3. Juli 2009
Wo viele Menschen zusammen leben, da kommt es natürlicherweise hin und wieder zu Spannungen. Das ist normal und nicht zwangsweise ein negatives Anzeichen. Dennoch leben wohl die meisten Menschen lieber ohne Streit. Hier sind einige Tipps und Tricks, wie Streit in einer Wohngemeinschaft vermieden werden kann.
Die meisten Streits in Wohngemeinschaften entbrennen um das leidige Thema des Putzens, des Aufräumens und des Einkaufens. Sind hier im Vorfeld keine klaren Absprachen getroffen, kann es leicht zu Missverständnissen kommen, die dann in Streitigkeiten ausarten. Dem kann man vorbeugen. Ein rotierender Putzplan zum Beispiel kann dann Abhilfe leisten, wenn er gemeinsam erstellt wird. So kann jeder Bewohner seine Bereitschaft, seine Vorstellungen und seine Ansprüche einbringen, und weiß rechtzeitig, was seine Pflichten sind und was von ihm erwartet wird.
In finanziellen Fragen verhält es sich ähnlich: wird von Anfang an klar und transparent offen gelegt, welche Beiträge jeder zu leisten hat, so werden die meisten Mitbewohner dies auch einsehen. Wird jedoch nur irgend eine beliebige Summe eingefordert, die nicht begründet oder nachgewiesen wird, so ist Streit meist bereits vorprogrammiert. Eine schriftliche Abrechnung zu bestimmten Themen jedoch kann wahre Wunder bewirken.
Unordnung in der Küche ist auch ein beliebter Streitpunkt. Eine ganz klare Regelung schafft hier Abhilfe. Zum Beispiel kann man vereinbaren, dass jeder Nutzer sein Geschirr oder seine Kochutensilien nach Gebrauch selbst spült, abtrocknet und wieder einräumt. Auch die Besitzverhältnisse von Lebensmitteln müssen geklärt sein. Darf man einfach nehmen, was man möchte, da es der Gemeinschaft gehört, oder sind Lebensmittel strikt getrennt?
Lärmbelästigung und späte Besuche oder Dauerbesuche führen ebenfalls häufig zu Auseinandersetzungen. Jeder Bewohner sollte darauf achten, durch seinen Besuch die Mitbewohner nicht zu stören oder zu belästigen, zum Beispiel durch laute Musik oder spätes Türenschlagen. Mit etwas Rücksicht und gelegentlichem Nachfragen lässt sich hier meist Streit vermeiden.
Wer in einer WG wohnt, sollte möglichst wenig Spuren seines Daseins hinterlassen. Herumliegende Schuhe, Socken oder Schmutzwäsche werden schnell zum Ärgernis. Wer sich in den Gemeinschaftsräumen ausbreitet, sollte seine Sachen nach Gebrauch auch wieder zusammenräumen. Ebenfalls sollten keine Gegenstände des gemeinsamen Gebrauchs in die eigenen Zimmer mitgenommen werden, wo sie dann für die Mitbewohner nicht mehr zugänglich sind.
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