19. Januar 2011
Kommt es zu einer Stenose an den Eingeweidearterien, muss eine medizinische Behandlung erfolgen. Eine Therapiemöglichkeit ist der Einsatz eines Ballonkatheters.
Spricht man von einer Stenose, meint man damit eine Engstelle in einem Blutgefäß. Zu solchen Verengungen kommt es an den Arterien der Eingeweide eher selten, aber wenn dies der Fall ist, kann eine Stenose unter Umständen gefährliche Folgen haben.
Besteht eine Stenose an den Darmarterien, hat dies eine verschlechterte Durchblutung zur Folge, was sich bei den Betroffenen durch Probleme bei der Nahrungsaufnahme, Bauchschmerzen und Gewichtsabnahme bemerkbar macht. Sind die Nierenarterien von einer Engstelle betroffen, hat dies in vielen Fällen Bluthochdruck sowie Funktionsstörungen der Nieren zur Folge. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass die Niere schrumpft. Besonders gefährlich ist ein akuter Gefäßverschluss, da es dadurch zu einem raschen Gewebetod kommen kann.
Verursacht werden Stenosen an den Eingeweidearterien in der Regel durch Arterienverkalkung, die auch als Arteriosklerose bezeichnet wird. Durch die Arteriosklerose werden Blutbestandteile wie Cholesterin oder Thrombozyten (Blutplättchen) in den Arterien abgelagert. Das Risiko an Arterienverkalkung zu erkranken, steigt durch gewisse Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol, Übergewicht sowie eine ungünstige Blutzusammensetzung. Eher selten sind Bestrahlungen, Gefäßentzündungen oder äußere mechanische Einengungen für eine Arterienverkalkung verantwortlich.
Bevor man bei einer Stenose der Eingeweidearterien eine Operation durchführt, kann als Alternative auch das Aufdehnen des Gefäßes mit einem Ballonkatheter versucht werden. Ein solches Verfahren bezeichnet man als Angioplastie. Dabei wird die verengte oder verschlossene Arterie mithilfe eines Ballons erweitert oder wieder geöffnet.
Bei einer Angioplastie führt man den Katheter, der über einen aufblasbaren Ballonmechanismus verfügt, in der Regel durch die Leiste ein. Anschließend wird er mit einem Führungsdraht bis zur Engstelle weiter geschoben und dort platziert. Hat der Ballonkatheter die richtige Stelle erreicht, bläst man ihn mit einem Druck von 8 bis 12 bar auf. Gelingt es, die Engstelle auf diese Weise zu beseitigen, kann ein operativer Eingriff vermieden werden. In vielen Fällen setzt man zusätzlich so genannte Stents, Geflechte aus Draht, ein, damit diese das Gefäß von innen offen halten. Ein solches Verfahren wird als Stentangioplastie bezeichnet. Auch für die operative Entfernung eines Blutgerinnsels benutzt man einen Ballonkatheter. Dabei wird die Arterie zunächst aufgeschnitten, dann lässt man den Ballonkatheter ein und schiebt ihn bis hinter den Blutpfropf. Schließlich bläst man den Ballon auf und zieht das Blutgerinnsel bis zur geöffneten Stelle, an der es dann einfach herausgenommen wird. Bringt eine Ballondilatation keine Besserung, muss eine Operation erfolgen, bei der zumeist ein Bypass gelegt wird, um die Engstelle zu überbrücken.
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