26. November 2009
Von Viola Reinhardt
Überhitzte Räume sind eine leidige Angelegenheit. Neben brennenden Augen, einen Reizhusten oder auch eine allgemeine Abgeschlagenheit, birgt eine zu trockene Innenraumluft auch noch die Gefahr, dass aufgrund der eingetrockneten Schleimhäute diese rissig und für Bakterien und Co erst so richtig anfällig wird. Betrachtet man sich allerdings den gegensätzlichen Faktor der zu hohen Luftfeuchtigkeit in der Wohnung, dann wird jedoch offensichtlich, dass auch das nicht besonders gut ist, denn hierbei entsteht rasch ein hinterhältiger Schimmel. Und der macht wieder krank. Also, was kann man nun für ein prima Wohnungsklima tun?
Bleiben wir gleich einmal bei der Feuchtigkeit in der Wohnraumluft. Diese ist dann für uns Menschen und auch die Wohnräume selbst ideal, wenn sie einen Wert zwischen 40 und 60% hat. Um die vorhandene Luftfeuchtigkeit messen zu können, bietet sich ein Hygrometer aus dem Baumarkt an, dass bereits ab ca. 20 Euro erhältlich ist und wirklich gute Dienste leisten kann. Allerdings lässt sich auch "nach Gefühl" das Wohnklima effektiv gestalten, was sich an folgenden Tipps recht leicht nachvollziehen lässt.
Ein gesundes Klima erzielen Sie besonders dann, wenn Sie die Wohnräume auf maximal 20-22 Grad anheizen und diese Temperaturen in Schlafräumen nochmals auf bis zu 16 Grad absenken. Räume, die nur wenig genutzt werden, sollten trotzallem auf der kleinsten Stufe geheizt werden, da sich sonst eine negative Feuchte bildet, die wiederum einem Schimmel kräftig Vorschub leisten kann.
Alle Wohnungsräume sollten zudem mehrmals am Tag durch ein sogenanntes Stoßlüften mit frischem Sauerstoff angereichert werden. Gekippte Fenster hingegen sind nicht zu empfehlen, da sie einen zu hohen Wärmeverlust erzeugen und im Gegenzug nicht genügend alte Luft gegen neue Luft austauschen lassen. Zudem erwärmt sich frische Luft im Zimmer wesentlich rascher als es bei einer abgestandenen Luft der Fall ist. Auch gegen eine mögliche Schimmelbildung ist das Stoßlüften ein weitaus besseres Mittel als es ein Kippfenster ermöglichen kann.
Ein Luftbefeuchter muss nicht zwingend notwendig angeschafft werden, denn bereits kleine Schalen mit Wasser, die entweder auf der Heizung selbst oder im Raum aufgestellt werden, lässt sich eine gesunde Luftfeuchtigkeit erzielen. Eine ähnliche Wirkung erzielen Sie auch indem Sie Ihre Wäsche in einem der Räume zum Trockenen aufhängen, allerdings sollten Sie dann nicht vergessen zwischendurch regelmäßig zu lüften, da sich sonst die Feuchtigkeit an den Fenstern sammelt.
Zu guter Letzt bleibt noch das dem Grünpflanzen zur Förderung eines gesunden und angenehmen Wohnklimas. Wussten Sie, dass bereits drei bis sechs große Grünpflanzen auf einer Fläche von 50qm die Luftfeuchtigkeit von 30 auf 50% anheben können? Besonders gut für diesen Zweck sind übrigens die Zimmerlinde oder auch das Zypergras geeignet, die es recht preisgünstig zu kaufen gibt und sich auch als pflegeleicht erweisen. Dass man somit ganz nebenbei auch noch eine optische Wohlfühlatmosphäre in der Wohnung erschafft, sollte man als zusätzlichen Pluspunkt in Sachen prima Klima im eigenen Zuhause betrachten.
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