6. Februar 2012
Viele ältere Menschen fürchten sich vor dem Alleinsein, möchten aber auch nicht in ein Seniorenheim. Eine Alternative bietet das Leben in einer Senioren-WG.
Angst vor Vereinsamung haben viele Senioren. Oft besteht die Auswahl nur darin, alleine zu wohnen oder in ein Seniorenheim zu ziehen. Eine andere Möglichkeit, die von immer mehr älteren Menschen genutzt wird, ist die Bildung einer Wohngemeinschaft für Senioren.
Das Leben in einer Senioren-WG bringt verschiedene Vorteile mit sich. So ist man dort mit gleichaltrigen Menschen zusammen und kann sich gegenseitig unterstützen. Falls es nötig ist, lässt sich weitere Unterstützung durch Freunde, Angehörige oder Pflegedienste hinzuziehen. Wird der Pflegedienst von mehreren Bewohnern der WG benötigt, lassen sich die Kosten teilen und dadurch reduzieren.
Aufgrund der verschiedenen Vorteile interessieren sich immer mehr Menschen für die Wohnform Senioren-WG. Allerdings gibt es bislang noch nicht allzu viele Senioren-Wohngemeinschaften. Das liegt daran, dass man erst einmal geeignete Mitbewohner finden muss, was gar nicht so einfach ist.
Darüber hinaus gibt es einige wichtige Dinge zu beachten. Zum Beispiel sollte der Wohnraum so gestaltet werden, dass die Bedürfnisse aller Mitbewohner Berücksichtigung finden. So können manchmal verschiedene Umbauten notwendig sein, um die Wohnung barrierefrei zu gestalten. Auch an mögliche gesundheitliche oder finanzielle Probleme ist zu denken.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass die einzelnen Bewohner miteinander auskommen. Daher sollten sie auch gut zusammenpassen, damit die Harmonie nicht durch ständige Streitigkeiten getrübt wird. Dies jedoch erfordert Rücksichtnahme und Flexibilität.
Als ideal gilt eine Wohngemeinschaft, die aus drei oder vier Personen besteht. So fällt der Quadratmeterpreis für Wohnungen ab drei Zimmern meist günstiger aus, als bei Wohnungen mit nur zwei Zimmern. Darüber hinaus ist auch die Gefahr von Streitigkeiten bei dieser Personenanzahl geringer. Im Idealfall kann bereits eine, von einem Bewohner schon genutzte Wohnung, bezogen werden.
Eine wichtige Rolle bei der Auswahl der passenden Wohnung spielt natürlich auch das Umfeld. Dazu gehören u.a. Grünanlagen, Einkaufsmöglichkeiten oder kulturelle Einrichtungen.
Damit das Leben in der Senioren-WG auch funktioniert, müssen bereits im Vorfeld klare Regeln aufgestellt werden. So sollte man abklären, was geschieht, wenn einer der Bewohner auszieht oder seinen Mietanteil nicht zahlen kann. Empfohlen wird, dass jeder WG-Bewohner einzeln einen Mietvertrag mit dem Wohnungsvermieter abschließt. Darüber hinaus sollte unbedingt eine Hausordnung aufgestellt werden.
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