Das Haus winterfest machen - Dach, Wasserleitungen, Heizungen

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Tipps für ein winterfestes Zuhause

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  • von Paradisi-Redaktion

Der Besitz eines Eigenheims ist der Traum vieler Menschen. Allerdings ist der Besitz eines eigenen Hauses auch mit einigen Verpflichtungen verbunden. Zu diesen zählt auch, für ein winterfestes Zuhause zu sorgen. Dzu gibt es einige Maßnahmen, die im Spätherbst ergriffen werden müssen. Sie betreffen u.a. die Wasserleitungen, die Heizanlagen sowie den Garten. Holen Sie sich Tipps für ein winterfestes Zuhause.

Die Notwendigkeit eines winterfesten Zuhauses

Die Winterzeit gilt als die gemütlichste Zeit. Wenn es draußen immer kälter wird und die Dunkelheit immer schneller hereinbricht, machen wir es uns am liebsten in den eigenen vier Wänden gemütlich.

Damit die Gemütlichkeit aber auch wirklich gewährleistet werden kann, sollte man zuvor eine kleine To-Do-List abgearbeitet haben, um auch Haus und Garten schadenfrei durch die teils lang anhaltende Kälte zu bringen. Damit einher geht beispielsweise auch eine funktionierende Heizung, ohne die das heimelige Gefühl erst gar nicht entstehen kann.

Doch es gibt noch andere gute Gründe für die Gewährleistung eines winterfesten Hauses: in den Sommer- und besonders auch den Herbstmonaten kommt es je nach Region nicht selten zu heftigen Stürmen. Tragen beispielsweise Dächer oder Hausfassaden Schäden davon, werden diese spätestens über die Wintermonate noch schlimmere Folgen haben, angefangen von Feuchtigkeit bis hin zu Schimmelbildung und Co.

Es gilt also, bestehende kleine Schäden frühzeitig zu reparieren. Gleichzeitig kann es je nach Alter und Bausubstanz des Hauses zu Rissen kommen, die einen bevorstehenden Frost nicht überstehen würden. Möchte man ohne böse Überraschungen durch den Winter kommen und Renovierungen im Frühjahr vermeiden, gelten folgende Tipps als hilfreich.

Tipps für ein winterfestes Haus

Es gibt einige Bereiche, die vor Einbruch der Kälte besondere Aufmerksamkeit erhalten sollten. Lesen Sie im Folgenden, welche Maßnahmen für ein winterfestes Zuhause notwendig sind.

Heizanlagen

Zunächst einmal muss sich um die Heizanlagen gekümmert werden. In diesem Zusammenhang muss einerseits sichergestellt sein, dass diese beim ersten Kälteeinbruch auch einwandfrei funktionieren. Dies erreicht man durch eine professionelle Wartung und ein Entlüften der einzelnen Heizkörper.

Darüber hinaus sollte sich im Falle einer Zentralheizung über den Füllstand des Heizöls informiert werden. Im Zweifelsfall kann dieses dann noch nachgefüllt werden.

Wasserleitungen

Des Weiteren sollte sich vor Wintereinbruch um die Wasserleitungen im Hausbereich gekümmert werden. Sollten diese nämlich verstopft oder bereits beschädigt sein, könnten die winterlichen Witterungsbedingungen diese vollkommen zerstören.

Diese Vorsichtsmaßnahme schließt einerseits die Reinigung der Regenrinnen, andererseits aber auch eine Säuberung der Fallrohre ein. In der Regel bedeutet dies eine Entfernung von Laub und Dreck, was auch ohne professionelle Hilfe bewältigt werden kann.

Dach

Darüber hinaus ist ebenso das Dach zu überprüfen und gegebenenfalls zu warten. Besonders wichtig ist dabei die Überprüfung der Ziegel auf einen festen Sitz, da diese sich sonst unter den Schneelasten lösen könnten. Besonders wichtig ist dieser Aspekt, sobald es sich um eine alte Dachbedeckung handelt oder aber ein Steildach verbaut ist.

Darüber hinaus kann sich auch noch über die Festigkeit der Schneefanggitter und möglicher Solaranlagen sowie Antennen vergewissert werden. Weiteres Stichwort: die Dachrinne. Durch möglicherweise auftretende Schneemassen wird den Rinnen ein erhebliches Gewichtestemmen abverlangt; auch können sich an diesen schwere Eiszapfen bilden.

Als Folge können die Dachrinnen aus ihren Aufhängungen reißen und abstürzen. Schlimmstenfalls führt dies zu Schäden der Traufe am Dachrand, sodass Wasser unter die Dachpfannen und die Wände hinunterlaufen kann, was besonders im Innenraum zum Problem wird.

Es gilt somit, die Dachrinne auf festen Sitz zu überprüfen. Ebenfalls wichtig: das Ersetzen von kaputten Dachpfannen sowie von solchen mit kleinen Rissen - diese können durch den Frost nämlich gesprengt werden.

Fenster sowie Fensterrahmen

Ein winterfestes Zuhause schaffen bedeutet auch, Fenster samt Rahmen einmal genau zu überprüfen. Entscheidend ist natürlich, dass man die Wärme des Hauses drinnen und die Kälte draußen behält, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden und Heizkosten zu sparen.

In der kalten Jahreszeit kommt es an den Fenstern samt -rahmen zu großen Spannungsverhältnissen. Sie sollten möglichst dicht sein. Überprüfen lässt sich dies beispielsweise, wenn ein Außengeräusch bei geschlossenem Fenster leiser wird, wenn man leichten bis mittleren Druck auf den Fensterflügel ausübt - in diesem Fall lässt sich sicherlich noch etwas nachrüsten.

In vielen Fällen reicht es aus, die Dichtung zwischen Flügel und Rahmen zu erneuern. Bei alten Fenstern sowie günstigen Modellen mit zwei- oder dreifachverglasten Scheiben kann es nach einiger Zeit zu einer Trübung an den Rändern kommen. In diesem Fall ist Feuchtigkeit eingedrungen - schlimmstenfalls reißt die Scheibe bei Frost.

Hier sollte man einen Glaser kontaktieren. Dabei gilt, dass viele Firmen bei ihren Modellen eine lebenslange Dichtungsgarantie geben, sodass man für einen Austausch nicht unbedingt etwas zahlen muss.

Große Schneeschaufel steckt im Schnee, Schneeschieber
Große Schneeschaufel steckt im Schnee, Schneeschieber

Garten

Sobald zu dem Haus noch ein Garten gehört, gibt es noch mehr zu erledigen. Besonders wichtig ist dabei die Versorgung all jener Anlagen und Geräte, welche mit Wasser arbeiten.

Sollte dieses nicht abgelassen beziehungsweise die Anlagen nicht winterfest gemacht werden, kann es zu starken Schäden durch ein Einfrieren des Wassers kommen. Hiervon betroffen sind

Bürgerliche Pflichten

Letztlich ist es noch wichtig dafür zu sorgen, dass im Winter den bürgerlichen Pflichten nachgekommen werden kann und dass im eigenen Grundstücksbereich eine gewisse Grundsicherheit gewährleistet ist. Aus diesem Grund sollte

  • eine Schneeschaufel
  • Streusplitt und
  • eventuell Salz

bereitgestellt werden. Inwieweit man sich als Mieter darum kümmern muss, erklären wir hier. Daneben können noch Beleuchtungsanlagen im Freien überprüft werden, damit während der dunklen Jahreszeit für Licht gesorgt ist.

Was man bei Eigentumswohnungen beachten sollte

Auch wenn man eine Eigentumswohnung kauft, muss man sich mit der Eigentümergemeinschaft arrangieren

Junges Paar sitzt vor Kartons in neuer Wohnung
Bought a new flat © Deklofenak - www.fotolia.de

Viele Menschen denken, wenn sie sich ihren Traum von einer Eigentumswohnung erfüllen, dass sie dann nichts mehr mit einem Vermieter zu tun haben und vor Mieterhöhungen und sonstigen Ärger sicher sind. Doch auch bei einer Eigentumswohnung gibt es eine Eigentümergemeinschaft, der man sich anpassen muss und gegebenenfalls auch Dinge bezahlen muss, die man nicht allein verschuldet hat.

Wohnung und gemeinsam genutzte Flächen müssen instand gehalten werden

So ist man, wie Gerold Happ vom Eigentümerverband Haus und Grund sagt, zwar eigener Herr in seiner Wohnung, aber nicht im Haus. Mit seiner Wohnung kann man im Prinzip alles tun, was man möchte, außer es schadet der Gemeinschaft. Als Möglichkeit bietet sich die Vermietung oder auch das Vererben an, doch die meisten wohnen selber darin.

Wichtig ist bei einer Wohnung immer die Instandhaltung, aber nicht nur die Wohnung selber, sondern auch die gemeinsam genutzten Hausflächen. So werden auch dafür extra Umlagen gebildet, zusätzlich oftmals auch für größere Modernisierungsmaßnahmen.

Entscheidungen werden per Mehrheitsprinzip getroffen

Die Entscheidung für die einzelnen Maßnahmen erfolgt nach dem Mehrheitsprinzip. Bei Maßnahmen für die Instandhaltung reicht schon eine einfache Mehrheit, bei einer Modernisierung müssen sich drei Viertel aller stimmberechtigten Wohnungseigentümer und mehr als die Hälfte aller Miteigentumsanteile damit einverstanden erklären. Wichtig ist es somit, dass man immer etwas Geld in Reserve hat, um bei bestimmten Investitionen diese auch bezahlen zu können.

So zum Beispiel, wenn ein neues Dach dringend benötigt wird. Sollte man absolut nicht in der Lage sein, dann diese Maßnahmen zu bezahlen, können die übrigen Wohnungseigentümer einen zur Zahlung verklagen. Damit hätte man schließlich mehr Ärger, als man sich eigentlich von seinem Traum erhofft hatte.

Müssen Immobilienbesitzer für leerstehende Wohungen Strafe bezahlen?

Klingel-Schild an Wohnungswand, bei jeder Klingel steht "frei"
Wohnungssuche © DeVIce - www.fotolia.de

In der ehemaligen Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland, in Bonn, stehen viele Häuser leer, obwohl Wohnungen fehlen. Jetzt fordern Vertreter der "Linken", dass die Besitzer dieser Immobilien pro Quadratmeter Wohnfläche eine Strafe zahlen sollen.

So müssen die Besitzer eine Erklärung abgeben, warum die Immobilie nicht genutzt wird. Aber man kann auch eine Ausnahmegenehmigung beantragen, die aber pro Quadratmeter Wohnfläche 200 Euro kosten soll, so dass viele Besitzer dann ihre Immobilien vielleicht doch lieber vermieten würden. Aber wie ein CDU-Mitglied erklärt, weiß man überhaupt nicht, wie viele solcher Immobilien in Bonn zur Diskussion stehen.

Fest steht, dass dabei auch die Bundesregierung davon betroffen wäre, denn Anfang Juli standen 115.163 Quadratmeter leer. Im Herbst will sich der Stadtrat in Bonn mit diesem Thema beschäftigen.

Beim Kauf von Eigentumswohnungen auch an Umlagen und andere Folgekosten denken

Zurzeit sind die Hypothekenzinsen auf einem absoluten Tiefstand, so dass mancher Mieter auch daran denkt, sich eventuell eine Immobilie, beispielsweise eine Eigentumswohnung anzuschaffen. Doch hierbei sollte man nicht nur den eigentlichen Kaufpreis im Visier haben, sondern auch an die Folgekosten denken, wie beispielsweise die Umlagen für eventuell anstehende Sanierungen.

Um einen Überblick über diese anstehenden Maßnahmen zu bekommen, so empfiehlt es sich vor dem Kauf der Wohnung auch die vergangenen Protokolle der Eigentümerversammlungen mit den Beschlüssen zu lesen. Da meistens alle Eigentümer einer Wohngemeinschaft auch die Kosten für die Sanierung von Fenstern und Balkone bezahlen, ist es also wichtig zu erfahren, wann die nächsten Maßnahmen anstehen.

In der Teilungserklärung und Gemeinschaftsordnung, die inhaltlich gleich sind, werden diese Umlagen geregelt, wobei auch der jeweilige Anteilsschlüssel berücksichtigt wird. Die einzelnen Unterlagen erhält der Käufer meistens vom Verkäufer oder auch von dem jeweiligen Hausverwalter. Aber auch im Grundbuch sind diese Angaben vermerkt und über das Amtsgericht erhält man auf Antrag die nötigen Auszüge.

Tipps und Grundinformationen rund um die Wohnung

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: winter house © Arand - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Schneeschieber 448 © Edler von Rabenstein - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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