18. März 2010
Das menschliche Auge gehört zu den wichtigsten Sinnesorganen des Körpers. Es ermöglicht die Wahrnehmung von Bildern.
Zu den wichtigsten Sinnesorganen des Menschen gehören die Augen. Sie befinden sich in den Augenhöhlen (Orbita) und werden von Stirnbein, Jochbein und Nasenbein umgeben. Geschützt wird das Auge (Ocula) vom Augenlid (palpebra), welches das Auge völlig bedecken kann. Durch die Tränenflüssigkeit wird die Hornhaut des Auges feucht und sauber gehalten. Unterteilt wird das Sehorgan (Organum visum) in den Augapfel (Bulbus oculi), den Sehnerv sowie die Anhangsorgane wie Augenlid, Bindehaut, Augenmuskeln und Tränenapparat.
Der menschliche Augapfel ähnelt der Form einer Kugel und setzt sich aus der inneren, der äußeren und der mittleren Augenhaut zusammen. Die äußere Augenhaut besteht aus der Hornhaut (Kornea) und der Lederhaut (Sklera). Während die Hornhaut, die ein klares Gewebe ohne Gefäße ist, zu den wichtigsten Teilen des lichtbrechenden Augenapparats gehört, gewährleistet die weiße Lederhaut, die aus elastischen Fasern und Kollagen besteht, die Stabilität des Augapfels.
Die mittlere Augenhaut besteht aus der Aderhaut (Choroidea), der Regenbogenhaut (Iris) und dem Strahlenkörper (Ziliarkörper). Aufgabe der Aderhaut, die vor allem aus Gefäßen besteht, ist die Ernährung der äußeren Netzhaut. Zudem verhindert sie irritierendes Streulicht durch ihre Pigmentierung. Die Regenbogenhaut sorgt dafür, dass der Lichteinfall reguliert wird. Ihre zentrale und bewegliche Öffnung ist die Pupille, die sich durch ihre beiden Muskeln entweder verengen oder erweitern kann. Der Muskel des Strahlenkörpers sorgt für die Formveränderung der Linse. Darüber hinaus beeinflusst der Ziliarkörper auch den Abfluss des Kammerwassers.
Die innere Augenhaut bezeichnet man auch als Netzhaut (Retina). In der Netzhaut befinden sich die Photorezeptoren. Diese ermöglichen durch die Aufnahme von Farb- und Lichtreizen den Sehvorgang. Unterteilt werden die Photorezeptoren in Stäbchen und Zapfen. Diese Zapfen und Stäbchen ermöglichen das Farbensehen bei Tag sowie das Schwarz-Weiß-Sehen bei Nacht. Das Zentrum der Netzhaut ist die Makula, die auch gelber Fleck genannt wird und zu den wichtigsten Bestandteilen der Netzhaut gehört. Sie gewährleistet das Sehen von Farben sowie das hohe Auflösungsvermögen.
Das Innere des Augapfels setzt sich aus der Linse, dem Glaskörper sowie den Augenkammern zusammen. Aufgabe der Linse, die aus transparentem Gewebe besteht, ist die Bündelung von Lichtstrahlen sowie deren scharfe Abbildung auf der Netzhaut. Der Glaskörper, der zwei Drittel des Augapfels einnimmt und zu 98 Prozent aus Wasser besteht, ist mitverantwortlich für den Erhalt der Form des Augapfels, falls es zu Verletzungen kommt. Die Augenkammern werden in Vorder- und Hinterkammer unterteilt und enthalten das Kammerwasser.
Zu den Schutzvorrichtungen des Auges gehören die Augenhöhle, die Augenlider, der Tränenapparat und die Bindehaut. Während die knöchernen Augenhöhlen die Augen umgeben, schützen die oberen und unteren Augenlider den Augapfel vor einfallenden Fremdkörpern und zu starker Blendung. Der Tränenapparat verteilt sein wässriges Sekret durch die Tränendrüse über den Augapfel, um das Auge feucht und sauber zu halten. Die Bindehaut (Konjunktiva), die den Raum zwischen Augenhöhle, Augenlidern und Augapfel auskleidet, ist eine Schutzvorrichtung gegen Fremdkörper und eindringende Keime.
Ein weiterer wichtiger Teil des Auges ist der ca. 4,5 Zentimeter lange Sehnerv (Nervus opticus), der rund eine Million Nervenfasern enthält und der erste Abschnitt der Sehbahn ist. Er bildet eine Verlaufstrecke von der Lederhaut bis zur Sehnervenkreuzung. Durch den Sehnerv werden die Sinneszellen des Augapfels mit dem Gehirn verbunden, wodurch der Mensch in der Lage ist ein Bild wahrzunehmen.
Wichtigste Aufgabe des Auges ist das Sehen. Durch die Hornhaut der äußeren Wand des Augapfels dringt das Licht bis zur mittleren Wandschicht vor. Dort befindet sich die Regenbogenhaut. Das Licht trifft hinter der Regenbogenhaut auf die Linse, wo es gebündelt wird. Dadurch entsteht ein Bild, das auf der Netzhaut abgebildet wird. Der Sehnerv leitet dann die Bildinformationen der Netzhaut an das Gehirn weiter.
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