden

Das menschliche Auge gehört zu den wichtigsten Sinnesorganen des Körpers. Es ermöglicht die Wahrnehmung von Bildern.

Aufbau

Zu den wichtigsten Sinnesorganen des Menschen gehören die Augen. Sie befinden sich in den Augenhöhlen (Orbita) und werden von Stirnbein, Jochbein und Nasenbein umgeben. Geschützt wird das Auge (Ocula) vom Augenlid (palpebra), welches das Auge völlig bedecken kann.

Durch die Tränenflüssigkeit wird die Hornhaut des Auges feucht und sauber gehalten.

Unterteilt wird das Sehorgan (Organum visum) in:

  • den Augapfel (Bulbus oculi)
  • den Sehnerv
  • das Augenlid
  • die Bindehaut
  • die Augenmuskeln
  • den Tränenapparat

Licht im Mutterleib - Entwicklung der Augen hängt maßgeblich davon ab

Herrscht im Mutterleib ständige Dunkelheit, kommt es zu Entwicklungsstörungen der Augen

Embryo in Gebärmutter
baby2 © ingenium-design.de - www.fotolia.de

Eigentlich geht man als Laie davon aus, dass es im Mutterleib für ein Kind immer gleich hell oder dunkel ist. Dies ist zwar streng genommen auch richtig, allerdings spielt Licht dennoch eine wichtige Rolle für die Augen des Ungeborenen.

Ausreichend Licht im Mutterleib

Es gibt einen Stoff, den man Melanopsin nennt. Dieser wurde zum ersten Mal 1998 bei Fröschen entdeckt. Weitere Untersuchungen zeigten, dass er auch in den Zellen der Retina vorkommt; er ist also fester Bestandteil der Augen.

Experimente mit Mäusen zeigten nun, dass dieser Stoff bei den ungeborenen Tieren bereits im Mutterleib gebildet wird. Ob die Bildung aber gesund vonstatten geht oder nicht, hat etwas mit dem Licht im Mutterleib zu tun. Melanopsin kann bereits im Uterus erkennen, ob es jenseits der Bauchdecke der Mutter hell oder dunkel ist. Herrscht ständige Dunkelheit, so kommt es zu Entwicklungsstörungen der Augen.

Störung der Sehfähigkeit durch Dunkelheit

Dies fand man heraus, indem man zwei Gruppen von Mäusen bildete. Alle waren weiblich und erwarteten Nachwuchs. Während die einen Tiere völlig normal gehalten wurden, bekamen die anderen zwar eine gute Versorgung, wurden aber in der letzten Phase der Schwangerschaft in vollkommener Dunkelheit gehalten. Dies führte bei den Neugeborenen zu einer Retinopathie; einer Störung der Sehfähigkeit.

Melanopsin als Ursache

Weitere Experimente arbeiteten mit trächtigen Mäusen, deren Nachwuchs einen Gendefekt hatte und deswegen das Melanopsin nicht korrekt bilden konnte. Auch dies führte zu diesen Entwicklungsstörungen, weshalb man davon ausgehen kann, dass tatsächlich das Melanopsin für diese Störung verantwortlich ist.

Licht im Mutterleib ist folglich essentiell für die gesunde Entwicklung der Augen.

Augapfel

Der menschliche Augapfel ähnelt der Form einer Kugel und setzt sich aus der inneren, der äußeren und der mittleren Augenhaut zusammen. Die äußere Augenhaut besteht aus der Hornhaut (Kornea) und der Lederhaut (Sklera).

Während die Hornhaut, die ein klares Gewebe ohne Gefäße ist, zu den wichtigsten Teilen des lichtbrechenden Augenapparats gehört, gewährleistet die weiße Lederhaut, die aus elastischen Fasern und Kollagen besteht, die Stabilität des Augapfels.

Mittlere Augenhaut

Die mittlere Augenhaut besteht aus:

  • der Aderhaut (Choroidea)
  • der Regenbogenhaut (Iris)
  • dem Strahlenkörper (Ziliarkörper)

Aufgabe der Aderhaut, die vor allem aus Gefäßen besteht, ist die Ernährung der äußeren Netzhaut. Zudem verhindert sie irritierendes Streulicht durch ihre Pigmentierung.

Die Regenbogenhaut sorgt dafür, dass der Lichteinfall reguliert wird. Ihre zentrale und bewegliche Öffnung ist die Pupille, die sich durch ihre beiden Muskeln entweder verengen oder erweitern kann. Der Muskel des Strahlenkörpers sorgt für die Formveränderung der Linse. Darüber hinaus beeinflusst der Ziliarkörper auch den Abfluss des Kammerwassers.

Innere Augenhaut

Die innere Augenhaut bezeichnet man auch als Netzhaut (Retina). In der Netzhaut befinden sich die Photorezeptoren. Diese ermöglichen durch die Aufnahme von Farb- und Lichtreizen den Sehvorgang.

Unterteilt werden die Photorezeptoren in Stäbchen und Zapfen. Diese Zapfen und Stäbchen ermöglichen das Farbensehen bei Tag sowie das Schwarz-Weiß-Sehen bei Nacht.

Das Zentrum der Netzhaut ist die Makula, die auch gelber Fleck genannt wird und zu den wichtigsten Bestandteilen der Netzhaut gehört. Sie gewährleistet das Sehen von Farben sowie das hohe Auflösungsvermögen.

Inneres des Augapfels

Das Innere des Augapfels setzt sich zusammen aus:

  • der Linse
  • dem Glaskörper
  • den Augenkammern

Aufgabe der Linse, die aus transparentem Gewebe besteht, ist die Bündelung von Lichtstrahlen sowie deren scharfe Abbildung auf der Netzhaut.

Der Glaskörper, der zwei Drittel des Augapfels einnimmt und zu 98 Prozent aus Wasser besteht, ist mitverantwortlich für den Erhalt der Form des Augapfels, falls es zu Verletzungen kommt. Die Augenkammern werden in Vorder- und Hinterkammer unterteilt und enthalten das Kammerwasser.

Schutzvorrichtungen

Zu den Schutzvorrichtungen des Auges gehören:

  • die Augenhöhle
  • die Augenlider
  • der Tränenapparat
  • die Bindehaut

Während die knöchernen Augenhöhlen die Augen umgeben, schützen die oberen und unteren Augenlider den Augapfel vor einfallenden Fremdkörpern und zu starker Blendung.

Der Tränenapparat verteilt sein wässriges Sekret durch die Tränendrüse über den Augapfel, um das Auge feucht und sauber zu halten. Die Bindehaut (Konjunktiva), die den Raum zwischen Augenhöhle, Augenlidern und Augapfel auskleidet, ist eine Schutzvorrichtung gegen Fremdkörper und eindringende Keime.

Sehnerv

Ein weiterer wichtiger Teil des Auges ist der ca. 4,5 Zentimeter lange Sehnerv (Nervus opticus), der rund eine Million Nervenfasern enthält und der erste Abschnitt der Sehbahn ist. Er bildet eine Verlaufstrecke von der Lederhaut bis zur Sehnervenkreuzung. Durch den Sehnerv werden die Sinneszellen des Augapfels mit dem Gehirn verbunden, wodurch der Mensch in der Lage ist, ein Bild wahrzunehmen.

Funktion

Wichtigste Aufgabe des Auges ist das Sehen. Durch die Hornhaut der äußeren Wand des Augapfels dringt das Licht bis zur mittleren Wandschicht vor. Dort befindet sich die Regenbogenhaut.

Das Licht trifft hinter der Regenbogenhaut auf die Linse, wo es gebündelt wird. Dadurch entsteht ein Bild, das auf der Netzhaut abgebildet wird. Die Linse ist in der Lage, ihre Form zu verändern, sodass es dem Menschen möglich ist, nahe, wie entfernte Gegenstände zu fokussieren.

Die Regulation der Lichtmenge, die auf die Netzhaut gelangt, erfolgt durch die Pupille. Die Regenbogenhaut zieht sich dafür zusammen. Je dunkler es ist, desto größer wird die Pupille, damit sie möglichst viel Licht einlassen kann.

Der Sehnerv leitet dann die Bildinformationen der Netzhaut an das Gehirn weiter. Hier steht das Bild jedoch erst noch auf dem Kopf; nach Auswertung der Signale dreht das Hirn das Bild um 180 Grad.

Sehkraft: Welche Mythen über unsere Augen stimmen und wo der Volksmund lügt

Auge einer jungen Frau vor einem rotem Hintergrund
Blue eye on red background (shallow DoF) © Andrejs Pidjass - www.fotolia.de

Unser Augenlicht ist uns wichtig. Deswegen gibt es auch so viele gute Ratschläge, damit es uns so lange wie möglich erhalten bleibt. Doch einige davon sind mittlerweile überholt.

Mythen

So sind sich Augenärzte einig, dass es nicht zu schlechten Augen führt, wenn man im Dunkeln oder Halbdunkel liest. Es ist zwar anstrengend für die Augen, doch nicht schädlich. Auch die Behauptung, dass eine Brille oder Kontaktlinsen zwangsläufig dazu führten, dass sich sie Sehkraft immer weiter verschlechtert, ist nicht richtig. Ein solcher Zusammenhang konnte bis heute nicht wissenschaftlich belegt werden.

Umgekehrt ist es mit den berühmten Karotten, die die Sehkraft verbessern sollen. Zwar sind die Carotinoide und das Vitamin A in Möhren gesund für die Augen - schärfer sehen kann man davon aber nicht.

Arbeit vor dem Computerbildschirm

Zu guter Letzt noch eine Entwarnung für alle Smartphone- und Computer-Junkies: je kleiner der Screen, desto größer die Leistung, die die Augen erbringen. Dennoch ist es nicht zwangsläufig schädlich, viel auf Bildschirme zu starren.

Wer allerdings Veränderungen wie Trübungen oder Schmerzen bemerkt, sollte schnellstens zum Augenarzt.

Von wegen schwache Sehkraft: Manche Menschen haben Superaugen

Versuch mit zwei Photonen deckt auf, dass es Personen gibt, deren Augen Übermenschliches Leisten können

Mann guckt mit seinem linken Auge in ein kleines augenärztliches Untersuchungsgerät
Ophthalmoskopie, Augen Untersuchung © Henrik Dolle - www.fotolia.de

Im Vergleich zu vielen Tierarten schneidet das menschliche Sehvermögen eher bescheiden ab. Viele Vögel haben ein breiteres Sichtfeld, viele Raubtiere dazu eine hervorragende Nachtsicht. Der Mensch dagegen neigt durch die moderne Lebensweise sogar zur Kurzsichtigkeit und gleicht dies mit Brillen und Kontaktlinsen aus.

Auch wer ohne Sehhilfe durch den Alltag kommt, kann Katzenaugen und co. nicht das Wasser reichen. Doch eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass diese Einordnung der menschlichen Sehkraft längst nicht für alle gilt. Es gibt Menschen, die geradezu Superaugen besitzen.

Gibt es Menschen mit Superaugen?

In den Augen befinden sich Photorezeptoren (auch Stäbchen genannt), die einfallendes Licht aufnehmen. Kommt Licht an, sprechen die inneren Seh-Pigmente in den Stäbchen (Rhodopsin) darauf an und verändern ihre Struktur. Diese Umgestaltung löst ein elektrisches Signal aus und spricht damit die Seh-Sinneszellen an. Im Gehirn werden die Informationen dann interpretiert und zu Bildern unserer Umwelt.

Wie stark die Sehkraft eines Menschen ist, hängt unter anderem davon ab, wann die Stäbchen genug Licht zum Reagieren haben. Im Labor zeigte sich bereits im 20. Jahrhundert, dass theoretisch ein einzelnes Photon ausreichend ist, um die Stäbchen zu aktivieren. Doch ob es Menschen gibt, die tatsächlich bereits mit diesem Minimalreiz bewusst sehen können, blieb fraglich. Nun hat ein Experiment gezeigt, es gibt diese "Superaugen".

Versuch mit zwei Photonen

Für den Versuch wurde eigens ein Gerät entwickelt, das zwei Photonen aussendet. Eines wird "eingefangen", das andere trifft auf das Auge einer Testperson. Somit kann man durch das abgefangene Photon genau berechnen, wann das andere einen Kontakt zum Auge hat. Man setzte nun Probanden mit perfekter Sehkraft in einen komplett dunklen Raum. Nach 40 Minuten Dunkelanpassung begann der Test.

Mit einem Geräusch verbunden, sendeten die Forscher entweder ein Photon oder keines. Die Männer sollten angeben, wann sie etwas gesehen hatten. 30.800 Durchgänge gab es insgesamt. In 60 Prozent der Fälle sahen die Teilnehmer das Teilchen, was gegen eine zufällige Wahrscheinlichkeit des richtigen Ratens spricht.

Frauenaugen sehen mehr Details als Augen der Männer

Grüne Augen und leerer Blick
eyes © Wojciech Gajda - www.fotolia.de

Frauen erinnern sich besser an das Erscheinungsbild ihres Gegenübers als Männer. Das haben Psychologen der Ohio-State-University um Terrence Horgan in Tests herausgefunden.

Wie das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau berichtet, konnten Frauen Merkmale wie Haarfarbe, Frisur, Augenfarbe, Kleidung und Accessoires genauer beschreiben als Männer. Weiteres Ergebnis: Beide Geschlechter konnten sich viel eher an Frauen erinnern als an Männer.

Tränen mit Killerinstinkt

Träne kullert aus Auge mit langen Wimpern
Woman in tears © Arpad Nagy-Bagoly - www.fotolia.de

Infektionen am Auge sind relativ selten – weil das Sehorgan durch keimtötende Substanzen in der Tränenflüssigkeit geschützt wird, berichtet das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau.

Einer der Wirkstoffe heißt Lipocalin und ist schon länger bekannt. Aber jetzt erst konnten Forscher nachweisen, wie er sowohl Bakterien, als auch Pilze und Viren effektiv in Schach hält. Lipocalin raubt ihnen das lebenswichtige Spurenelement Eisen.

„Daraus lässt sich womöglich eine neue Art von Antibiotikum entwickeln“, sagt der Innsbrucker Molekularbiologe Bernhard Redl, dessen Team den Mechanismus aufgedeckt hat. Pharmaforscher haben gute Chancen, denn: „Lipocalin-Moleküle lassen sich nachbauen“, weiß Redl bereits.

Alle Blauäugigen haben denselben Ahnen

Linkes Auge einer Frau, sie schaut nach oben, hellblauer Hintergrund
Human eye on blue background (shallow DoF) © Andrejs Pidjass - www.fotolia.de

Alle Menschen mit blauen Augen sind miteinander verwandt, berichtet die "Apotheken Umschau". Bei Hunderten untersuchter Menschen an der Universität Kopenhagen, Dänemark, stellten Genforscher die exakt gleiche Gen-Veränderung fest.

Sie bewirkt, dass der braune Farbstoff Melanin kaum noch in die Iris gelangt, wodurch die Augen blau erscheinen. Ursprünglich hatten alle Menschen braune Augen mit einem hohen Melaninanteil. Irgendwann trat die Gen-Veränderung spontan auf.

Seitdem breiten sich die Nachfahren des ersten Blauäugigen aus. Am stärksten sind sie in Skandinavien vertreten.

Wann blinzeln wir mit den Augen?

Nahaufnahme von junger Frau mit grüner Wollmütze und blauen Augen, die aus bordeauxfarbener Kaffeetasse trinkt
woman drinking © Jason Stitt - www.fotolia.de

Wie japanische Wissenschaftler feststellten, blinzeln wir Menschen, damit wir wichtige Dinge nicht verpassen. So stellten die Forscher fest, dass beim Ansehen von Filmen unterschiedliche Personen an der gleichen Stelle blinzeln, nämlich dann zum Beispiel bei einer Szenenwiederholung oder wenn der Hauptdarsteller nicht zu sehen ist. Somit gibt es ein System in unserem Gehirn, das unwichtige Dinge erkennt und dies an die Augen weitergibt.

Das Blinzeln verhindert das vollkommene Schließen der Augen und so verpassen wir dann auch nicht die wichtigen Szenen. Alle paar Sekunden blinzelt ein Mensch, wobei das Schließen der Augen eine knappe halbe Sekunde dauert, so dass wir pro Minute etwa 6 volle Sekunden das Auge geschlossen haben. Aber damit wir auch nichts Wichtiges verpassen, wird auch auch Blinzeln vom Gehirn gesteuert. So geschieht es beispielsweise beim Lesen immer dann, wenn ein Satzzeichen kommt.

Bei Dunkelheit sehen wir besser als bei Tageslicht

Blaues, weibliches Auge im Mittelpunkt, rechts brünette Haarsträhne hinterm Ohr
starring © martin schmid - www.fotolia.de

Was uns Angst macht, lässt uns besser sehen. Das zumindest behaupten Forscher der University of Glasgow. So haben dunkle Nächte auf viele Menschen zwar eine Angst einflößende Wirkung, die sich jedoch wiederum positiv auf unsere Sehnerven auswirkt und unsere Sehschärfe stärkt.

Denn hören wir in der Dunkelheit ein Geräusch, das wir zunächst aufgrund des fehlenden Lichts nicht eindeutig identifizieren können, versetzt dieses unser Sehzentrum in erhöhte Alarmbereitschaft und lässt uns infolge dessen im Dunkeln wesentlich mehr wahrnehmen als bei Tageslicht.

So halten Sie Ihre Augen fit

Gymnastik für die Augenmuskeln - So verhindern Sie die Überanspruchung der Augen

Grafik seitliche Ansicht Auge, Netzhaut
Retina © saginbay - www.fotolia.de

Besonders die Arbeit vor dem Computer kann die Augen ganz schön strapazieren. Auch eine Überbeanspruchung der Augenmuskulatur kann zu Müdigkeit und verminderter Sehstärke führen. Um müden Augen und sogar Sehstörungen vorzubeugen, können Sie ein paar einfache Tricks anwenden.

Stärken und Lockern der Augenmuskeln

Die Augenmuskeln können Sie stärken, indem Sie die Augen langsam im Kreis rollen. Dabei darauf achten, keine Gegenstände zu fokussieren und die Rollbewegung langsam und gleichmäßig in beide Richtungen auszuführen. Um die Muskeln zu lockern, schließen Sie die Augen und klopfen Sie sanft auf die Augenbrauen und die Partie unter den Augen. Danach ein paar Mal blinzeln, die Augen öffnen und sofort in die Ferne schauen.

Eine etwas komplexere Übung zur Stärkung der Augen empfiehlt Heilpraktiker Andreas Nieswandt. Für diese halten Sie Ihren Daumen auf Bauchhöhe und führen ihn langsam zu Ihrer Nase. Dabei den Daumen die ganze Zeit anschauen. Haben Sie ihre Nasenspitze erreicht, bewegen Sie den Daumen vom Gesicht weg, bis der Arm gestreckt ist. Nun an dem Finger vorbei in die Weite schauen und dann wieder zurück. Halten Sie den Daumen mit den Augen fixiert während sie ihn wieder zur Nase zurück führen.

Gymnastikübungen für die Augen mehrere Male am Tag wiederholen

Diese Übungen wiederholen Sie am besten mehrere Male und variieren dabei die Richtung des Daumens, beispielsweise nach rechts oder links oben. Damit sich die Augen von der belastenden Arbeit vor dem Bildschirm etwas erholen können, empfiehlt es sich regelmäßig eine kurze Pause einzulegen und diese für folgende Übung zu nutzen: Halten Sie beide Zeigefinger im Abstand von 30 Zentimetern vor das Gesicht und führen Sie die Finger dann auseinander. Dabei schauen Sie geradeaus und nehmen die Bewegung der Finger nur am Rande wahr.

Für die Gymnastik der Augenmuskulatur und gute Resultate sollten Sie mehrere Minuten pro Tag einplanen. Denken Sie aber daran, mindestens eine Stunde Pause zwischen den Übungseinheiten zu lassen.

Warum beim Tauchen alles unscharf wird

Wie das Sehen unter Wasser funktioniert

Nahaufnahme rechtes Auge einer Frau, daneben gelbe Blüte
Beauty eye © Valua Vitaly - www.fotolia.de

Wer sich im Urlaub ins Meer oder den Baggersee stürzt, hat es bestimmt schon einmal festgestellt: Unter Wasser sieht man unscharf und verschwommen. Der Grund dafür ist, dass das menschliche Auge für das Sehen an der Luft optimiert ist.

Wieso sehen wir unter Wasser unscharf?

So werden die Lichtstrahlen beim Übergang von der Luft in das Auge gebrochen. Das Abbild eines Gegenstandes oder einer Person landet dann genau auf unserer Netzhaut. Dadurch sind wir in der Lage, scharf zu sehen.

Umgibt dagegen Wasser das Auge, ändert sich die Lichtbrechung. Das Abbild wird so nicht mehr auf die Netzhaut projiziert, sondern landet, wie bei der Weitsichtigkeit, dahinter. Als Folge verschwimmt das Bild unter Wasser und wir sehen alles unscharf.

Um auch unter Wasser den Durch- und den Überblick zu behalten, empfiehlt sich der Gebrauch einer Taucherbrille. Sie bewirkt, dass Luft vor unseren Augen ist. Dadurch funktioniert die Lichtbrechung für uns Menschen wieder korrekt.

Auch ohne Tauchermaske sind Fische in der Lage, scharf zu sehen. Ihre Hornhautkrümmung ist nicht so stark wie beim Menschen, sondern verläuft flacher. Ihre Augen besitzen zudem eine kugelförmige, starre Linse, die auf Nahsicht ausgerichtet ist .

Augen im Winter: Das sollte man wissen

Grüne Augen und leerer Blick
eyes © Wojciech Gajda - www.fotolia.de

Ein Brennen der Augen ist im Winter nicht ungewöhnlich. Grund dafür ist eine zu trockene Luft, die die Schleimhäute austrocknet. Um die Luftfeuchtigkeit ein wenig zu erhöhen, kann es schon helfen, einfach ein Glas Wasser auf die Heizung zu stellen. Dazu sollte regelmäßig gelüftet werden, um die trockne Luft gegen frische Luft auszutauschen. Sollten die Augen sehr stark brennen, versprechen Augentropfen mit Hyaluronsäure eine rasche Verbesserung.

Sehstörung statt Nachtblindheit

In der dunklen Jahreszeit klagen viele über Nachtblindheit. Dies ist allerdings laut Augenärzten ein Irrglaube. Wer im Dunkeln Auto fährt und das Gefühl hat, nur noch schlecht sehen zu können, der leidet an einer Fehlsichtigkeit und nicht an der besagten Nachtblindheit. Augenärzte raten diesen Menschen zu einem Besuch beim Facharzt um die Sehschwäche abklären zu lassen. Selbst ein Grauer Star kann für eine verminderte Sicht bei schlechten Lichtverhältnissen sorgen.

Mit Sehschwäche auf der Skipiste

Auf der Skipiste sollten nach Möglichkeit keine Brillen getragen werden. Kontaktlinsen sorgen für optimale Sicht und Sicherheit. Denn bei einem Sturz können gebrochene Gläser und Bügel zu erheblichen Verletzungen im Gesicht führen. Wer keine Kontaktlinsen tragen kann, sollte sich eine spezielle Sportbrille anfertigen lassen.

Augenausdrücke dienen nicht alleine der nonverbalen Kommunikation

Nahaufnahme rechtes Auge einer Frau, blaue Augenfarbe, mit Mascara geschminkt
woman eye mascara © Ivan Polushkin - www.fotolia.de

Zumeist reicht schon ein einfacher Augenausdruck, um soziale Botschaften nonverbal zu übermitteln. So verraten zum Beispiel weit aufgerissene Augen, dass man Angst hat, wohingegen eng zusammengekniffene Augen nahelegen, dass man sich vor etwas ekelt.

Untersuchung der verschiedenen Gesichtsausdrücke

Wissenschaftler der University of Toronto nahmen jedoch an, dass die typischen Augenausdrücke, die jedem Menschen zu eigen sein scheinen, nicht allein zum Zweck der nonverbalen Kommunikation entstanden, sondern zudem auch visuelle Vorteile bieten. Um Gewissheit über ihre Annahme zu erhalten, untersuchten besagte Wissenschaftler nun, welchen Effekt welcher Gesichtsausdruck genau hat.

Wie sich dabei zeigte, weite sich bei aufgerissenen das Sichtfeld. Zudem gelange mehr Licht in die Augen. Eigenschaften, die in Angstsituationen helfen, potenzielle Gefahrenquellen schnellstmöglich flächendeckend zu erkennen. Bei zusammengekniffenen Augen schärfe sich hingegen der Blick. Zudem würde bei diesem Augenausdruck das Umfeld ausgeblendet, sodass man das ekelerregende Objekt besser fokussieren, detaillierter identifizieren und genauer überwachen kann.

Augenausdrücke zur Anpassung der Sicht auf verschiedene Situationen

Folglich könnten Augenausdrücke in erster Linie dazu entstanden sein, um die Sicht optimal an bestimmte Situationen anpassen zu können. Ob nun aber ausnahmslos alle Augenausdrücke, die Rückschlüsse auf Emotionen erlauben, allein auf rein pragmatische Reaktionen bezüglich einer situationsbedingten Sinnesschärfung zurückzuführen sind, bleibt noch zu klären.

Beschwerden und Erkrankungen der Augen

Das Auge zählt zu den empfindlichsten Sinnesorganen des Menschen, wodurch es zu verschiedenen Erkrankungen an einem oder beiden Augen kommen kann.

Risikofaktoren

Womit wir unseren Augen schaden können und wie man dies verhindern kann

Augenarzt schaut in ein Gerät, in das die Patientin ihr Auge hält
at the optician © nyul - www.fotolia.de

Was wären wir bloß ohne unsere Augen? Sie sind das wichtigste Hilfsmittel, damit wir uns zurechtfinden. Im Alltag gibt es viele Dinge und Situationen, mit bzw. in denen wir ihnen schaden, zum Teil, ohne uns dessen bewusst zu sein. Wer auf bestimmte Punkte achtet, kann sich auch auf lange Sicht hin über gesunde Augen freuen.

Schutz vor UV-Strahlen

Der Sonnenschutz ist nicht nur wichtig für unsere Haut. Wer sich draußen aufhält, sei es im Sommer, oder im Winter, wenn die Sonne auf den Schnee scheint, sollte unbedingt seine Augen vor der UV-Strahlung schützen. Durch die Strahlen steigt das Risiko am Grauen Star oder der Makuladegeneration zu erkranken. Bei der Wahl der Sonnenbrille sollte auf Gläser geachtet werden, die Strahlung bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern herausfiltern können. Für den richtigen Sitz sollte man einen Optiker befragen.

Regelmäßige Kontrolle - besonders als Diabetiker

Um mögliche Augenprobleme oder -erkrankungen frühzeitig zu erkennen, sollte man sich regelmäßig beim Augenarzt untersuchen lassen. Diabetiker sollten die Kontrolluntersuchungen noch häfuiger wahrnehmen, da sie ein höheres Risiko tragen, dauerhafte Augenschädigungen zu erleiden. Besonders gravierend ist in diesem Zusammenhang die diabetische Retinopathie.

Auch Patienten mit Bluthochdruck sollten regelmäßig zum Checkup, denn auch bei ihnen besteht die Gefahr, dass die Blutgefäße, die die Netzhaut versorgen, beeinflusst werden. Es gilt also in beiden Fällen, auf optimal eingestellte Werte zu achten.

Das Rauchen einstellen

Auch durch Nikotinkonsum können wir unsere Augen auf Dauer schädigen. Eine häufige Folge des Rauchens ist die altersbedingte Makuladegeneration, der Graue oder der Grüne Star. Studien haben gezeigt, dass der Augeninnendruck bei Rauchern deutlich höher liegt als bei Nichtrauchern; zudem leiden sie häufiger unter trockenen Augen. Das Rauchen aufzugeben, fördert also unsere Augengesundheit.

Richtige Kontaktlinsenpflege

Wer Kontaktlinsen trägt, sollte diese richtig pflegen, um seine Augen nicht zu schädigen. Besonders häufig treten Beschwerden bei Menschen auf, die weiche Linsen verwenden. Der Fluss der Tränenflüssigkeit wird beeinflusst und auch gelangt weniger Sauerstoff an die Hornhaut. Neben der richtigen Pflege gilt es, sich an die Tragehinweise der Hersteller zu halten, dann kommt es in der Regel selten zu Problemen.

Entspannung für gestresste Computer-Augen

Computer Freak mit Brille, streberhaft, guckt schockiert auf Rechner
shocked computer nerd © Scott Hancock - www.fotolia.de

Übermüdete, manchmal gar gerötete Augen zeugen bei Bildschirmarbeit von bis zu 30.000 Blickwechseln täglich. Unermüdlich wechseln sie zwischen Tastatur und Bildschirm. Dagegen hilft „Augen-Aerobic“, die nun das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ vorstellte.

Unkomplizierte, kurze Übungen reichen, um den Augen zwischendurch immer mal wieder Entspannung zu bringen: Zuerst werden beide Augen mit den Händen zwei Minuten lang verschlossen. Es darf kein Licht durchdringen. Dann die Augen unter den Händen öffnen und die Handflächen langsam vom Gesicht fortbewegen. Als zweite Übung den Daumen etwa 40 Zentimeter vor die Augen halten und direkt anblicken. Dann in die Ferne sehen. Siebenmal zwischen Nah- und Fernblick wechseln.

Fernsehen: So sitzen Sie richtig

Rückenansicht junge Frau sitzt in den Armen ihres Freundes auf der Couch vor dem Fernseher
Couple in living room watching television © Monkey Business - www.fotolia.de

„Flimmerkiste“ hat der Volksmund den Fernseher nicht ohne Grund genannt. Das Heimkino kann die Augen in Mitleidenschaft ziehen – aber nur, wenn Abstand und Beleuchtung nicht stimmen, heißt es in der Gesundheitszeitschrift Apotheken Umschau.

Nach Aussage des Berufsverbandes Deutscher Augenärzte schade selbst stundenlanges Fernsehen gesunden Augen nicht. Tipps für das Fernsehzimmer: Es soll so hell sein, dass man auch lesen könnte. Ist es zu hell, verlieren sich die Kontraste, zu wenig Licht strapaziert die Augen durch den Hell-Dunkel-Wechsel auf dem Bildschirm.

Faustregel für die optimale Entfernung zum Apparat: Bildschirm-Diagonale mal 5 bis 6. Vor einem 70-cm-Bildschirm sitzt man also mit einem Abstand von 3,5 bis 4,2 m richtig.

Bildschirmarbeiter und Menschen, die viel lesen brauchen ein entspannendes Augentraining

Verkrampfte und trockene Augen schmerzen und führen zu Müdigkeit, so tun Sie etwas dagegen:

Junge dunkelhaarige Frau mit Bluse in Büro zwischen Computer und Büchern mit Wasserglas, hält sich Kopf wg Kopfschmerzen
douleur et mal de tête © Charly - www.fotolia.de

Wenn Ihr Gegenüber die Augen verdreht, nehmen Sie es nicht unbedingt persönlich.

Die Augen zu verdrehen kann nämlich auch ein prima Training nach einem anstrengen Bürotag sein. Lange Computerarbeiten, intensives Lesen und Sichten von Unterlagen können den Sehapparat stark strapazieren. "Die inneren Augenmuskeln sind durch die permanente Naheinstellung ständig angespannt, Verkrampfung und Mangeldurchblutung drohen", erklärt Dr. Volkhart Brethfeld von Berufsverband der Augenärzte Deutschlands in der Apotheken Umschau.

Die Betroffene spüren es an müden, gereizten und brennenden Augen, manchmal auch mit einem Fremdkörpergefühl. Selbst allgemeine Erschöpfung, Gereiztheit und Müdigkeit können auf überanstrengte Augen zurückzuführen sein. In vielen Berufen, bei Schülern, Studenten oder anderen Menschen, die intensiv lernen müssen, ist das stundenlange Arbeiten am Computer, mit Lehrbüchern oder umfangreichen Unterlagen nicht zu vermeiden.

So entspannen Sie Ihre Augen am Arbeitsplatz

Wer seinen Augen zwischendurch Pausen gönnt und ihnen aktive Entspannung ermöglicht, kann die unangenehmen Folgen unter Kontrolle halten. Die Übungen dazu lassen sich an jedem Arbeitsplatz leicht durchführen. Augen, die lange die gleiche Entfernung fixieren mussten, freuen sich über Abwechslung.

Fixieren Sie einen Stift in etwa 30 Zentimeter Entfernung vor der Nase. Dann soll der Blick in die Ferne schweifen, verschiedene Gegenstände abfahren und wieder zum Stift zurückkehren. Es geht auch noch einfacher: Einen Zeigefinger etwa fünfzehn Zentimeter vor die Nase halten, den anderen weitere 15 Zentimeter dahinter. Den Blick langsam und gleichmäßig von einem Finger zum anderen richten.

Auch Seitwärts-Blickänderungen helfen entspannen: Erst geradeaus schauen, dann ein paar Sekunden lang mit beiden Augen nach rechts blicken, den Kopf gerade halten. Dann wieder zur Mitte und nach links schauen, anschließend die Augen schließen und entspannen. Diese wie die vorhergehende Übung wiederholt man viermal.

Wichtig ist es auch, kurzzeitig Reize auszuschalten: Bedecken Sie die geschlossenen Augen mit den gewölbten Handflächen. So dringt kein Licht ein und die Augenmuskeln entspannen sich. Keinen Druck auf die Augäpfel ausüben und so lange halten, wie es angenehm ist. Bei Bedarf wiederholen.

Halten Sie die Augen möglichst feucht

Augen danken es auch, wenn der Raum öfter gelüftet wird. Der erhöhte Sauerstoffgehalt der Luft wirkt wie ein natürlicher Augenbefeuchter. Computerarbeiter sollen zudem öfter blinzeln. Normalerweise schließen sich die Lider etwa 22mal pro Minute.

Bei der Arbeit am Computer sind es aber nur bis zu sieben Lidschläge. Die Folge: Der Tränenfilm wird seltener erneuert und trockene Augen ermüden schneller.

Das menschliche Auge und dessen Alltagsrisiken

Braunes Auge mit glitzerndem Lidschatten in lila und pink
beautiful eyes © Robert Rozbora - www.fotolia.de

In einer technisierten Welt wird den Augen Tag für Tag viel zugemutet. Fernsehen, ein stundenlanges Starren auf den Computerbildschirm, Handydisplays und viele weitere technischen Errungenschaften belasten die Augen deutlich. Viele Menschen benötigen schon in recht jungen Jahren eine geeignete Sehhilfe in Form einer Brille oder Kontaktlinsen.

Experten fanden jedoch schon vor längerer Zeit heraus, dass mit der Hilfe einer Augenschule vielfach auf solch eine Sehhilfe verzichtet werden kann. Unterschiedliche Übungen mit den Augen fokussieren den Blick wieder auf mehr Schärfe und können nicht nur die schlechte Sicht verbessern, sondern auch die oftmals mit einhergehenden Beschwerden wie Augenflimmern oder Kopfschmerzen.

Rasterbrillen mit schwarzen, durchlöcherten Plastikflächen finden hierbei sehr oft ihren Einsatz, allerdings ist die Effektivität unter den Wissenschaftlern noch umstritten. Trotz allem kann sich der Besuch einer Augenschule lohnen und sei es nur, um einige Übungen zu erlernen mit denen man täglich das wichtige Augenlicht schonen kann.

Lesen bei gedämpftem Licht schadet den Augen nicht

Junge Frau im runden Sesselstuhl beim Lesen
Junge Frau beim lesen © Frank Eckgold - www.fotolia.de

Viele Menschen glauben, dass Lesen bei Kerzenschein oder gedämpftem Licht den Augen schaden kann. Dies ist jedoch nur ein Mythos, weiß Augenarzt Georg Eckert.

Es kann lediglich sein, dass sich eine ohnehin schon vorhandene Sehschwäche bei dunklerem Licht bemerkbar macht, die bei vollem Lichtschein nicht auffällt. Besser gesagt: Wer bei gedimmtem Licht ein Buch liest, ist meist auf seine Lesebrille angewiesen, während er diese beim Lesen in vollem Licht vielleicht nicht benötigt.

Eine Sehschwäche herbeiführen oder verstärken kann das Lesen bei gedämpftem Licht jedoch nicht.

Tipps zur Augenschonung bei Bildschirmarbeit

Junge Frau im Schlafzimmer sitzt vor ihrem Computer und tippt
Determined girl typing on computer in bedroom © AVAVA - www.fotolia.de

Heute sitzen viele Menschen beruflich den ganzen Tag vor einem Bildschirm. Dadurch werden die Augen sehr stark beansprucht, sagt Professor Christian Ohrloff, Direktor der Uni-Augenklinik in Frankfurt. Es gebe das sogenannte Office-Eye-Syndrom.

Damit meint man trockene Augen. Dagegen helfen "künstliche Tränen". Das sind Augentropfen mit dem Wirkstoff Hyaluronsäure. Dann gibt es das Computer-Vision-Syndrom. Damit bezeichnet man Probleme beim Umstellen von Nah- auf Fernsicht. Die Folge kann leichtes Schielen, Kurz- und Weitsichtigkeit, sowie Hornhautverkrümmung sein.

Gegen dieses Syndrom hilft eine Lesebrille, sagt Ohrloff. Grundsätzlich sollte man nicht zu lange auf einen Bildschirm starren, sondern immer wieder den Blick in die Ferne schweifen lassen und zum Beispiel aus dem Fenster schauen, wenn man das Glück hat im Büro am Fenster zu sitzen, empfiehlt der Augenarzt aus Frankfurt.

Welchen Schutz brauchen die Augen im Alltag?

Blonde Frau mit Sonnenbrille zwischen Jeans im Geschäft
fashion woman © Andres Rodriguez - www.fotolia.de

Der Mensch ist auf seine Augen als wichtigstes Organ angewiesen. Der Sehreiz ist für uns der dominanteste aller Sinne und daher sollte jeder sein Augenlicht zu gut es geht beschützen. Was ist im Alltag wichtig für die Augen?

Natürlich brauchen wir genügend Helligkeit beim Arbeiten, daher sollte gerade im Winter immer genügend Beleuchtung im Büro oder Wohnzimmer sein. Doch zu viel Licht ist auch nicht gut und das bemerken die meisten Menschen, wenn sie am Tage draußen sind. Viele erschrecken dann nach einigen Stunden, wenn ihre Augen leicht gerötet sind und sich gereizt anfühlen. Der Grund ist, dass zu viel UV-Licht unsere empfindlichen Augen schädigt. Daher raten Augenärzte an jedem sonnigen Tag zu einer Sonnenbrille mit hohem Lichtschutzfaktor.

Eigentlich gilt das auch für den Winter und sogar für leicht bewölkte Tage, denn das UV-Licht ist auch dann auf Dauer zu viel des Guten. Gerade Wintersportler unterschätzen die Reflexionskraft des Schnees. Die sogenannte „Schneeblindheit“ ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, denn die Hornhaut der Augen kann beschädigt werden.

Ebenfalls schnell Teil des Alltags ist eine Erkältung. Hier sollte am besten nie mit der Hand über die Augen gefahren werden, denn sonst gelangen Bakterien hinein und sorgen für eine Bindehautentzündung.

Wer akute Probleme mit den Augen hat, der gehört zum Augenarzt. Doch auch ohne Beschwerden sollte man mindestens aller zwei Jahre zu einem Check up gehen. Schleichende Krankheiten bemerkt man oft zu spät.

Sonnenbrillen für Kinder: Früher Schutz kann spätere Augenschäden verhindern

Kleinkind mit Sonnenbrille sitzt in Hängematte
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Kinderaugen sind gegenüber der UV-Strahlung der Sonne noch empfindlicher als die Augen von Erwachsenen. Wenn der Nachwuchs nicht frühzeitig mit Sonnenbrillen vertraut gemacht wird, drohen ihnen später Augenschäden wie die Makuladegeneration, die zum allmählichen irreversiblen Verlust des Augenlichtes führt. Darauf weisen Mediziner aus Wien anlässlich der Sommerferiensaison hin.

Meistens erwacht das Interesse an Sonnenbrillen erst bei Teenagern, während Kinder ungeschützt im Freien herumtoben. Dabei können jedoch bis zu 80 Prozent der gefährlichen UV-Strahlung in die empfindlichen Kinderaugen dringen. Studien ergaben, dass rund ein Drittel der Strahlenbelastung, die im späteren Leben zu Schäden an der Netzhaut führt, schon in der Kindheit erfolgte. Derzeit gibt es noch keine Heilmöglichkeiten für die Makuladegeneration.

Eltern sollten daher ihren Kindern schon möglichst früh Sonnenbrillen kaufen und dafür sorgen, dass diese auch wirklich getragen werden. Wichtig ist, dass die Brille die Augen auch an den Seiten schützt und dass das Auge vollständig vor der UV-Strahlung geschützt ist. Auch muss die Brille kratzfest und bruchsicher sein, damit das Kind problemlos mit ihr herumtoben kann.

Grauer Star

Zu den häufigsten und bekanntesten Augenkrankheiten gehört der Graue Star (Katarakt). Bei dieser altersbedingten Trübung der Augenlinse kommt es zur Abnahme der Sehkraft. Der Graue Star lässt sich jedoch gut behandeln, da sich die Augenlinse durch eine Kunstlinse ersetzen lässt.

Grüner Star

Weitaus gefährlicher ist der Grüne Star, der auch als Glaukom bezeichnet wird. Dabei kommt es zu einer Erhöhung des Augeninnendrucks, infolgedessen der Sehnerv und die Netzhaut geschädigt werden, was sogar zur Erblindung führen kann.

Makuladegeneration und Retinopathie

Auch bei der altersbedingten Makuladegeneration oder der Diabetes bedingten Retinopathie besteht die Gefahr der Erblindung.

Bindehautentzündung und Fehlsichtigkeit

Eher harmlose Beschwerden sind dagegen die Bindehautentzündung (Konjunktivitis), bei der das Auge anschwillt und sich rötet sowie typische Fehlsichtigkeiten wie

Während man bei Kurzsichtigkeit Objekte aus der Ferne nur unscharf erkennen kann, sieht man im Falle einer Weitsichtigkeit Objekte aus der Nähe schlecht. Bei einer Hornhautverkrümmung wird wiederum das scharfe Sehen beeinträchtigt.

Mit Hilfe einer Augenlaserbehandlung lassen sich die meisten Fehlsichtigkeiten jedoch mittlerweile gut korrigieren. Ansonsten ist das Tragen einer Brille oder von Kontaktlinsen erforderlich.

Lidzucken: lästig, aber harmlos

Auge einer jungen Frau vor einem rotem Hintergrund
Blue eye on red background (shallow DoF) © Andrejs Pidjass - www.fotolia.de

Die Ursache ist häufig Stress und ein Mineralstoff-Mangel.

Ein zuckendes Augenlid ist zwar lästig, aber in den allermeisten Fällen harmlos, auch wenn das gelegentliche Zucken einmal über Stunden oder Tage anhält, schreibt der Facharzt für Neurologie und Psychiatrie Dr. med. Karl C. Mayer im Apothekenmagazin Gesundheit.

Nervöses Zucken kommt auch sonst am Körper immer wieder vor. Die Augenmuskeln arbeiten aber in einer besonders empfindsamen Region. Ihr Zucken wird deshalb intensiver wahrgenommen.

Das Stresshormon Adrenalin fördert die Bereitschaft der Muskeln, sich zusammenzuziehen. Deshalb kann Lidzucken eine Mahnung sein, sich mehr Ruhe zu gönnen.

Eine Rolle spielt auch Mineralstoffmangel, etwa nach starkem Schwitzen oder Durchfall. Ausgewogene Ernährung und regelmäßige Erholung können dann helfen.

Bleibt es nicht bei kurzen Zuckungen, sondern schließt sich das Auge jeweils ganz, sollte man zum Arzt gehen. Dann handelt es sich wahrscheinlich um einen "Blepharospasmus". Diese Bewegungsstörung der Augenlider kann durch Spritzen gebessert werden.

Verklebte Augen bei Babys selten ernsthaft entzündet

Zu enge Tränenkanälchen sind die Ursache für verklebte Augen bei Babys

Baby liegt neben einem Gänseblümchen und streckt die Hand raus
sleeping newborn baby © Mikael Damkier - www.fotolia.de

Verklebte Augenlider bei Babys sind meistens harmlos. Selbst wenn sich ein gelbliches Sekret bildet, muss das nicht für eine Infektion sprechen. Das schreibt der Kinderarzt Dr. Andreas Busse in der Apothekenzeitschrift Baby und die ersten Lebensjahre.

Ursache

Die Ursache liege meistens in zu engen Tränenkanälchen. Der äußere Augapfel wird von einem sich ständig erneuernden, feinen Tränenfilm feucht gehalten. Über die Tränenkanälchen fließt die überschüssige Flüssigkeit zur Nase hin ab. (Deshalb schneuzen wir uns übrigens auch beim Weinen.) Sind die feinen Gänge zu eng, verkleben die Lider. Früher versuchten Augenärzte, die Tränenkanäle sehr früh freizuspülen.

Mit einem Jahr verkleben die Augen kaum noch

Mittlerweile ist erwiesen, dass das Problem sich um den ersten Geburtstag herum in aller Regel von selbst löst. Deshalb wird heute Geduld empfohlen. Wenn ein Kinderarzt eine Infektion ausgeschlossen hat, reicht es, die verklebten Augen mit einem nicht fusselnden, weichen Tuch und abgekochtem, lauwarmem Wasser öfter abzuwischen. Das Wasser darf aber keine Zusätze wie etwa Kamille enthalten, da sie zu Reizungen und Allergien führen können.

"Rotes Auge" ist nicht immer eine Bagatelle

Zur Behandlung des "roten Auges" kommen Augentropfen oder -salben zum Einsatz

Nahaufnahme rechtes rotes Auge, Allergien
allergies to the eye © thegarden - www.fotolia.de

Es müssen nicht immer Spinnenhaare sein, die dafür sorgen, dass ein oder beide Augen sich reichlich rot aufzeigen. Fachärzte der Augenheilkunde raten Betroffenen dazu ein "rotes Auge" nicht als Bagatelle zu betrachten, denn sehr häufig versteckt sich eine ganz bestimmte Ursache dahinter, die in einem unbehandelten Zustand durchaus zu weitreichenden negativen Folgen am Auge führen kann.

Symptome und mögliche Ursachen

Obwohl ein rotes Auge zahlreiche Ursachen in sich bergen kann, sehen die Symptome stets recht ähnlich aus. Charakteristisch für ein erkranktes Auge sind neben der roten Färbung ein Brennen oder Jucken, sowie oftmals zugeklebte Augenlider. Als Ursachen können unter anderem Fremdkörper, bakterielle oder virale Entzündungen, sowie Allergien in Frage kommen.

Zeigen sich die Symptome als anhaltend, ist der Besuch bei einem Augenarzt nur anzuraten, denn bei einer versäumten umgehenden Behandlung kann es durchaus zu bleibenden Schäden am Auge selbst kommen, die mitunter irreparabel sind. Eine Behandlung des "roten Auges" erfolgt nach einer eingehenden Diagnosestellung mit Augentropfen oder Augensalben, die sogenannte Steroide enthalten, die entzündungshemmend wirken.

Bei einer Glaskörpertrübung braucht man sich keine Sorgen machen

Kleine Flecken im Sichtfeld - vor allem bei Kurzsichtigkeit kann der Glaskörper zu klein sein

Nahaufnahme linkes braunes Auge einer Frau
reflection in eye © Erin Mawby - www.fotolia.de

Meistens bemerken Patienten, die sich in einem Krankenhaus befinden, dieses Phänomen, wobei laufend kleine dunkle Flecken im Sichtfeld erscheinen. Hierbei handelt es sich um eine harmlose Glaskörpertrübung, wobei man sich im Prinzip keine Sorgen machen braucht, wie Dieter Schnell vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands erklärt.

Ursachen

Das Auge ist mit einer Gallertmasse ausgefüllt, die sich im hinteren Bereich am Sehnerv und an der Netzhaut befindet. Besonders bei Kurzsichtigen kann es passieren, dass dieser Glaskörper zu klein ist und somit dauernd unter Spannung steht. Manchmal reißen einige Verankerungen von der Netzhaut ab und schwimmen dann vor dem Auge, was aber harmlos ist, aber auf den Nerv gehen kann.

Behandlung - am besten einfach damit leben

Die operative Entfernung ist aber sehr kompliziert und birgt etliche Risiken, so dass man besser versucht damit zu leben. Eine Operation ist nur dann nötig, wenn eine Erblindung droht.

Wer diese sogenannten "fliegenden Mücken" feststellt, sollte dies aber von seinem Augenarzt überprüfen lassen, besonders wenn man eventuell Blitze und feine Blutzellen wie Schnee vor seinem Auge sieht.

Was man gegen geschwollene Augen tun kann

Ein gesunder Lebensstil kann kurzfristig geschwollenen Augenlidern vorbeugen

Nackte junge blonde Frau, lachend, hält sich zwei Gurkenscheiben vor Augen, wie Gesichtsmaske, vor weißem Hintergrund
cucumber - wellness - health © Doreen Salcher - www.fotolia.de

Geschwollene Augen können viele Ursachen haben. Über Nacht zieht man sich einen Lymphstau oder eine Blutansammlung zu. Es können aber auch Infektionen, Allergien, trockene Augen oder Krankheiten sein, die die Schwellung verursachen. Man unterscheidet chronische von kurzzeitigen Schwellungen.

Chronisch oder kurzfristig geschwollene Augen

Bei chronisch geschwollenen Augen sollte man zum Augenarzt gehen. Hier kann sich Fett angelagert haben, der Septum orbitale erschlafft sein oder der Augenringmuskel geschwollen sein.

Am häufigsten sind jedoch die kurzfristig geschwollenen Augen. Sie werden von zu wenig Schlaf, zu viel Alkohol, zu viel Zigarettenrauch oder zu viel Salz verursacht.

Kurzfristige Schwellungen behandeln

Dagegen hilft es, den Kopf beim Schlafen höher zu betten und viel Wasser zu trinken. Man kann sich Teebeutel 10 Minuten auf die Augen legen, sollte die Beutel aber vorher anfeuchten. Gurkenscheiben oder Eiswürfel helfen auch.

Augenmaske und -massage

Es gibt sogar Augenmasken in der Apotheke. Eine Augenmassage ist auch nicht schlecht. Ober- und Unterlid 15 mal von innen nach außen streichen, danach leicht klopfen und zupfen. Im Anschluss eine Augencreme auf Koffeinbasis auftragen.

Richtige Ernährung

Es empfiehlt sich auch, am Morgen je einen halben Liter Ingwer- und grünen Tee zu trinken. Ersterer regt den Stoffwechsel an, letzterer wirkt entwässernd.

Auch Bananen, Reis und Kartoffeln wirken entwässernd. Brennesseltee soll ebenfalls gegen geschwollene Augen gut sein.

Allerdigs ist wahrscheinlich die beste Methode gegen kurzfristige Augenschwellungen, nicht so spät ins Bett zu gehen und nicht so viel Alkohol zu trinken - und natürlich auch nicht rauchen.

Tränende Augen bei Säuglingen sind nicht immer eine ernste Angelegenheit

Oberkörper eines neugeborenen schlafenden Babys in weißer Kleidung
newborn baby, only a couple of hours old © Melissa Schalke - www.fotolia.de

Es kommt nicht selten vor, dass die Augen von Säuglingen tränen, obwohl diese gar nicht im Begriff sind zu weinen oder kurz zuvor geweint haben.

Der Grund für die vermehrte Tränenbildung sind die feinen Kanäle, die Augen und Nase miteinander verbinden. Bei manchen Säuglingen sind diese anfangs noch viel zu eng, um die Tränenflüssigkeit schnell genug abfließen zu lassen, sodass sich vermehrt Tränen bilden, die teilweise auch eine schleimige Konsistenz haben können. In den meisten Fällen jedoch ist dies kein Grund zum Augenarzt zu gehen, da die Tränenkanäle sich mit der Zeit weiten und die übermäßige Tränenbildung aufhört.

Es reicht dann meist, wenn die Eltern das Auge des Kindes mit einem feuchten, sauberen Tuch reinigen oder den Tränenkanal vorsichtig massieren. Ist das Sekret jedoch eitrig oder die Bindehaut gerötet, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Getrübte Hornhaut - schonende Operation bringt Sehkraft zurück

Der Verzicht auf ein Implantat lässt das Risiko auf Abstoßreaktionen komplett wegfallen

Anatomie - Grafik des menschlichen Auges - Ansicht von der Seite
3d auge © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Eine Hornhauteintrübung kann dem Menschen die Sehkraft teilweise bis ganz rauben. Diesen Zustand können Ärzte jedoch operativ korrigieren. Bisher musste man dafür allerdings die komplette eingetrübte Hornhaut entfernen und durch ein Transplantat ersetzen. Das ist nicht ganz einfach und birgt für Patienten auch diverse Risiken.

Vorteile der neuen Technik

Nun kann man auf neuere Techniken zurückgreifen und den Menschen möglichst schonend ihre Sehkraft zurück bringen. Größter Vorteil: Es wird nicht mehr die komplette Hornhaut des Auges entfernt, sondern nur der getrübte Teil.

Da man nun keine Transplantate mehr benötigt, lässt dies das Risiko auf Abstoßreaktionen komplett wegfallen. Zudem können die Chirurgen nun endlich auf Nähte verzichten, die sonst das Transplantat an Ort und Stelle gehalten haben. Ohne Nähte sinkt auch das Infektionsrisiko gewaltig.

Wenn die komplette Ersetzung unumgänglich ist

Die meisten Patienten reagieren sehr gut auf das Verfahren und können nach wenigen Tagen wieder sehen. Langzeitstudien zeigen außerdem, dass die neue alte Hornhaut auch nach guten zehn Jahren ohne Probleme funktioniert.

Allerdings kann das neue Verfahren nicht bei jedem zum Einsatz kommen. Ist ein zu großer Teil der Hornhaut defekt, kann eine komplette Ersetzung unumgänglich sein.

Die Augengrippe breitet sich immer mehr aus – Ärzten ist die Meldung schlicht zu teuer

Frau tröpfelt sich Augentropfen in das trockene Auge
putting eye drops into dry eyes © TMAX - www.fotolia.de

Immer mehr Menschen leiden an der sogenannten Augengrippe. Dabei handelt es sich um eine Infektion mit dem Adeno-Virus. Durch die Ansteckung mit dem Virus kommt es dazu, dass beide Augen schmerzen und nach nur wenigen Tagen beginnen sehr stark anzuschwellen. Mit den aufgequollenen und brennenden Augen gehen die Betroffenen dann zum Augenarzt. Viele Augenärzte reagieren aber nicht angemessen auf die Augengrippe. Sie behandeln zwar den Patienten, sie nehmen von den infizierten Augen aber keinen Abstrich. Dabei sind sie dazu eigentlich sogar verpflichtet. Ein Abstrich muss ins Labor geschickt und die Meldepflicht eingehalten werden.

Doch dieses Vorgehen kostet die Praxen schlicht zu viel Geld und daher verzichten viele Augenärzte auf das Vorgehen. Dies hat aber schwere Folgen. Forscher gehen davon aus, dass die verletzte Meldepflicht mit der Grund dafür ist, dass die Augengrippe immer mehr um sich greift. Offiziell ist die Infektionsrate aber natürlich hierzulande bei Null, sowohl im letzten Jahr als auch 2010. Das Problem ist, dass die Realität eben ganz anders aussieht. Eine Ansteckung ist auch erschreckend leicht, da man die Augengrippe mit einer einfachen Schmierinfektion weiter geben kann. Das bedeutet, man greift sich einmal ans Auge, hat die Viren dann an der Hand und kann sie so leicht bei Begrüßungen etc. weitergeben.

Auch das Berühren einer Tür oder eines Telefons reicht schon und der nächste, der die Oberfläche berührt, hat die Viren auch.

Bei müden Augen niemals reiben

Erschöpfter Mann mit geschlossenen Augen fasst sich ins Gesicht
A young man that has an intense headache. © TheSupe87 - www.fotolia.de

Jeder kennt sie: müde und juckende Augen. Um vermeintliche Linderung zu schaffen, reiben wir häufig kräftig über die Augenpartie. Dass dies allerdings nicht hilft, sondern sogar schaden kann, warnt nun Gerd Geerling vom Berufsverband der Augenärzte.

Dem Experten zufolge, sollten müde Augen auf keinen Fall gerieben werden. Durch das Reiben können Bakterien und Keime ins Auge gelangen uns die ohnehin schon gereizte Oberfläche entzünden. Um trockene und juckende Augen zu vermeiden, ist es sinnvoll, regelmäßig an die frische Luft zu gehen und zu stark geheizte Räume zu vermeiden.

Auch künstliche Tränenflüssigkeit kann Abhilfe schaffen. Geerling rät jedoch, die Ursache der verminderten Tränenproduktion zunächst von einem Augenarzt untersuchen zu lassen, um eine Erkrankung auszuschließen.

Natürlicherweise produziert die Tränendrüse bei Müdigkeit weniger Tränenflüssigkeit, wodurch der Tränenfilm zu dünn wird und die Hornhaut beschädigt werden kann. Der Grund weshalb die Augen besonders bei der Arbeit vor dem Computer, bei langen Autofahrten oder vor dem Fernseher schnell ermüden, liegt daran, dass wir bei diesen Tätigkeiten weniger häufig blinzeln.

Sie sollten daher versuchen, ihren Augen ab und zu eine Pause zu gönnen. Bei anhaltenden Beschwerden sollte unbedingt einen Augenarzt aufgesucht werden.

Mangel an Tränenflüssigkeit führt zu gereizten Augen

Das Phänomen der müden Augen lässt sich auf einen mangelden Tränenfilm zurückführen

Frau nimmt Augentropfen
eyedroppers © Coka - www.fotolia.de

Gerade wer durch den Job viel Zeit vor dem PC verbringen muss, der kennt das Problem: müde Augen. Irgendwie hat man das Gefühl, dass die Augen gereizt sind und sich trocken anfühlen. Viele neigen dann dazu, die Augen leicht zu reiben, doch das kann das Ganze noch schlimmer machen. Das Phänomen der müden Augen lässt sich auf den Tränenfilm zurückführen. Wir alle besitzen ihn auf unseren Augen.

Das macht Augen müde

Er soll sie feucht und damit gesund halten. Doch mehr und mehr Erwachsene leiden an gereizten Augen, da sie nicht genügend Tränenflüssigkeit haben. Neben

zum Augenproblem werden. Ebenso sind einige Medikamente wie die Anti-Baby-Pille schuld an den trockenen Augen. So kann der Tränenfilm auf den Augen seine Arbeit nicht machen. Die Folgen sind

  • ein Gefühl der Trockenheit,
  • rote Augen und oft auch
  • ein Brennen.

Augentropfen schaffen Abhilfe

Augenärzte empfehlen allen Betroffenen damit einmal beim Arzt vorstellig zu werden. Handelt es sich um nichts Ernstes, kann das tägliche Benutzen von Augentropfen zur Befeuchtung helfen. Diese gibt es ohne Rezept in der Apotheke.

Nebenwirkungen sind dabei nicht zu erwarten. Am Besten ist es natürlich, die Ursache zu erkennen und diese aus der Welt zu schaffen.

Kinder mit tränenden Augen - bei anhaltenden Beschwerden können chronische Entzündungen vorliegen

Baby in Winterkleidung und Schnuller im Mund schaut in Kamera
2 months old baby outdoor in warm clothes, winter © nyul - www.fotolia.de

Gerade kleine Kinder fangen schnell an zu weinen. Sie können sich verletzt haben, oder unglücklich sein und sofort beginnen die Tränchen. Oft muss man sich dabei als Elternteil keine großen Sorgen machen, denn gerade junge Kinder teilen sich besser über Zeichen wie Lachen oder Weinen mit. Die Sprache kommt erst später.

Allerdings sollte man immer misstrauisch werden, wenn Kinder sehr häufig tränende Augen haben, ohne dass sie richtig weinen. Dann handelt es sich meist nicht um eine emotionale Reaktion, sondern um einen Mechanismus des Auges. Dieses versucht, sich zu Reinigen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn ein kleiner Fremdkörper im Auge ist.

Das Tränen sollte aber spätestens nach dem vorsichtigen Ausspülen mit Wasser verschwinden. Hält es mehrere Tage an, ist der Gang zum Arzt sehr sinnvoll. Bereits kleine Kinder können eine chronische Entzündung am Auge entwickeln. Daran kann ein Fremdkörper schuld sein, aber auch Fahrtwind im Auto oder die Berührung mit Händen, die mit Erkältungserregern übersät waren. Bei einigen Babys kann auch das Weinen an sich zum Entzündungsauslöser werden, wenn sie ständig weinen und damit die Bindehaut reizen.

Egal, welcher Auslöser zu Grunde lag, als Vater oder Mutter sollten Sie auf keinen Fall selbst mit der Behandlung von chronischen Leiden beim Kind beginnen. Es sollte immer der Kinderarzt zu Rate gezogen werden. In schweren Fällen kann die Vergabe von Augentropfen mit Antibiotika notwendig sein, oft reichen aber auch andere Augentropfen mit kühlendem und geschmeidigmachendem Effekt.

Probleme mit den Augen: Das wichtigste Sinnesorgan ist am anfälligsten für Fehler

Träne kullert aus Auge mit langen Wimpern
Woman in tears © Arpad Nagy-Bagoly - www.fotolia.de

Der Mensch besitzt fünf verschiedene Sinnesorgane. Würde man Passanten auf der Straße fragen, welcher Sinn ihnen am wichtigsten ist, würden die meisten das Auge angeben. Die Fähigkeit zu sehen, macht 80 Prozent der Orientierung aus und ist daher essentiell. Aus diesem Grund ist die Sehkraft am schwersten auszugleichen, wenn es zum Ausfall kommt. Doch gerade der wichtigste Sinn des Menschen ist der, der am ehesten für Fehlfunktionen anfällig ist.

Forscher machen evolutionäre Fehlentwicklungen dafür verantwortlich, dass immer mehr Menschen eine Brille benötigen. Kurzsichtigkeit ist vor allen Dingen in den Industrienationen ein Massenphänomen. Dies führt man auf den Umstand zurück, dass durch die Arbeit im Büro so viele Menschen ihr Auge ständig auf etwas Nahes fixieren müssen.

Evolutionär betrachtet wird die Fähigkeit Dinge in der Ferne zu sehen also unwichtiger und genau aus diesem Grund verliert die Menschheit mehr und mehr die Fähigkeit dazu. Wir sind nicht mehr die Steinzeitmenschen, für die es lebensnotwendig war, ferne Objekte wie gefährliche Raubtiere oder potenzielle Jagdbeute zu erkennen.

Ein anderer häufiger Fehler ist der sogenannte "blinde Fleck". Dabei handelt es sich um eine Art Leerstelle, an der ein Mensch überhaupt nichts sieht. Die meisten wissen nicht einmal, dass sie betroffen sind, da die Augen durch kleinste Bewegungen die Stelle immer mit Informationen füllen. Hiervon sind interessanterweise aber fast alle Wirbeltiere betroffen.

Interessanterweise zählt auch die Augenfarbe Blau aus dem Blickwinkel der Wissenschaft zu den Augenfehlern. Forschungen haben ergeben, dass noch vor einigen tausend Jahren alle Menschen nur braunäugig waren. Es schlich sich aber ein Gendefekt ein, der bei Trägern dieser Genvariante das Farbpigment "Melanin" vermissen ließ. Dies führte zu blauen Augen.

Ganz Deutschland sieht am Bildschirm - Trockene Augen werden zur Volkskrankheit

Obere Gesichtshälfte eines jungen Mannes, starrt auf Computerbildschirm
Screen © lassedesignen - www.fotolia.de

Mittlerweile wird jeder fünfte Patient, der aufgrund von Augenproblemen beim Augenarzt vorstellig wird, mit dem Sicca-Syndrom diagnostiziert, bei dem auch von trockenen Augen die Rede ist. Fachärzte sprechen daher schon von einer neuen Volkskrankheit. Gründe für die Ausbreitung des Sicca-Syndroms gibt es viele, darunter schlechte Luft in klimatisierten Räumen, Zugluft durch offene Fenster - und natürlich die Bildschirmarbeit.

Bei der Bildschirmarbeit wird häufig das Blinzeln vergessen

Je mehr Menschen heute den ganzen Tag vor Computerbildschirmen sitzen - und abends dann auch noch stundenlang vor dem Fernseher - umso häufiger kommt es zu trockenen Augen. Beim Starren auf den Bildschirm wird häufig das Blinzeln vergessen, das normalerweise dafür sorgt, dass sich die Tränenflüssigkeit gleichmäßig über dem Auge verteilt.

Auf Dauer fehlen der Bindehaut und der Hornhaut dann wichtige Nährstoffe und Sauerstoff. Dazu wird das Auge nicht mehr gründlich von Bakterien und anderen Fremdkörpern gereinigt.

Mediziner empfehlen, bei der Bildschirmarbeit immer wieder bewusst Pausen zu machen und beispielsweise aus dem Fenster zu schauen oder die Augen einfach einige Sekunden lang zu schließen. Allerdings kann eine Störung der Tränenflüssigkeit auch andere medizinische Ursachen haben. Dann sollte der Augenarzt aufgesucht werden um der Erkrankung auf den Grund zu gehen.

Das bionische Auge: Neue Entwicklung zur Verbesserung der Sehfähigkeit

Grafik seitliche Ansicht Auge, Netzhaut
Retina © saginbay - www.fotolia.de

Laut dem australischem Premierminister Kevin Rudd habe diese Erfindung "das Potential, die Sehkraft von tausenden Menschen in Australien und in in aller Welt wiederherzustellen". Die Rede ist von dem so genannten bionischen Auge, welches von einem australischen Unternehmen entwickelt wurde.

Kürzlich wurde der Prototyp dieses Gerätes, welches aus einer Brille mit integrierter Minikamera, einem tragbaren Prozessor sowie einem Implantat in der Netzhaut besteht, vorgestellt. Diese neue Technik soll es möglich machen, die Sehkraft, die bei vielen Menschen immer schlechter wird, zu verbessern, indem die Bilder der Kamera über den Prozessor an den Chip in der Netzhaut geleitet werden.

Das Sehvermögen wird auch dadurch nicht wieder komplett hergestellt, jedoch werden für den Betroffenen auf diese Weise zumindest Umrisse wieder sichtbar.

US-Biologe entdeckt neuen Mechanismus im Auge

Neben negativer nun auch positive Rückkopplung im Auge nachgewiesen

Anatomie - Grafik des menschlichen Auges - Ansicht von der Seite
3d auge © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Das menschliche Auge gilt als herausragende Leistung der evolutionären Entwicklung. Wissenschaftler fragen sich schon lange, wie es funktioniert und haben die meisten Antworten auch schon gefunden.

Negative Rückkopplung

So wurde vor 40 Jahren herausgefunden, wie ein Auge Kontraste wahrnehmen kann. Der Mechanismus heißt negative Rückkopplung. Eine Lichtsinneszelle gibt das Signal ans Gehirn weiter und unterdrückt gleichzeitig die Weiterverarbeitung des Signals in anderen Augenzellen.

Positive Rückkopplung

Nun hat Skyler Jackman von der US-University of California in Berkley eine weitere Antwort gefunden. Zusätzlich zur negativen Rückkopplung gibt es eine positive Rückkopplung. Die Lichtsinneszelle unterdrückt nur die Verarbeitung des Signals in weiter weg liegenden Zellen, aber in den Nachbaraugenzellen aktiviert sie die Verarbeitung.

Jackmans Artikel steht in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "PLoS Biology". Er hat seine Erkenntnisse aus Echsenaugen gewonnen. Die positive Rückkopplung könne man nur erkennen, wenn man eine ganze Netzhaut entnehme.

Frühere Forscher hätten sich immer nur mit Netzhautteilen beschäftigt, so Jackman. Auch in Kaninchen- und Fischaugen konnte die positive Rückkopplung nachgewiesen werden. Es ist davon auszugehen, dass es sie auch im menschlichen Auge gibt.

Zulassung für weltweit erstes bionisches Auge

Grafik Seitenansicht menschliches Auge, Querschnitt
eye illustration with cross section view - good detail © Matthew Cole - www.fotolia.de

Die US amerikanische Food and Drug Administration hat dem weltweit ersten bionischen Auge namens Argus II nun die Zulassung für fünf Bundesstaaten in den USA erteilt. Neben stark Sehbehinderten sollen mit dem Auge selbst erblindete Menschen wieder sehen können.

Das eingesetzte Implantat funktioniert dabei wie eine Netzhaut, während die Brille mit einer integrierten Kamera sowie einem speziellen Sensor ausgerüstet ist. Die aufgenommenen Bilder werden direkt zum Prozessor geleitet, wo die Bilddaten verarbeitet und anschließend an die Netzhaut gesendet werden. Auf diese Weise können erblindete Menschen zwar nicht so gut sehen wie Sehbehinderte, allerdings nehmen sie durch diese Methode genug Licht wahr, damit sie sich alleine in der Öffentlichkeit bewegen können.

Allerdings dürfte der enorm hohe Preis des Argus II von knapp 150.000 Dollar für viele Sehbehinderte und blinde Menschen kaum zu stemmen sein, da hierbei noch nicht einmal die Operationskosten enthalten sind.

Einzigartiges Netzhautimplantat ermöglicht blinden Patienten neue Lebensqualität

Augenoperation, Linsentrübung, Grauer Star wird entfernt
Eye surgery close up (cataract removal) © saginbay - www.fotolia.de

Wissenschaftler aus Tübingen veröffentlichten eine Studie zum Thema Implantation eines „subretinalen elektronischen Seh-Chips“ und machen damit erblindeten Patienten neuen Mut. Denn bei neun Patienten wurden Verbesserungen erzielt. So konnten sie wieder Bäume, Möbel und Geschirr unterscheiden. Bei einigen Patienten funktionierte der Chip so gut, dass sie wieder in der Lage waren einzelne Buchstaben zu benennen.

Dieses Netzhautimplantat ist das einzige auf der ganzen Welt, dessen Pixeldichte so hoch ist und es ist das einzige mit dem Licht aufnehmenden Teil im Augeninneren. Aus diesem Grund sind die natürlichen Augenbewegungen in den Sehprozess integriert.

Der Chip hat eine Pixelleistung von 1.500 und ermöglicht den Patienten ein Sehumfeld von 11 bis 15 Grad. Kamera und Elektronik befinden sich im Körper, lediglich ein dünnes Kabel verläuft hinter dem Ohr. Damit gewinnen die Patienten Bewegungsfreiheit und können im Alltag damit sehen.

Kunstaugen helfen Patienten nach Tumorerkrankungen

Chirurg in grünen Handschuhen bei einer Augenoperation - Laser-in-situ-Keratomileusis (LASIK)
ophthalmology eye correction © Kadmy - www.fotolia.de

Ein großes psychisches Problem stellt es für Patienten dar, wenn ihnen zum Beispiel nach einer Tumorerkrankung ein Auge entfernt werden muss. Kunstaugen können hier helfen und dem Patienten Selbstsicherheit und ein ästhetisches Aussehen zurückgeben. Die Kunstaugen sind so präzise gefertigt, dass ein Unterschied zum gesunden Sehorgan kaum möglich ist.

Aber nicht nur Ästhetik ist beim Tragen eines Glasauges wichtig. Würde in die leere Augenhöhle kein Körper eingesetzt werden, würde diese in sich zusammenfallen und das ganze Gesicht entstellen. Das Glasauge selbst wird mit äußerster Präzision gefertigt und dem Patienten auf ein Implantat aufgesetzt, dass Chirurgen nach einer Augenentfernung in die Höhle einpflanzen.

Aus diesem Grunde sind Kunstaugen auch nicht rund, sondern werden als Halbschalen auf das Implantat aufgesetzt. Dieses Implantat ist sehr wichtig, da dort die bestehenden Muskeln angenäht werden, so dass sich das spätere Kunstauge bewegen kann. Glasaugen stellen Ocularisten her, die dazu sechs Jahre lang ausgebildet werden.

Ziel dieser Feinarbeit ist es, ein natürliches Auge entstehen zu lassen, dass sich von dem echten eigenen nicht unterscheidet. In Deutschland üben diesen Beruf nur ungefähr 60 Menschen aus. Wegen der langen Ausbildungsdauer wird in Zukunft manches Institut Nachwuchsprobleme bekommen.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Human eye cross-section model © Roman Milert - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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