17. Dezember 2009
Ein Wintergarten erhöht nicht nur die Wohnqualität, sondern auch den Mehrwert eines Hauses. Von besonderem Reiz ist es, in einem selbst erbauten Wintergarten zu entspannen und täglich seine eigene Arbeit erneut zu genießen. Auch wenn es für viele ein Ding der Unmöglichkeit zu sein scheint - mit der richtigen Anleitung, den passenden Materialien und etwas handwerklichem Geschick kann ein Wintergarten problemlos selbst errichtet werden.
Bevor der eigentliche Bau beginnen kann, stehen erst einmal wichtige Vorbereitungen an. An welcher Seite des Hauses soll der Wintergarten gebaut werden? Wie groß soll er werden? Welche Materialien kommen in Frage? Neben diesen Fragen sollte auch geklärt werden, ob eine Baugenehmigung benötigt wird. In den meisten Regionen ist diese gesetzlich vorgeschrieben, so dass der bürokratische Weg zum Bauamt dem Hobbyhandwerker nicht erspart bleibt. Auch sollten bereits vor Baubeginn alle weiteren Vorschriften beachtet werden. Diese betreffen unter anderem den Abstand zum Nachbargrundstück, Energiefragen und Brandschutzmaßnahmen.
Sind alle Formalia geklärt und die Vorbereitungen getroffen, kann der Bau beginnen. Die einfachste Möglichkeit ist der Zusammenbau eines Bausatzes. Im Fachhandel sind verschiedene Typen von Wintergärten erhältlich, die sich in Größe, Form und Material unterscheiden. Die Bausätze kann man sich bequem nach Hause liefern lassen.
Eine andere Möglichkeit ist der Bau nach einer Bauanleitung. Diese findet man im Fachhandel, in Katalogen oder im Internet. Die einzelnen Baustoffe und Materialien müssen in diesem Fall selbst besorgt werden, was mehr Zeitaufwand erfordert, unter Umständen aber günstiger sein kann. Zudem hat man hierbei die Möglichkeit, Details individuell zu verändern.
Bauprofis können auch ohne Anleitung einen Wintergarten errichten. Allerdings müssen auch sie für die Genehmigung eine professionelle Bauzeichnung von einem Architekten oder Ingenieur vorweisen können, in der unter anderem die Statik des Wintergartens berechnet wird.
Ein Wintergarten sollte immer auf einem Fundament errichtet werden, damit auch bei Belastung eine ausreichende Standsicherheit garantiert werden kann. Nach Errichtung des Fundaments kann der Wintergarten nach und nach, bei Hausanbauten immer von oben nach unten, zusammengesetzt werden. Wichtig ist, dass nur Materialien verwendet werden, die witterungsbeständig sind. Bei Holz bedeutet das, dass es zuvor behandelt werden muss. Steht der Rohbau, kann mit der Verglasung begonnen werden. Auch der Einbau eines Lüftungssystems, zum Beispiel einer Lüfterschnecke, ist jetzt an der Reihe. Zuletzt steht die Verlegung des Fußbodens an. In diesen kann eine Fußbodenheizung integriert werden, die auch an kalten Wintertagen für eine angenehm warme Innenraumtemperatur sorgt.
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